Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

Gestern haben wir eine Wohnung angeschaut, so wie sie ganz früher war. In der Ochsengasse 51 dürfen wir in eine Schauwohnung eintreten, so wie sie heute aussieht: Vom schmalen Flur gehen 4 kleine Räume ab: Schlafzimmer, Bad, Küche und Wohnzimmer. Wer im Erdschoss wohnt, darf sogar noch ein kleines Gärtchen sein eigen nennen. Der Grundriss beträgt um die 50 m², alles recht gemütlich! Die Wohnungen werden unmöbliert vermietet und müssen mit eigenen Möbeln eingerichtet werden.

 

In der Mittleren Gasse 13 und 14 besuchen wir das Fuggereimuseum und erfahren viel über die Geschichte der Fugger und der Fuggerei. Die unzerstört erhaltene historische Wohnung, deren Einrichtung aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammt zeigt, wie die Bewohner früher lebten: mit einer Stube, die gleichzeitig Arbeitsplatz war und ohne Bad!


 

Denk ich an Augsburg, fallen mir 3 Dingen ein: Der wirklich hübsch angelegte Zoo, die Puppenkiste und die Fuggerei. Bei meinem Besuch letzte Woche in Augsburg habe ich mir nach mehr als 10 Jahren wieder einmal die Fuggerei – fast ohne andere Leute – im ganz frühen Frühjahr angesehen.

Die Fuggerei ist die älteste bestehende Sozialsiedlung, gestiftet 1521 von Jakob Fugger, auch „Jakob, der Reiche“ genannt, in seinem und im Namen seiner Brüder Ulrich und Georg. In den 142 Wohnungen der 67 kleinen Reihenhäuschen wohnen heute 150 bedürftige katholische Augsburger Bürger für eine Jahres(kalt)miete von 0,88 € plus Gebet. Richtig gelesen!

(Sie sprechen dafür täglich einmal ein Vaterunser, ein Glaubensbekenntnis und ein Ave Maria für die Stifterfamilie Fugger. Bis heute wird die Sozialsiedlung aus dem Stiftungsvermögen Jakob Fuggers unterhalten. Quelle: wikipedia)

1521 lag die Jahresmiete bei 1 Rheinischem Gulden, ca. ein Wochenlohn eines Handwerkers. Wer darf in der Fuggerei wohnen? Zu Gründerzeiten waren dies katholische Ausgburger Bürger, die von Armut bedroht waren und sich um Einkommen bemühten, wie Handwerker oder Tagelöhner und deren Familien. Auch heute gilt dies noch und der Gedanke der „Hilfe zur Selbsthilfe“ soll Menschen in Notsituationen unterstützen, ihnen Chancen bieten und wieder auf die Beine helfen.

Die Fuggerei mit Café, Kapelle, Museum, Schauwohnung und Weltkriegsbunker kann – größtenteils barrierefrei – täglich besichtigt werden. Ich habe gerne die 4,- € Eintritt bezahlt.

Die kleine Reihenhaussiedlung in der Innenstadt ist wirklich hübsch und sehr gepflegt. Die Wohnungen sind winzig, die im Erdgeschoss liegenden verfügen jedoch sogar über ein kleines Gärtchen vor der Türe.

Mehr über die Fuggerei findet man hier. Morgen gehen wir mal in die Museumswohnung aus Gründerzeiten hinein.

Augsburg – Ansichten

Letzte Woche war ich dienstlich in Augsburg und hatte meine Arbeiten nach 3 1/2 Stunden erledigt. Das Wetter war gut, die Kamera dabei, also bin ich eine Runde durch die Stadt geschlendert. Augsburg hat ganz wunderbare Häuserfassaden … und ganz hässliche. Grund dafür ist, dass die Stadt im Zweiten Weltkrieg durch Luftangriffe schwere Schäden erlitt und zu erheblichen Teilen wieder aufgebaut werden musste. Augsburg wurde mehr als 10 Mal bombardiert; am schwersten zerstört wurde die Stadt in der Bombennacht vom 25. Februar 1944. 594 Flugzeuge flogen Angriffe auf die Stadt, 730 Menschen starben, 1.335 wurden verletzt, 85.000 wurden obdachlos, fast ein Viertel aller Wohnungen war danach zerstört und die Hälfte der Bevölkerung verließ die Stadt. Noch bis heute werden Blindgänger gefunden; der letzte Fund einer 1,8 t schweren Luftmine führte letztes Weihnachten, am 25. Dezember 2016 zur Evakuierung der Innenstadt.

Auch in Gedanken an all das zeige ich heute ein paar von den schönen Fassaden in der Innenstadt. Oben das Weberhaus, 1389 als Sitz der Weberzunft erbaut und bis zu deren Auflösung 1548 zentraler Punkt des mittelalterlichen Textilhandels in Augsburg. Das alte, mit Fresken bemalte Weberhaus wurde – in die Jahre gekommen und baufällig – 1913 abgebrochen und ein neues, ähnlich geformtes errichtet. Im Zweiten Weltkrieg wurde dieses zerstört und 1959 wieder aufgebaut, der Augsburger Professor Otto Michael Schmitt bemalte die Fassade.

Diesen netten Kerl fand ich diese Woche an einem Fenstergitter in Augsburg.

Einen schönen Sonntag!

Cleo

So eine Hübsche! Die muss ich euch zeigen!  Letzten Samstag hatten wir beim NABU eine Kinderveranstaltung und meine Kollegin brachte ihren Hund mit. Ein wunderbares Tier. Und was noch wunderbarer war: Cleo war so lieb und gut erzogen, es war eine wahre Freude. 

Ich habe immer großen Respekt vor Hunden. Wenn ich spazieren gehe und einer geht an mir vorbei, stecke ich immer meine Hände in die Jackentaschen. Warum, weiß ich auch nicht. 

Cleo war einfach da und einfach nur nett. Sie hörte auf ganz leise Ansprachen, fühlt sich zwischen all den wuselnden Kindern wohl und ging immer wieder ganz lieb an ihren Platz.  

… im Schneeglöckchenwald!

Und überhaupt: Überall sprießt es … wunderbar!


 

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