Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

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Getöse in der Sturmannshöhle

Der Name der Höhle stammt nicht, wie man denken könnte, von einem ihrer Entdecker, sondern vom mittelhochdeutschen Wort „sturmatz“, das so viel wie Lärm oder Getöse bedeutet. Und tatsächlich rauscht ganz unten der Höhlenbach durch die Höhle. Gebückt auf schmalen Wegen und steilen Treppen gelangen wir hinunter und an ein paar Stellen können wir schon hinabsehen zur kleinen Brücke 

über den tosenden Höhlenbach

1815 versuchte der Allgäuer Heimatforscher Dr. Geiger, in die Höhle zu steigen, weit kam er jedoch nicht, genauso wie andere Mutige über einen langen Zeitraum. Erst 1904 begann der neu gegründete Höhlenbauverein – er bestand gerade mal aus 9 Obermaiselsteinern -, die Höhle für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen und bereits 1906 besuchten 2.800 Personen mit Kerzen ausgerüstet die Sturmannshöhle – heute sind es jährlich ca. 50.000.

Tropfsteine gibt es keine, dennoch sind die engen Gänge, die steilen Treppe und auch die mit Quarzadern durchzogenen Kalksteine sehenwert. Überall da, wo Licht leuchtet, finden sich sofort Moose und Farne.


 

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Prag: Die Prager Burg … heute: Ehrenhof und östliche Ansicht des Veitsdoms

Bei meiner Planung der Tage in Prag war gleich klar, dass die Prager Burg ihrem großen geschichtlichen und architektonischen Hintergrund eine Herausforderung wird. Nun kann man sich einer Führung mit anderen 20 Leuten anschließen, die alle durch die Gebäude schieben und man irgendwie doch nichts von dem versteht, was der/die Führer/in sagt. Seit letztem Jahr gibt es am Eingang zur Burganlage Sicherheitskontrollen und die Schlangen sollen laaaang sein. Öffentliche Führungen beginnen um 10 oder um 12, dann stehen an den Sicherheitskontrollen sicherlich viele!!! Leute an und aus den angekündigten 3 Stunden Führung werden ganz schnell nur noch 1 1/2.

Ich habe also ne Runde gegoogelt und für ein paar Euro mehr einen netten Kontakt zu einem Büro gefunden, das private Stadtführungen anbietet. Schnell waren wir uns einig und so stand am Morgen 08:00 Uhr Jan, eine freundlicher Prager in den Fünfzigern vor unserem Haus und uns für 4 Stunden zur Verfügung. Die Empfehlung lautete von vornherein, früh zu starten, um den Menschenmassen aus dem Weg zu gehen. Kein Problem, Langschläfer sind wir nicht. Jan hatte die Eintrittskarten für die Prager Burg und auch die von mir bei ihm bestellten Fahrkarten für sämtliche öffentliche Verkehrsmittel für unsere Tage in Prag gleich mit dabei. Toller Service! Wir fuhren mit der Straßenbahn auf die Kleinseite in den dortigen Stadtteil Hradschin hoch zur Burg und waren direkt nach 5 Minuten Anstehen auf dem Gelände.

Unsere Führung mit Jan begann auf dem Ehrenhof der Prager Burg. Wir erfuhren viel über die lange, wechselvollen Geschichte der Burg als Königssitz, Schauplatz des Zweiten Prager Fenstersturzes 1618 und heute Sitz des Tschechischen Staatspräsidenten. Die Burg blickt auf eine über 1000jährige Geschichte zurück. Die auf dem Burggelände stehende St.-Georgs-Basilika war hier das erste Gebäude und stammt aus dem Jahre 921.


Durch den zweiten Burghof mit der Basilika des Heiligen Kreuzes gelangen wir in den dritten Burghof und dort zum Highlight der Burganlage, dem St.-Veits-Dom. Schwierig, die direkte Ansicht als ganzes aufs Foto zu bekommen. Die Gebäudemauer hin zum Zweiten Burghof steht nur wenige Meter entfernt, die Kamera liegt auf dem Boden … ich dann fast auch … 😉


Morgen gehen wir rein!

Stufen 


Aller Anfang ist leicht, und die letzten Stufen werden am schwersten und seltensten erstiegen.
Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)

Quelle: Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre, 1821; erw. Form 1829. 1. Buch, 4. Kap.

 Every journey …

  

… begins with just a single step. 

Auf geht’s in ein neues Jahr. Happy Birthday to me! 😊

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