Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

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Noch ein bisschen Goldener Herbst


… vor ein paar Tagen im Botanischen Garten Ulm 😊

Prag – der Vrtbovska Garten

Nach dem wunderbaren Ausblick auf die Stadt vom Aussichtsturm Petrin wandern wir weiter. Auf dem Laurenziberg nahe dem Aussichtsturm gehen wir noch durch das ebenfalls im Rahmen der Weltausstellung 1891 errichtete Spiegellabyrinth und lachen uns schlapp über uns in den Verzerrspiegeln. 

Unterwegs stärken wir uns in einem kleinen Terassenlokal und gehen dann weiter hinunter in die Stadt. Ziel ist der Vrtbovska Garten, einer der bedeutendsten Barockgärten Prags und Europas nördlich der Alpen. Er ist als Kulturdenkmal erster Klasse bei der UNESCO registriert.

Aber man muss ihn auch erstmal finden, denn sein Eingang liegt einfach zwischen zwei Häusern und das Schild, das zu ihm führt, ist wirklich unscheinbar. Aber wir finden ihn, wäre auch schade gewesen!

Der Garten wurde 1720 vom Grafen Johann Joseph von Vrtba im italienischen Stil angelegt. Da er auf einem Hügel liegt, wurden mehrere Terrassen angelegt, die durch schön geschwungene Treppen miteinander verbunden sind. Es gibt eine kleine Fontäne und jede Menge Putten und Skulpturen, ein Voliere, hübsche Blumenbeete und sehr gepflegte Rasenflächen. 


Von der oberen Terasse hat man (wieder einmal 😉) einen wunderbaren Blick auf Prag. 

Schloß Nymphenburg – im Park … Pan 🐏

Wir gehen von der Badenburg nach Norden über eine kleine Brücke und nur wenige Meter weiter finden wir links im Wald auf einer künstlichen Erhöhung aus Nagelfluh über einem ebenfalls künstlich angelegtem Wasserfall die Skulptur des Ruhenden Pan, der in Gesellschaft eines Ziegenbocks auf der Hirtenflöte spielt.

Peter Simon Lamine schuf die kleine Gruppe 1815 aus Carrara-Marmor. Pan-Darstellungen zählen zu den beliebten Motiven in der Gartenkunst.

Schloß Nymphenburg – im Park … der Badenburger See mit Apollotempel

Nochmal geht’s in den Park Nymphenburg. Wer noch nicht auf unserem Spaziergang durch Schloss und Park dabei war, kann gerne hier nochmal nachlesen. 

Der größere der beiden Seen im Park Nymphenburg ist der Badenburger See. Er liegt im südlichen Parkteil und verdankt seinen Namen der Badenburg (die wir schon besucht haben) an seinem südlichen Ufer. 1805 bis 1807 angelegt hat er eine Fläche von knapp 6 Hektar.

Auf einer kleinen Halbinsel am Nordufer steht der in Form eines zehnsäuligen Monopteros erbaute Apollotempel aus grau-beigem Sandstein. Erbaut wurde er nach Plänen von Leo von Klenze und Carl Mühlthaler in den Jahren 1862 bis 1865. Im Tempel befindet sich eine Stele mit einer Widmung Ludwigs I.

Von der Badenburg aus gesehen, ist er einfach ein toller Blickfang in der Landschaft um den See. 

Demut …

Demut ist die Fähigkeit, auch zu den kleinsten Dingen des Lebens emporzusehen.

Albert Schweitzer (1875 – 1965)

Schloß Nymphenburg – im Park … die Badenburg

Wir spazieren weiter durch den Park Nymphenburg und entdecken wenige hundert Meter nach dem Dörfchen mit Grünem Brunnhaus einen sich öffnenden freien Platz der nach rechts eine wunderbaren Blick auf den Badenburger See freigibt. Auf der Wiese davor grasen Unmengen von Gänsen. Erstmal am besten nicht weiter stören!

Die Badenburg, hier in den Jahren 1718 bis 1722 von Joseph Effner erbaut, war seit Jahrhunderten das erste große Bauwerk in Europa, das ausschließlich dem Zweck diente, ein komfortables Bad genießen zu können. Neben Festsaal, Schlafzimmer, Schreibkabinett und Garderobenzimmer ist das Badezimmer der wichtigste Raum der Burg. Dieses erstreckt sich über zwei Stockwerke, den Keller und das Erdgeschoss. Es wird fast vollständig vom 8,70 m × 6,10 m großen und 1,45 m tiefen und mit holländischen Fliesen ausgelegten Badebecken eingenommen. Wir sehen hier die nördliche Freitreppe der Badenburg.

Die südliche Treppe wird von zwei Löwenfiguren aus Regensburger Grünsandstein, um 1769 auf den Treppenwangen aufgestellt, flankert.

Neben den großen Löwen gab es ja auch noch anderes Getier, z.B. viele Gänse: die Einbeinige, die Streitsüchtige und die Yoga-Gans. Hübsche Dinger! 😊

Schloß Nymphenburg – im Park … das Dörfchen mit Grünem Brunnhaus

Wir gehen weiter am kleinen Kanal entlang und gelangen ins „Dörfchen“, dessen Mittelpunkt das Grüne Brunnhaus ist. Das Wasser, das vom Brunnhaus gepumpt wird, versorgt die umliegenden Fontänen, so auch die Große Fontäne und die nicht weit entfernte Badenburg.

Die Pumpwerke des Schlosses Nymphenburg sind allein durch Wasserkraft betriebene Anlagen und betreiben seit mehr als 200 Jahren die Fontänen des Schloßparks. Bis 1963 versorgten sie sogar außerhalb der Anlage liegende Gärten mit Wasser. Das älteste Pumpwerk Nymphenburgs ist das Grüne Brunnhaus, 1720 unter Kurfürst Maximilian II. Emanuel erbaut. Im Zuge der Erneuerung des Brunnhauses wurden ab 1762 das Brunnwärterhaus mit einer Schmiede, das Biberwärterhaus sowie das spätere Hofgartenbrunnhaus als Wohnhäuser für Hofbedienstete errichtet. Die Pumpwerke gelten noch heute als die ältesten seit ihrer Erbauung ständig arbeitenden Maschinen Europas und als Meilenstein der Ingenieurkunst.

Man kann durch Gitter zu den unablässig arbeitenden Maschinen hineinschauen und sich am seitlich angebrachten Laufbrunnen direkt am frischen klaren Wasser laben.

 

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