Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

Archiv für die Kategorie ‘Reise’

Trier – eine Moselfahrt

Trier liegt direkt an der Mosel und was liegt da näher, als eine kleine Schifffahrt auf dem Fluss zu unternehmen und sich ein paar Stündchen die schöne Landschaft links und rechts des Flusses, vor allem die vielen Weinberge, auf denen die Trauben für den leckeren Moselwein wachsen, anzuschauen?! Sehr erholsam bei so schönem Wetter!

Karl Marx in Trier

In der zentrumsnahen Brückenstrasse 10 steht das Geburtshaus von Triers großem Sohn, dem Philosophen und Sozialökonomen Karl Marx. 1818 wurde er hier als Sohn des Anwalts Heinrich und seiner Frau Henriette Marx. Die Familie zog 1819 in die Simeongasse um, wo Karl bis 1835 lebte, bevor er zum Jurastudium nach Bonn ging.

Im Geburtshaus ist heute die Friedrich-Ebert-Stiftung untergebracht.

In Sichtweite des langjährigen Wohnhauses findet sich auf dem Simeonstiftplatz das 5,50 m hohe Karl-Marx-Denkmal, ein Geschenk Chinas an die Stadt Trier:

Trier – der Hauptmarkt

Auf dem Weg zum Hauptmarkt kommt man vorbei an der Judenpforte, dem historischen Eingang zum Judenviertel Triers.

Der Marktbrunnen ist ein markanter Blickfang auf dem Marktplatz. Und selbstredend sind die sehr gut restaurierten Hausfassaden ein echter Hingucker:

Trier – das Dreikönigenhaus in der Simeonstrasse

Das Dreikönigenhaus in der Simeonstraße, der kilometerlangen Fußgängerzone Triers, wurde Anfang des 13. Jahrhunderts als sog. „Wohnturm“ einer bürgerlichen Kaufmannsfamilie errichtet.

Es hatte ursprünglich keinen Zugang im unteren Geschoss und war nur über die heute noch sichtbare Tür im 1. Stock erreichbar … das komplett zum Zweck der Verteidigung. Im Erdgeschoss wurden Waren gelagert, im 1. und den weiteren Stockwerken waren Geschäfts- und Wohnräume. Wollte jemand einbrechen, musste er mühevoll versuchen, über den 1. Stock ins Gebäude zu kommen. Das dauerte natürlich viel länger und barg die Gefahr, dass man entdeckt wird, ehe der Einbruch glückt. Schon schlau!!!

Trier – die Liebfrauenkirche

Passend zu Mannis Fotoprojekt 13 – Türen, Fenster und Balkone heute die „Eingangstür“ … also eher das riesige Eingangstor zur Trierer Liebfrauenkirche.

Wirklich wunderschön!

Die Liebfrauen-Basilika in Trier ist die älteste rein gotische Kirche Deutschlands. Sie wurde 1227 – 1260 im Stil der Hochgotik auf dem Grundriss einer griechischen Rose erbaut. Auch drinnen ist’s sehr beeindruckend: wunderbare Glasarbeiten, Altäre, Stuck und Malereien.

Trier – der Kreuzgang im Hohen Dom St. Peter

Sehr beeindruckt hat mich der Kreuzgang hinter Dom und Liebfrauenkirche, ein bedeutendes Bauwerk der Gotik. Erbaut zwischen 1245 und 1270, wurde er im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und in den 1970ern saniert.

Ein ruhiger Ort mit einem sehr schönen Blick auf die Rückseite der Liebfrauenkirche.

Trier – Im Hohen Dom St. Peter

Sehr beeindruckend ist der Hohe Dom St. Peter von außen, genauso auch von innen: die beeindruckenden Ausmaße, die detailreiche barocke Westkuppel, eine im 17. Jh. von Giovanni Domenico Rossi gearbeitete Stuckdecke über der Westapsis, die die Marienkrönung zeigt, prunkvolle Altäre, die berühmte Schwalbennestorgel … man sollte wirklich Zeit mitbringen, um all das zu bestaunen!

Trier – Der hohe Dom St. Peter

Der Hohe Dom St. Peter zu Trier (das linke Gesamtgebäude – recht direkt angebaut ist die kleinere Liebfrauenkirche) ist die älteste Kirche Deutschlands und seit dem 3. Jh., also seit über 1.700 Jahren ununterbrochen Bischofssitz. Architektur-, Geschichts- und Religionstudierende aufgepasst: Man findet hier von Baubeginn an bis heute ALLE Phasen der europäischer Bau-, Kunst- und Glaubensgeschichte.

Außerdem ist der Dom eine bedeutende Wallfahrtsstätte. Lt. Überlieferung brachte die Heilige Helena, die Mutter Kaiser Konstantins, im 4. Jahrhundert die Tunika Christi von einer Pilgerreise mit nach Trier, wo sie erstmals 1512 öffentlich gezeigt wurde und seither Anlass großer Wallfahrten ist, zuletzt 2012.

Der 112,5 m lange und 41 m breite Dom ist seit 1986 Teil des UNESCO Welterbes „Römische Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche“.

Wie es klingt, wenn die Glocken zum Gottesdienst rufen, könnt ihr hier in einem kleinen Filmchen hören.

Morgen gehen wir mal rein!

Trier – die Porta Nigra und warum sie als letzter Rest der Stadtmauer noch steht

Trier gilt – erstmals 17 v. Chr. als Augusta Treverorum erwähnt – als die älteste Stadt Deutschlands und beherbergte Anfang des 4. Jh. als Kaiserresidenz mehr als 80.000 Einwohner, Ende des 17. Jahrhunderts aufgrund zahlreicher Kriege, Seuchen und Hungersnöte nur noch knapp 2.700 und heute um die 110.000 Einwohner.

Von der kompletten 6,4 km langen von den Römern erbauten Stadtmauer und insgesamt fünf Stadttoren gibt es heute nur noch die Porta Nigra, alles andere fiel dem Steinraub zum Opfer … man recycelte vorhandene Steine einfach zum Bau neuer Gebäude, auch des Doms zu Trier.

Der Mönch Simeon, der um 1030 von einer Pilgerfahrt mit dem damaligen Erzbischof Poppo ins Heilige Land nach Trier zurückkehrte, bat darum, im östlichen Turm der Porta Nigra eingemauert zu werden, um dort als Eremit zu leben. Nach seinem Tod und seiner Heiligsprechung wurde das Stadttor zu seinem Gedenken in eine Kirche umgebaut und dabei das Obergeschoss des östlichen Turms abgerissen. Dank dieser Umwidmung in die nun errichteten „Simeonkirche“ blieb das Tor unversehrt und fiel nicht dem Steinraub zum Opfer … ein Glück, denn so ist es zur UNESCO-Welterbestätte geworden.

Übrigens sind hier 7.200 Steinquader mit bis zu 3,40 m Breite und bis zu 6 t Gewicht je Quader verbaut. Eigentlich ist das berühmte Stadttor, das jedes Jahr Zehntausende Besucher nach Trier lockt, gar nicht schwarz. Der frisch gebrochene Sandstein ist komplett weiß, verfärbt sich jedoch über die Jahre … durch Witterungs- und Umwelteinflüsse korrodiert das Eisenoxid im Sandstein und führt zu diesen Verfärbungen.

Trier – die Porta Nigra bei Nacht … Blick aus dem Fenster unserer Ferienwohnung

Unsere Ferienwohnung lag nur wenige Meter von der Porta Nigra entfernt in der Fußgängerzone. Ein sagenhafter Blick auf das bis Mitternacht hell angestrahlte historische Stadttor.

Die Porta Nigra ist übrigens 30 m hoch und 36 m breit.

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