Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

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Mensch Albert!

Was steht denn da auf dem Ulmer Münsterplatz?

Hunderte kleine Einsteins, einer gleicht dem anderen aufs Haar, im Anzug, eine Hand lässig in der Hosentasche, freundlich dreinschauend. Ein Kunstprojekt des Ulmer Museums mit dem Künstler Ottmar Hörl. Mehr dazu hier.

Die 500 knapp 1 m hohen Kunststoff-Figuren des in Ulm geborenen Albert Einstein stehen dort noch bis Anfang Juni, es sind allerdings schon deutlich weniger geworden. Nicht, weil sie gestohlen werden – nein, sie werden bewacht und abends weggeschlossen – sondern weil man sie für einen guten Zweck kaufen kann.

Ich find sie toll!

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Fundstück der Woche: Maria in Schwabach

Im Rahmen der Schwabacher Kunsttage 2007 entstand zum Thema „Im Zeichen des Goldes“ das über 2 m hohe Werk „Maria 2007“ aus Steinguss mit – selbstverständlich mit Schwabacher Gold – vergoldeter Satellitenschüssel. Diese moderne Version der „Jungfrau mit Kind“ ist eine Anlehnung an heutige Zeiten mit Handy und Sat-Schüssel. 

Die Künstlerin Susanne Rudolph aus Langenburg bei Crailsheim gewann damit den Publikumspreis. Das Kunstwerk wurde von der Stadt Schwabach angekauft und steht nun vor der Kirche St. Sebald.

Kunst eben! 😉👍🏼

Ansbach – Lech und Malsche

Auf dem Johann-Sebastian-Bach-Platz vor St. Gumbertus stehen sich auf beiden Enden des Platzes auf zwei übermannshohen Sockeln zwei Köpfe, genannt Lech und Malsche gegenüber und schauen einander an. Geschaffen wurden diese 1991 genau wie das Anscavallo zwei Jahre später von Prof. Jürgen Goertz. Zu „Malsche“ konnte ich nichts finden, bei „Lech“ ließ sich der Künstler durch den Fluss Lech inspirieren.

Nix für Manni, ich weiß. 😉 Dennoch:
Die Kunst muss nichts. Die Kunst darf alles!
Ernst Otto Fischer (1918 – 2007)

Ansbach – das „Anscavallo“ 🐎

Da steht ein Pferd auf’m Flur …. ähhhhh auf´m Schlossplatz vor der Markgräflichen Residenz Ansbach! Anscavallo, ein überlebensgroßes Bronzepferd mit drei Augen, steht da schon seit fast einem Vierteljahrhundert, seit dem 25. Juli 1993. Das von Bildhauer Jürgen Goertz geschaffene Kunstwerk ist inzwischen trotz anfänglichem Widerstand der Ansbacher zum Wahrzeichen der Stadt geworden.

Das „Anscavallo“ (eine Wortschöpfung aus Ansbach und Kavallerie) ist Sinnbild für die
lange Tradition Ansbachs als Garnisonsstadt und symbolisiert die Verbindung von Tradition und Fortschritt. Die Plastik steht im vorderen Teil für die Technik, im hinteren Teil für die Natur, erinnert hier an barocke Reitpferde oder dort an ein Steckenpferd.
Ich habe meinen Führer durch die Residenz gefragt, warum es drei Augen hat. Die Ansbacher sagen, das Pferd würde nach vorn schauen und gleichzeitig wirft es sein drittes Auge auf das Regierungsgeschehen in der Residenz und beobachtet dieses kritisch. 😉

Magische Mottos 2017: „streetart“ im November … ein Projekt von Paleica

Das November-Motto von Paleicas Magischen Mottos 2017 lautet „streetart“. Hier gehts zu ihrem Beitrag.

wikipedia schreibt dazu:
„Als Streetart … werden verschiedene, meist nichtkommerzielle Formen von Kunst im öffentlichen Raum bezeichnet, die nach der Absicht der Verursacher durchaus dauerhaft dort verbleiben sollten. …“

Von mir dazu 3 Bilder von unserem örtlichen Jugendhaus – zum Zeitpunkt der Aufnahme im tiefstehenden November-Sonnenschein, daher auch relativ stark beschattet, aber das macht nichts aus. Man erkennt auf jeden Fall den begabten Künstler. Ich finds toll!!!

Das Motto „Streetart“ im Sinne des Wortes interpretiert: Gullydeckel aus Santa Cruz de La Palma und Ansbach oder einfach mal die Kunst, die die Natur macht: Rauhreif im Gully. 😉

Im Schatten des Todes 😱

Nicht erschrecken … es geht mir gut!

„Im Schatten des Todes“ heißt die diesjährige Produktion der Störtebecker Festspiele in Ralswiek auf Rügen. Schon vor Wochen habe ich Karten gekauft und heute haben wir richtig Glück mit dem Wetter. Auch Abends um 11 ist’s noch 22 Grad warm und wir sitzen mit kurzer Hose in Reihe 8 und genießen die Vorstellung. Vorher haben wir uns das kleine Ralswiek angeschaut, das scheinbar zu 100 % von den Festspielen zu leben scheint. Wer ein Stückchen Platz hat, verscherbelt dieses als Parkplatz, wer einen alten Schuppen am Haus hat, baut ein Klo ein und macht damit bestimmt ein paar gute Euro am Abend, der eine hat einen Fischbrötchen-Stand im Garten, der andere verkauft Selbstgebasteltes oder Wasser und Bier. Aber das passt schon alles, die Leute leben in der Saison mit und auch von den allabendlich einfallenden tausenden Zuschauern. Wir schauen uns das schöne Schloss Ralswiek an, in dessen Schloßgarten hinunter  zum Bodden die Freilichtbühne liegt, gehen lecker essen und bald schon gehts los. 

 

Die Freilichtbühne wartet mit vielen Superlativen auf: Sie ist eine der größten Freilichtbühnen Europas: 9.000 Zuschauer können je Vorstellung die darin mitwirkenden über 150 Schauspieler und 30 Pferde mit Reitern, ein großartiges Bühnenbild, 4 Schiffe auf dem Bodden, spektakuläre Stunts und Spezialeffekte und zum Schluss zwar kein Happy End – Klaus Störtebecker wird auf dem Hamburger Rathausplatz geköpft -, dafür ein wunderschönes Feuerwerk über dem Großen Jasmunder Bodden anschauen … unvergesslich!

Resonanzen * Stimmen des Münsters * Ulmer Münster 14. Juli 2017

 

 

Resonanzen * Stimmen des Münsters

Der 14. Juli war bei mir ein dichtgedrängter Tag. Früh aufstehen, viel Autofahren, Arbeitstermine im Allgäu, das alljährliche Sommerfest unserer Städtischen Musikschule – Töchterlein spielt dort Klavier und singt im Jugendchor. Dieser und auch die anderen Darbietungen sind es wirklich wert dabeizusein. Und dann wollte ich eines nicht verpassen:

„Resonanzen“ im Ulmer Münster

Also fuhr ich 22:00 nach Ulm und fand mich wenig später mit hunderten Menschen vorm und kurz danach mit über 2.700 Menschen im rappelvollen Ulmer Münster (an Weihnachten sind wesentlich weniger Menschen dort) wieder. Die Bankreihen waren schnell gefüllt, ich sicherte mir einen der wohl besten Plätze – ein Mitarbeiter bestätigte mir meine gute Wahl – im hinteren Teil es Mittelgangs und wartete. Schon alleine mit so vielen Menschen unterm welthöchsten Kirche zu stehen, war sehr ergreifend.

8 Hochleistungsbeamer nutzten die gesamten Innenwände des Mittelschiffs bis in über 20 m Höhe und damit über 4.000 Quadratmeter Projektionsfläche für eine Videoinstallation, die es so noch nie gab. Ulmer Bürgerinnen und Bürger wurden im Vorfeld zu ihren Zukunftsvisionen befragt und haben so aktiv an der Entstehung teilnehmen können. Ihre Wünsche, Ängste, Zeichnungen und Portraits wurden in einem wahren Licht- und Farbspektakel an die Kirchenpfeiler projiziert – bunt, nachdenklich, zukunftsfroh, manchmal bedrückend aber auch voller Hoffnung. Alle paar Minuten änderte sich die Lichtstimmung, dazu passend auch die sphärischen Klänge. Man hätte förmlich das Gefühl, hineingezogen zu werden. 

Begleitet wurde dieses Kunstprojekt von wittmann/zeitblom und René Liebert von Kompositionen für Orgel, Percussion, Elektronische Musik und Sprecher.

Ein unglaublich tief gehendes, ergreifendes Erlebnis für Auge, Ohr und Geist, das ich nicht missen möchte!

In einem Video habe ich ein paar Sequenzen zusammengefasst. Wirklich beeidruckend! Der offizielle Zusammenschnitt ist hier auf youtube zu finden. 

TIPP: Für einen Besuch im Ulmer Münster lohnt sich auf jeden Fall die neue App „Ulm Stories“, die spannende Geschichten über das Wahrzeichen Ulms, das Ulmer Münster mit dem welthöchsten Kirchturm zu erzählen weiß.

Der auf den Fotos gezeigte Ausschnitt ist im Hellen übrigens dieser hier. Allein das Kruzifix misst über 5 m.

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