Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

… vor einem Jahr habe ich mir eine kleine Auszeit genommen und bin mit wunderbaren Menschen in 7 Tagen 150 km auf dem Jakobsweg gepilgert; mein Pilgertagebuch kann man hier nachlesen. Ein unvergessliches, mutmachendes und für mich – im Umgang mit meiner überstandenen Krebserkrankung – unendlich wichtiges Erlebnis. Dieses Jahr wollte ich etwas Neues wagen – ganz nach Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpfs Motto:

Ich, die ich für mein Leben gerne koche, backe, gesundes und mit Liebe gekochtes Essen genieße, gehe die nächsten 7 Tage Fastenwandern. 1 Woche keine feste Nahrung, nur Wasser, Tee, Gemüsebrühe und dabei noch jeden Tag 3 bis 4 Stunden durchs liebliche Allgäu wandern. Also ich bin gespannt (, hab ein wenig Schiss 😉) und berichte euch danach. Seit vorgestern verzichte ich schon mal auf meinen geliebten Kaffee, Alkohol trinke ich sowieso kaum und habe zur Vorbereitung nur noch Obst, Reis und Pellkartoffeln mit geschmortem Gemüse gegessen und viel Wasser und Tee getrunken.

Mir geht es dabei nicht um Gewichtsabnahme, sondern um den gesundheitlichen Aspekt des Fastens. Einfach mal alles Runterfahren und Neustarten. Kann ja nicht so schwer sein! 😉

Los geht’s!

 

Der Weg ist das Ziel!

Dieses Foto hat einen eigenen Eintrag verdient, auch wenn es nur bei einem kurzen Stop auf dem Weg von Ninh Binh in die Halongbucht entstanden ist.

Morgen: auf der Perlenfarm

 

Das Endangered Primate Rescue Center EPRC im Cúc Phương Nationalpark wurde 1993 vom Zoo Leipzig zusammen mit dem Nationalpark mit dem Ziel gegründet, das Bewusstsein der Bevölkerung für den Schutz der verschiedenen Affenarten und deren Lebensraum und Vietnams Biodiversität zu stärken. Die aus illegalem Handel geretteten Affen werden hier gesund gepflegt und – sofern möglich – zurück in ihre natürliche Umgebung im Nationalparks gebracht.

Wir werden durch die Gehege geführt und erhalten viele Informationen zu den Tieren, ihrer Lebensweise und den Bemühungen, sie wieder in die Wildnis zu entlassen. So gibt es vom seltenen Cat Ba Languren nur noch 60 Exemplare weltweit. Diese leben jetzt alle auf der Insel Cat Ba, auf der wir auf unserer Reise auch noch einen Tag verbringen werden, dort soll sich ungestört von anderen Languren, Gibbons und Loris die Spezies erholen und hoffentlich wieder vermehren.

Wir verbringen hier eine sehr interessante Zeit und besuchen auch noch das nebenan liegende Schildkröten-Schutz-Projekt.

Nach diesem spannenden Tag im Dschungel beschließen wir den Abend mit einem Cocktail an der Hotelbar, packen schon mal unsere Taschen und gehen früh schlafen – morgen machen wir uns zu (m)einem Highlight dieser Reise auf, auf das ich mich SEHR freue!

Morgen: auf dem Weg zur Halongbucht

Heute geht´s in den Dschungel!

Wir lassen uns unser Frühstück im schönen Hidden Charm Ninh Binh gut schmecken und werden dann abgeholt, um in den Cúc Phương Nationalpark, den ersten Nationalpark Vietnams zu fahren. Die Straßen schlängeln sich durch lange Ebenen, aus denen immer wieder die für die Landschaft der Trockenen Halongbucht typischen kuppelartigen Kartsteinberge herausragen.

Im Nationalpark angekommen herrscht typisches Dschungelwetter; am Vortag hat es viel geregnet, die Wolken hängen noch tief und von den Bäumen des Regenwaldes tropft es ständig herunter, die Wege sind nass, immer wieder glitschig … grade so, wie es sich gehört. Was wäre ein Regenwald, wenn er hübsch trocken und luftig wäre. 😉 Und nun bitte noch 35 Grad dazu vorstellen. 😅

Als erstes stiegen wir steil empor zu einer sehr beeindruckenden steinzeitlichen Höhle, der Động Người Xưa (Cave of Prehistoric Man). Hier wurden Gräber, Knochen und Steinwerkzeuge prähistorischer Menschen gefunden, die hier vor über 10.000 Jahren lebten.

Weiter geht es nach einer kurzen Fahrt an anderer Stelle: ein schmaler Wanderweg führt mitten in den Dschungel, wir sind nach wenigen Metern von üppiger Vegetation, bis zu 70 m hohen Baumriesen, langen Lianen, Würgefeigen, Bananenpflanzen, Orchideen und mannshohen Farnen umgeben. Wir sehen Eidechsen, Schmetterlinge, viele hübsche Raupen und Stabheuschrecken, Affen hören wir schreien, Vögel rufen, sehen können wir sie leider nicht – sich hier zu verstecken ist ziemlich einfach.

Der sehr gut ausgebaute Weg schlängelt sich lange dahin, geht mal bergab, dann wieder steil bergauf und endet nach ca. 1 1/2 Stunden tatsächlich am Tausendjährigen Baum. Gar nicht mal soooo spektakulär … ganz im Gegensatz zum Regenwald selbst, wo es hinter jeder Biegung etwas Neues zu sehen, zu hören, zu spüren gibt.

Der eigentliche Rundweg bleibt uns versperrt, durch den Regen am Vortag ist er zu gefährlich. Daher treten wir den Rückweg an, werden für unsere „Strapazen“ 😉 mit einem leckeren Mittagsmenü belohnt und fahren weiter zu einem Rettungsprojekt für Affen und Schildkröten, davon morgen mehr.

Morgen: Viele Affen und ein bisschen Germany im Cúc Phương Nationalpark

Die Bích Động-Pagode – übersetzt „Schöne Pagode aus Stein“ – liegt in der Provinz Ninh Binh am Ortsrand von Tam Cốc. Auf 3 Ebenen in den Fels hinein- und hoch hinaufgebaut gibt es in der Klosteranlage drei Pagoden: Chua Ha, Chua Trung und Chua Thuong (Pagode in der niedrigsten, der mittleren und der höchsten Stufe).

Eine Steinbrücke über einen Lotussee führt durch einen Torbogen in Anlage

und zur ersten Pagode Chua Ha. 120 Stufen höher liegt Chua Trung neben der ein versteckter Eingang in eine Dunkelhöhle führt, hier geht es auf verschlungenen Wegen im Fels weiter. Am Ende der Höhle – hier findet sich eine große Glocke und eine buddhistische Statue aus Kupfer – steigt man noch einmal steil nach oben zur letzten Pagode auf dem Gipfel, die von vielen Bäumen umgeben ist und von der aus man einen wunderbaren Blick in die Ebene hat. Ein kurzes Filmchen über den unteren Teil der Anlage findet ihr hier.

Morgen: Viel Dschungel und ein Tausenjähriger Baum im Cúc Phương Nationalpark

Nach der zauberhaften Bootsfahrt in der Trockenen Halongbucht sind wir hungrig und essen auf dem Weg zum Hotel in einem kleinen Lokal ein weiteres typisches und leckeres Menü … mit einem Reisschnaps zum Schluss.

Das Hidden Charm Ninh Binh wird uns für die nächsten zwei Nächte beherbergen und wir sind begeistert.

(Das Glasfenster zwischen Bade- und Schlafzimmer ließ sich mittels Knopfdruck in eine Milchglasscheibe verwandeln. 😉)

Wir ruhen uns ein Stündchen aus, trinken Tee und starten dann zu einer gemütlichen Radtour. Zuerst geht´s durch den kleinen Ort Tam Cốc, ein typischer Urlauberort mit kleinen Läden und Lokalen am Straßenrand, weiter an großen Reisfeldern vorbei, immer gemütlich entlang einer langen Ebene mit den typischen einzeln herausragenden Karstbergen. Kommt mit auf ein paar Ausschnitte unserer Radtour.

Hier meine kleine Reisegruppe – ohne mich – dafür mit Huong, unserem Guide in Nordvietnam.

Zum Schluss besuchen wir noch eine in den Felsen gehauene Klosteranlage, die so spektakulär ist, dass sie einen eigenen, den morgigen Beitrag verdient hat. 

Nach einer Runde im Pool lassen wir den Abend mit einem Cocktail in der Hotelbar ausklingen.

Morgen: die Tam Cốc-Bích Động-Pagode

 

und jedem anderen einen sonnigen Sonntag … vielleicht auch mit einem solch wunderbaren Frühstück im Bett? Danke Töchterlein!!! 😘

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