Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

Archiv für die Kategorie ‘Gebäude’

Das Monatsmotto „Buchstaben“ – „G“ im Juli

„G“ ist also der Buchstabe des Monats Juli bei meinen Monatsmottos.

„G“ wie Großstadt.

Dieses Großstadtfoto entstand bei unserer Londonreise vor ein paar Tagen auf der Golden Gallery (schon wieder zwei G ☺️) der St. Pauls Cathedral in London. Die Kathedrale alleine ist ja schon ein echtes Highlight, was man aber wirklich nicht auslassen sollte, ist die in 85 m Höhe und durch 528 Stufen erreichendbare Goldene Galerie. Die ganze Stadt liegt einem zu Füßen, man sieht und hört, wie sie vibriert, ist hier oben aber irgendwie meilenweit davon entfernt.

… du, lieber Leser bist herzlich eingeladen mitzumachen und zum Motto selbst auf deinem Blog etwas zu posten und mir in die Kommentare meines Monatsbeitrages deinen Beitrag zu verlinken. Dabei ist es ganz egal, ob du ein Foto vom „Monatsbuchstaben“ oder von einer Sache, einem Ding, einer Begebenheit, die mit dem Buchstaben beginnt, bloggst. Vielleicht findest du ja auch etwas in deinem Archiv?! Ich würde mich jedenfalls sehr darüber freuen. Eine Bitte habe ich noch: Getreu meinem Blognamen „ONE photo a day“ sollte es sich nur um EIN Foto pro Beitrag handeln.

🇬🇧 London – Skygarden im Walkie-Talkie-Building 🏙

City of London, 20 Fenchurch Street. Hier steht das außergewöhnliche Hochhaus, das wegen seiner Form „Walkie-Talkie-Building“ oder „The Pint“ (das Bierglas) genannt wird. Es ist das fünfthöchste Gebäude Londons. Von außen ist es ziemlich imposant, wir wollen aber rein … und vor allem rauf! In 150 m Höhe vom 35. bis 37. Stockwerk hat man auf drei Etagen im Skygarden, dem Himmelsgarten, einem offenen Raum mit viel Grün, Restaurants und Bars einen unbeschreiblichen Blick auf London.

Der Besuch ist kostenlos, man sollte sich aber über die website ca. drei Wochen im Voraus ein Ticket für ein einstündiges Zeitfenster buchen, in dem man den Ausblick und vielleicht auch noch ein nettes Getränk genießen kann.

Blick auf die Wolkenkratzer „The Shard“ (mit 310 m der derzeit höchste der EU), The Gherkin (die Gurke), St. Pauls, die Themse mit der Tower Bridge

 

Vietnam Tag 2 – in Stein gemeißelt: Die Tam Cốc-Bích Động-Pagode

Die Bích Động-Pagode – übersetzt „Schöne Pagode aus Stein“ – liegt in der Provinz Ninh Binh am Ortsrand von Tam Cốc. Auf 3 Ebenen in den Fels hinein- und hoch hinaufgebaut gibt es in der Klosteranlage drei Pagoden: Chua Ha, Chua Trung und Chua Thuong (Pagode in der niedrigsten, der mittleren und der höchsten Stufe).

Eine Steinbrücke über einen Lotussee führt durch einen Torbogen in Anlage

und zur ersten Pagode Chua Ha. 120 Stufen höher liegt Chua Trung neben der ein versteckter Eingang in eine Dunkelhöhle führt, hier geht es auf verschlungenen Wegen im Fels weiter. Am Ende der Höhle – hier findet sich eine große Glocke und eine buddhistische Statue aus Kupfer – steigt man noch einmal steil nach oben zur letzten Pagode auf dem Gipfel, die von vielen Bäumen umgeben ist und von der aus man einen wunderbaren Blick in die Ebene hat. Ein kurzes Filmchen über den unteren Teil der Anlage findet ihr hier.

Morgen: Viel Dschungel und ein Tausenjähriger Baum im Cúc Phương Nationalpark

Vietnam Tag 1 – Hà Nội – die Einsäulenpagode Chùa Một Cột

Die Einsäulen- oder Einpfahlpagode ist eine der ältesten Pagoden in Hanoi und ist wegen ihrer außergewöhnlichen Bauweise ein Wahrzeichen der Stadt. 1049 ließ sie König Lý Thái Tông als 3 m langer Holztempel auf einem Baumstamm erbauen, die Rekonstruktion steht heute auf einem Betonsockel, inmitten eines künstlich angelegten Sees.

Der König ließ die Pagode so errichten, weil ihm im Traum die auf einer Lotusblüte sitzende Göttin der Barmherzigkeit Quan Âm erschien und einen lang ersehnten Sohn überreichte. Und tatsächlich wurde er kurze Zeit später Vater eines Jungen. Als Dank ließ er die Pagode in Form einer Lotusblüte inmitten eines Sees errichten. Gläubige können über eine kleine Treppe nach oben in die Pagode steigen.

Morgen: Am See des zurückgegebenen Schwertes und im Viertel der 36 Straßen

 

Vietnam Tag 1 – Hà Nội – Ho Chi Minh-Mausoleum

Der „Große Führer“ Ho Chi Minh (1890 – 1969), war Revolutionär, kommunistischer Politiker, Premierminister und von 1945 bis 1969 Präsident der Demokratischen Republik Vietnam. Das Ende des Vietnamkrieges 1975 erlebte er leider nicht mehr. Der Personenkult um „Onkel Ho“ war und ist auch heute noch sehr groß. Zwischen 1973 und 1975 wurde das 22 m hohe und 42 m lange und breite Mausoleum  für ihn gebaut. Dort liegt in einer klimatisierten Glasvitrine bei gedämpftem Licht sein einbalsamierter Leichnam und wird – wie wir auch bestätigen können – von hunderten Vietnamesen besucht.

Wir konnten am Nachmittag, als das Mausoleum geschlossen war und der am Vormittag sicherlich 1 km lange Strom der Menschen sich aufgelöst hatte, in Ruhe am Mausoleum vorbeilaufen und den Wachaufzug der Ehrengarde beobachten.

Ho Chi Minhs letzter Wunsch war es übrigens, eingeäschert zu werden und seine Asche in allen vier Himmelsrichtungen in Vietnam zu verstreuen. Leider wurde dem nicht nachgekommen und nun liegt er hier – in einem der „hässlichsten Gebäude der Welt“, flankiert vom Banner mit der Aufschrift „Nước Cộng Hòa Xã Hội Chủ Nghĩa Việt Nam Muôn Năm“: „Es lebe die Sozialistische Republik Vietnam“. Gegenüber des Mausoleums gleich noch ein ähnlich schönes Bauwerk: das Parlamentsgebäude.

Morgen: die Einsäulenpagode

Vietnam Tag 1 – Hà Nội – der Literaturtempel Văn Miếu-Quốc Tử Giám

Klischee, Klischee! Gebt mal bei google „Hanoi Sehenswürdigkeiten“ ein und schaut, was im Kasten „Beste mögliche Aktivitäten in Hanoi“ erscheint. Jaja, genau das haben wir an unserem ersten Tag gesehen. Typisches Touriprogramm, oder? Egal! Es war alles unglaublich sehenswert und alleine auch dadurch, dass es einer völlig anderen Kultur entspringt als der unseren, einfach nur beeindruckend.

Nach unserem erquicklichen Frühstück mit den ersten frischen Maracujas, supersüßen Ananas und Drachenfrüchten wurden wir von Guide Hoang und unserem Fahrer am Hotel abgeholt und es ging Richtung Literaturtempel. Ihm folgten noch das Ho-Chi-Minh-Mausoleum und die Einsäulenpagode. Am Nachmittag spazierten wir von unserem Hotel noch in das Zentrum der Altstadt, das sog. „Viertel der 36 Straßen“ vorbei am Hoan-Kiem-See, dem See des zurückgegebenen Schwertes.

Am Literaturtempel war an diesem Sonntagvormittag viel los, was dem geschuldet war, dass der „Tag der Hung-Könige“ gefeiert wurde, zusammen mit dem Folgetag arbeitsfreie Feiertage. Viele Einheimische (und wirklich wenige Touristen) wollten den Tempel besuchen, viele Schulklassen waren unterwegs und scheute sich nicht, uns anzusprechen und ihr Englisch auszuprobieren. Große Studentengruppen warfen nach amerikanischer Manier im Tempelinnenhof ihren „Doktorhut“ in die Luft … und alle machen Fotos, immer, überall, egal wie alt, von 3 bis 93, gerne in der Gruppe, noch lieber Selfies. 🙂

Den Tempel betritt man durch das Haupttor, er hat 5 Innenhöfe, große alte Bäume, ein großes Wasserbecken. Im 5. Innenhof befand sich die Nationale Universität, hier wurden seit 1076 und bis 1915 Prinzen, Aristokraten und besondere Talente unterrichtet. Seitlich findet man unter Holzdächern 82 sog. Doktorstelen, bis zu 3 m hohe Stelen mit Inschriften über Prüflinge, die auf den Rücken großer Schildkröten stehen. Diese Stelen gehören seit 2010 zum UNESCO-Weltdokumentenerbe.

Wunderbar finde ich übrigens die hübschen Bezeichnungen, die die Vietnamesen Ihren Sehenswürdigkeiten geben: „See des zurückgegebenen Schwertes“, „Tor der gewonnenen Tugend“ oder „Quelle des himmlischen Lichts“. Am Ende dieses Tages sank ich nur noch müde und zufrieden in „Laken des Bettes in wohlklimatisiertem Zimmer“!

Morgen: das Ho-Chi-Minh-Mausoleum und drumherum

Ulm – Unter der Valentinskapelle

Am südlichen Turm des Ulmer Münsters steht die einzige Kapelle außerhalb des Münsters. Derzeit ist sie für mindestens zwei Jahre eingerüstet und wird restauriert; ein Foto ohne Gerüst sieht man hier.

1458 als Grablege der Patrizierfamilie Rembold erbaut hat die kleine Kapelle eine sehr wechselvolle Geschichte:

An der Stelle lag vorm Bau der Kapelle der Pfleghof der Zisterziensterabtei Bebenhausen und unterirdisch große Kellerräume; hier erbaute der reiche Patrizier Rembold die Kapelle und eine Grablege für seine Familie. Während der Reformationszeit wurde auch diese Kapelle entweiht und diente weiterhin als Schmalz- später als Bierlager. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Kapelle für russisch-, später griechisch- und serbisch-orthodoxe Gottesdienste genutzt. Seit 1994 ist hier die Russisch-Orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats untergebracht.

Die kleine Kapelle besitzt Kellergewölbe, die viel größer sind als der Raum der Kapelle selbst. Hier unten herrscht immer die gleiche Temperatur von um die 12 Grad, sommers werden schon mal Veranstaltungen und kleine Konzerte gegeben. Hinter einer Mauer und deutlich gekennzeichnet durch einen Totenschädel liegen Gebeine von mindestens 200 Menschen, die auf dem 1526 geschlossenen Münster-Kirchhof beerdigt waren.

 

 

 

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