Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

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Mein 2017 war: dschungelwild und grün …

… im CostaRica-Urlaub im April:

in und über den Baumwipfeln mitten im Regenwald

🇨🇷 Costa Rica – Tag 13: Zurück nach San José und dann nach Hause … HILFE!! Krokodile!!!

Unser Guide holt und 09:30 nach einem ausgiebigen Frühstück ab und es geht los Richtung San José. Leider fliegen wir heute nachmittag wieder nach Hause. So schnell sind 2 Wochen um … sooooo viel haben wir erlebt!

Auch auf dem Rückweg gibts noch einiges zu sehen. Wir sehen Pelikane, Rote Aras fliegen am Meer entlang … das sind einfach wunderschöne Tiere. Und dann kommt die Brücke über den Tarcoles in der Nähe des gleichnamigen Ortes. Hier hält unser Guide an, es gäbe was zu sehen! Wir laufen also auf die lange Brücke zurück und sehen sage und schreibe 24 Krokodile auf einem Fleck – auf der anderen Seite nochmal 10, manche sicherlich 6 m lang. 

Die liegen einfach faul im flachen Wasser – runterfallen wäre jetzt sicherlich keine Option. 😉 Das muss man einfach gesehen haben. Die Krokodile werden von den Leuten regelmäßig angefüttert und wissen, dass es hin und wieder Hühnchen oder ähnliches gibt. Die beiden Straßenstände am Ende der Brücke leben sicherlich gut von den Touristen, die hier anhalten. Auch wir bestellen einen Smoothie und machen kurz Pause, bevor es auf der Panamericana weitergeht bis nach San José.

Wir haben den Zeitplan unseres Guides wunderbar eingehalten und können unser Mittagessen im La Casona del Maiz in aller Ruhe genießen, bevor er uns zum Airport bringt und wir im mit herzlichem Dank „Pura Vida“ sagen!

„Pura Vida“ rufen sich alle Ticos ständig zu. Es bedeutet so etwas wie „Hakuna Matata“ oder „Genieße das Leben/den Tag“.



Pura Vida, Du schönes, vielfältiges, buntes, fröhliches Costa Rica! Hasta Luego!

🇨🇷 Costa Rica – Tag 12: Letzter Tag im Paradies – Sonne, Meer und Essen in der Fairchild C-123 ☀️🏄🏼🍹🥗🥘

Der letzte Tag hier im Paradies ist angebrochen und wird zum chilligen Strandtag.

Alle springen nochmal in die Wellen des Pazifik 

oder liegen am Strand im Schatten und genießen den weiten Blick auf Meer und Wellen, den sanften Wind und die Wärme. (Von zu Hause bekommen wir Bilder und Filme mit Schnee und Stürmen gemailt.)

Ich gehe noch einmal mit meiner Kamera den langen Strand entlang und beobachte Surfer beim Wellenreiten. Schon ziemlich cool!

 

Ein richtig schöner Entspannungstag, bevor es morgen in Ruhe Richtung Hauptstadt und am späten Nachmittag wieder Richtung Heimat geht. So langsam werden wir alle etwas traurig, dass dieser Urlaub nun zu Ende ist.

Abends wollen wir noch ein letztes mal schlemmen und nehmen ein Taxi ein paar Kilometer den Berg hinauf Richtung Quepos in ein wirklich einmaliges und sehr empfehlenswertes Restaurant. Das El Avion ist in einer ausgemusterten Fairchild C-123 Transportmaschine untergebracht, die in San José ausgeschlachtet, in Einzelteilen hierher gebracht und wieder zusammengebaut wurde. Gleich hinter dem Cockpit, in das man auch hineinklettern kann, ist die Bar. Im Bauch ein Stück Restaraunt und die Küche. Wir sitzen auf der Terrasse – über dem Flugzeugheck und genießen bei Cocktails und leckerem Essen den Blick aufs Meer und den letzten Sonnenuntergang. Es wird ein (feucht-) fröhlicher letzter Abend … nur getrübt vom Kofferpacken.


 

 

🇨🇷 Costa Rica – Tag 11: Im Nationalpark Manuel Antonio – grün-weiß … üppiger Regenwald und weißer Strand 🌴☀️😅🏖

Heute wollen wir den Nationalpark Manuel Antonio erkunden … angeblich hat er neben üppiger Natur den schönsten Strand der Küste zu bieten. Der Eingang zu selbigem liegt von unserer Unterkunft keine 500 m die Straße runter. Aber erstmal springen wir morgens noch weit vor dem Frühstück in aller Frühe in den Pazifik. Man wird sofort wieder zum Kind, wenn sich große Wellen auftürmen und man reinspringen kann. Und das bei 30 Grad Wassertemperatur. Einfach nur herrlich!

Der Nationalpark ist sehr beliebt, das merken wir sofort, weil sich einige große Gruppen von Gästen um einen mit einem Superfernrohr ausgestattetet Guide tummeln und alle paar Meter anhalten, um die in den Bäumen sitzenden Affen, hängenden Faultiere oder von Baum zu Baum hüpfenden und fliegenden bunten Vögel zu beobachten. Wir verzichten hier auf den Guide und wandern unsere eigenen Wege … erstmal einen, der zu einem Wasserfall führt. Es ist unfassbar heiß und feucht. Echt anstrengend, auch wenn die Wege super ausgebaut sind. Am kleinen netten Wasserfall gibt es eine Aussichtsplattform, wir machen eine Pause … aber die Kinder drängeln weiter. Sie wollen an den Strand. Wir auch!

Der im Nationalpark liegende „Manuel Antonio Beach“ ist DER Besuchermagnet! Meiner Meinung nach zu unrecht. Klar ist er weiß, breit, das Wasser ist klar und sauber, das Meer 30 Grad warm, die Palmen am Rand wunderschön – ein Postkartenstrand! … dennoch ist der gleich auf der Landzunge gegenüber liegende, keine 2 Minuten entfernte Strand „Espadilla Sur“ der wesentlich schönere. Er ist mehrere hundert Meter lang, sicherlich 30 Meter breit und wir haben ihn – im Gegensatz zum Besuchermagnet – fast für uns alleine. Und so sieht es hier aus. (Im Nationalpark wird zwar der Zutritt beschränkt – es dürfen nicht mehr als 600 Personen zur gleichen Zeit drin sein – aber die scheinen grade alle am Manuel Antonio Beach zu liegen!)

Wir wechseln also zum „Espadilla Sur“ und machen es uns unter einer schönen Palme gemütlich, springen in die Wellen, und liegen einfach nur im Schatten und beobachten Einsiedlerkrebse beim Umherwandern.

Auch direkt am Strand gibt es ne Menge Tiere, die sich hier wohl fühlen. Bis vor kurzem wurden sie von den Besuchern des Nationalparks regelrecht angefüttert. Nun werden am Eingang die Taschen auf Lebensmittel kontrolliert und Chips oder ähnliches dürfen nicht mit rein. Wir sehen neugierige Affen, Waschbären auf Beutezug, die sogar in den Rucksäcken von Sonnenhungrigen kramen oder flinke Agutis.

 

Am Abend dieses schönen Tages – wir sitzen gerade frisch geduscht bei einem Bierchen auf der Terasse vor unsere Zimmern – besucht uns noch eine Gruppe Affen, die sich übers Dach unserer Unterkunft und entlang des großen Wasserapfelbaumes und einiger Palmen Richtung Stand durch die Bäume hangelt … zu lustig die Bande!

Später – nach dem hier wohl üblichen täglichen Gewitter – gehen wir noch ein wenig in die kleinen Lädchen Andenken „shoppen“ und essen nochmal im Hotelrestaurant … heute einfach eine sehr leckere überdimensional große Pizza und Salat. Morgen ist Chillen angesagt. Unser letzter ganzer Tag am Pazifik und in Costa Rica.

 

🇨🇷 Costa Rica – Tag 10: Auf dem Weg an den an den Pazifik – Teil 2: Sonnenuntergang und Ceviche 🌅🐟🌴☀️

Nach einer Wanderung und Roten Aras im Carara Nationalpark fahren wir nicht sehr lange weiter. In Quepos, kurz vor unserem Zielort Manuel Antonio, machen wir an einem örtlichen Supermarkt Halt und kaufen für daheim ein: Rum natürlich (für den leckeren Drink: GuaroSour, bestehend aus Limettensaft, Crushed Ice und Rum), Guaven-Marmelade aus heimischen und hier verarbeiteten Früchten als kleines Mitbringsel für die, die sich daheim um Briefkasten & Blümchen kümmern und ich nehme noch einen Sack schwarze Bohnen mit, um bald mal eine Plato Tipico zu kochen.

Wir kommen am Nachmittag in Manuel Antonio, das direkt am Pazifischen Ozean liegt an und sehen schon von weitem das wunderschöne Meer und den breiten und ewig langen Sandstrand „Manuel Antonio Beach“. Die kommenden 3 Nächte sind wir im „Cabinas Espadilla“ untergebracht, wirklich sehr zu empfehlen. Die Doppelzimmer mit gut ausgestatteter Küchenzeile, großem Kühlschrank und riesigen Betten sind sehr sauber und gepflegt, genau wie die gesamte Anlage mit Pool.


Das dazugehörige Hotel ist 20 m schräg gegenüber, dort gibt es das Frühstück sowie zwei Pools, ein sehr gutes Restaurant und eine Bar. Die Cabinas liegen fast direkt am Strand. Wir müssen nun aus unserer Zimmertüre raus, 100 m durch den Garten und Angestelltenparkplatz und über die Hauptstraße, schon steht man im heißen weißen Sand. Das Wasser hat um die 30 Grad, ist sauber und klar. Absolutes Südseefeeling!

Wir spazieren am Strand entlang und genießen den ersten und schönsten Sonnenuntergang:


Ausgeruht und geduscht essen wir im Restaurant des Hotels, ich bestelle mit 2 Vorspeisen: superfrische Ceviche (roher in Limettensaft marinierter Fisch mit roten Zwiebeln und Gemüsewürfeln) mit gebackener Kochbanane und eine Salat mit Palmherzen und Shrimps. Einfach nur superfrisch und lecker! Wir werden beim Essen von einem starken Gewitter überrascht, zum Glück sitzen wir im Trockenen, schieben einfach unter der Überdachung den Tisch 2 m weiter in den Raum und hören dem Regen zu. Für den Heimweg vom Restaurant in unsere Zimmer gibts bekommen wir große Regenschirme.

Für den lieben Arno ein Nachtrag. Schau!:


 

🇨🇷 Costa Rica – Tag 10: Auf dem Weg an den Pazifik – Teil 1: Cashewkerne und Rote Aras im Carara Nationalpark

Wir starten nach einem ausgiebigen Frühstück. Michael, unser Guide holt uns ab und schon nach 20 Minuten ändert sch die Gegend schlagartig. Der Blick fällt hinunter auf eine ausgetrocknete hügelige Landschaf, hinter uns alles grün und im feuchten Nebel.

Wir machen einen kurzen Fotohalt und spüren die trockene Hitze. Ganz anders als grade eben noch. Unsere Fahrt führt hinunter und schon bald sehen wir ihn: Den Pazifischen Ozean.

Die Straße windet sich dahin, vorbei an riesigen Guana Caste Bäumen, Costa Ricas Nationalbäumen. So kurz vor der Regenzeit beginnen alle möglichen Bäume nun wieder auszuschlagen, auch wenn es noch gar nicht regnet. Aber bald wird es soweit sein, dann ist das Land der Gauchos wieder sattgrün. Wir fahren entlang abgeernteter Melonen- und Ananasfelder, Ölpalmenplantagen und großer Fabriken, die das Öl der Palmen verarbeiten, Mangoplantagen, Avocadobäumen … In einem kleinen Ort halten wir an einem Cashewbaum an. Wer dachte eigentlich bisher (wie ich), der Cashewkern sei eine Nuss, wächst wie andere Nüsse in einer Schale, wird geknackt und dann verpeist? Weit gefehlt, aufgepasst:

Der Cashewbaum trägt als erstes mal Cashewfrüchte, den sog. Cashewapfel. Aus der Blüte wächst eine kleines nierenartiges Gebilde und daran eine – wenn sie reif ist rot leuchtende – Scheinfrucht, die wir probieren. Sie ist sehr saftig, enthält aber viel Gerbsäure und wird zu Marmelade oder Saft verarbeitet. Der sog. Cashewkern wird nach der Reife des Cashewapfels geernet, geröstet oder erhitzt, da die Schale das giftige Öl Cardol enthält, das beim Erhitzen verschwindet. Dann ist er so, wie wir ihn kennen: ein heller und leckerer Cashewkern, den wir hier auch an Straßenständen kaufen können. Wieder was gelernt!

An einem solchen Straßenstand machen wir eine kurze Rast und lassen uns einen leckeren Drink aus frischen Mangos mixen.

Wir fahren in den Nationalpark Carara, um den Roten Ara zu finden. Hier wäre die Chance gut. Auf gut ausgebauten Wegen wandern wir durch den Nationalpark, finden verschiedenste Pflanzen und Tiere, besonders viele bunte Vögel, laute Kapuzineraffen-Familien und Reptilien. Beeindruckende Ameisenstraßen überall. Gegenüber einer Brücke steht ein riesiger Baum und ganz oben, bestimmt in 40 m Höhe in einer Baumhöhle sitzt er: der Rote Ara. In der Höhle ist das Nest mit seinen Jungen. Ein zweiter fliegt dazu und beide sitzen eine Weile dort am Rand des Nests. So schön!

Besonders fallen mir hier im Carara-Nationalpark die verschiedensten Maserungen der Baumstämme auf, Palmen sind zum Teil mit scharfen Stacheln versehen, um ihre Früchte vor Fraßfeinden zu schützen:

Morgen berichte ich über unsere Ankunft am Pazific in Manuel Antonio – Meer soweit das Auge blicken kann!

🇨🇷 Costa Rica – Tag 9: Ein Tag im Nebelwald – Teil 2 … Butterfly & Hummingbird 😊😊😊

Nach dem riesigen Abenteuer, über den Nebelwald zu fliegen – alleine und nur mit einem Karabiner an einem Stahlseil festgemacht – brauchen wir erstmal eine kleine Stärkung. Es gibt leckeren Cappuccino und hausgemachten Kuchen. Wir genießen unsere kleine Siesta und reden immer wieder über dieses unglaubliche Erlebnis.

Dann besuchen wir das riesige Schmetterlingshaus, über das wir ja auch am letzten Canopy-Seil (hier im Film zu sehen links unten) geflogen sind. Es ist heiß und stickig im Haus. Die Kamera gewöhnt sich erst nach einer halben Stunde an dieses feuchtnasse Klima.

Mal ganz abgesehen davon , dass das evtl. nicht gesund sein kann für die Kamera: Weiß jemand, wie man diesen Vorgang verkürzen kann und dieses Anlaufen der Linse verhindert oder wenigstens verkürzt?

Zwischen hunderten verschiedenen tropischen Pflanzen stehen Futterstationen mit Bananenbrei, Häuschen mit mehreren hundert Schmetterlingspuppen, denen man beim Schlüpfen zuschauen kann, es gibt viele verfressene Raupen und unzählige bunte Schmetterlinge. Ganz oben wohnt einer roter Ara und begrüßt uns lautstark. Schön!

Nun wartet hier oben noch eine Sache auf uns und auch diese ist etwas ganz besonderes: Der Hummingbird Garden. Auf einer kleine Terasse stehen übermannshohe Futterstationen mit herunterhängenden mit Zuckerwasser gefüllten Tränken und rundherum schwirren Dutzende Kolibris. Und tatsächlich ist es ganz einfach, diese auf seiner Hand landen zu lassen. Sie müssen nämlich ihre langen Schnäbel in kleine Löcher stecken um an die Nahrung heranzukommen. Man braucht einfach nur etwas Geduld und seine Hand daneben halten und sie lassen sich kurz darauf nieder, nehmen diese Flugpause gerne an und schlürfen den süßen Saft. Ansonsten schwirren die hier im Nebelwald frei lebenden kunterbunt leuchtenden Kolibris in einem Affenzahn um unsere Köpfe herum, es klingt, als würde ein Hubschrauber vorbeifliegen. So nah war ich diesen wunderschönen Vögel noch nie.

330 Arten gibt es in ganz Nord- und Südamerika, 54 davon in Costa Rica. Die winzigen Vögelchen – der Kolibri ist der kleinste Vogel der Welt – bringen in kleinster Form nur 2 Gramm Körpergewicht auf die Waage, der Riesenkolibri erreicht nur leichte 20 Gramm.

Im Schwirrflug bewegen sie ihre Flügel bis zu 80 mal in der Sekunde und das nicht nur auf und ab sondern in Form einer liegenden Ziffer 8. Das ermöglicht ihnen, in der Luft zu stehen oder auch diese unglaubliche Wendigkeit ähnlich eines Hubschraubers. Das metallisch-bunt schimmernden Gefieder reicht ihnen noch nicht aus und so schmücken sich die Männchen noch mit rot, blau oder grün leuchtenden Kehlfedern. Ihr besonders langer und schmaler Schnabel sieht bei den verschiedenen Arten auch unterschiedlich aus, variiert in Länge und Breite und ist so auf den jeweiligen Blütentyp, von dem sich diese Kolibriart ernährt, angepasst.

Am Abend zurück in der Logde werden bei langen schönen Gesprächen aus einem Cocktail ganz schnell mehrere, wir essen noch eine Keinigkeit im Restaurant der Lodge und legen uns voller schöner Eindrücke in unsere Betten. Morgen nach dem Frühstück gehts heraus aus diesem üppigen Grün und an den Pazific.

🇨🇷 Costa Rica – Tag 9: Ein Tag im Nebelwald – Teil 1 … unter, mitten in und über mächtigen Baumkronen 🌳🌲 … GRÜNER und ABENTEUERLICHER WIRDS NICHT! 

Heute wartet das Abenteuer und wir werden – gut gestärkt vom wunderbaren Frühstück – von einem Bus von SELVATURA abgeholt. Hier im Monteverde gibt es ein paar Unternehmen, mit denen man im Nebelwald unterwegs sein kann, wir haben uns auf Anraten unseres Guides für Selvatura entschieden. Wir fahren hoch hinauf und tief hinein, alles uns herum scheint immer dichter und dunkelgrüner zu werden. Wir beginnen unseren Tag hier oben mit einem ca. 2stündigen Rundwanderweg auf den großen Hängebrücken. Mitten durch den Nebelwand gehen kleine Wege und ab und an kommt eine dieser riesigen, durch Baumkronen oder in schwindelerregender Höhe darüber hinweg führenden wackeligen Hängebrücken. Unser Rundgang beinhaltet die hier vorhandenen 8 Hängebrücken die kürzeste ist 60, die längste 160 m lang.

Es ist unfassbar schön, was man hier schon am Boden sieht. Die riesigen Bäume sind über und über bemoost, Aufsitzerpflanzen, Bromelien und Orchideen wachsen an ihnen, Kletterpflanzen klettern hoch, ganze Lianenvorhänge hängen herunter, Luftwurzeln oder mannshohe Baumfarne überall. Und all das glänzt vom Nebel nass in allen erdenklichen Grüntönen.

Auf den Brücken wird es dann noch viel schöner: Man läuft durch die Baumkronen oder bei vielen Brücken weit drüber hinweg und hat gleich neben oder 50 m unter sich die Kronenblätter der verschiedensten Bäume oder Farne.

Unglaublich schön, auch dem Pärchen Emerald Toucanettes gefällt es hier.

Der dichte feuchte Nebel von heute ganz früh wird während unseres Spaziergangs immer weniger und es wird trockener, genau richtig für unser nächstes Abenteuer. Nix für Weicheier! CANOPY heißt das hier oder ZIPLINE und bedeutet, nur in einen Sitzgurt eingehängt alleine an langen Stahlseilen durch die Baumkronen und darüber hinwegzugleiten … naja gleiten ist „etwas“ untertrieben … schießen, fliegen, düsen würde es auch gut beschreiben. Mann oh Mann bin ich mutig! (Hatte ich erwähnt, dass ich Höhenangst habe und die schon beim Gardinenaufhängen oder Glühbirnenwechseln?!)

Wir werden mit Helm, dicken gepolsterten Lederhandschuhen und Gurtsystem ausgestattet und in einer kleinen Gruppe mit Guides noch etwas höher in den Wald gefahren. Ich habe die kleine Action-Cam dabei, gar kein Problem, es gibt die passenden Helme mit Adapter und so kann Töchterlein alles filmen. Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung gehts los. Eine Stahlleiter hoch in einen Baum (zitterzitter), auf eine kleine Plattform. Einklinken, in den Gurt setzen, Beine über Kreuz, am Gurt festhalten und eine Hand hinten ums Stahlseil, falls man bremsen möchte (Möchte keiner!). Los geht’s!

Unfassbar schnell schießt man an dem Stahlseil entlang. Die Tour beinhaltet 13 Seile, das kürzeste 60 m, zwischendurch welche mit 300 und 650 m und das längste sagenhafte 1.000 m lang. Das fährt man dann zu zweit, der Hintermann hängt mit den Füßen untern den Achseln des Vordermanns. Mir fehlen immer noch die Worte!

Hier zwei Filmchen von unserem wagemutigen Abenteuer. Das werd ich nie vergessen! (Trotzdem werde ich kein Riesenrad fahren! 😉)

Film 1, Canopy überm Nebelwald, 650 m Seil
Film 2, Canopy überm Nebelwald, 1.000 m Seil, 1 Minute, Durchschnittsgeschwindigkeit 60 km/h

🇨🇷 Costa Rica – Tag 8: Ab in den Nebelwald – Taranteln mit orangen Knien, das süßeste Vogelnest der Welt, Riesenbäume und Angeberfrösche

Nach einem wunderbaren Frühstück holt uns einer ortsansässiger Guide ab und fährt mit uns 10 Minuten auf der Schotterpiste weiter in den Wald hinein. Heute wandern wir durch den Nebelwald und versuchen wieder, Tiere zu finden.

Als erstes fallen die wirklich riesigen Bäume auf. Einige sind quer über den Weg umgefallen und da hier niemandem einfallen würden, die aus dem Wald zu ziehen, schnitt man einfach ein Stück heraus, damit man weiterlaufen kann. Der Rest verrottet. Anders als daheim haben die Bäume hier keine Jahresringe. Das liegt daran, dass sie keinen Jahreszeiten ausgesetzt sind. Bei uns steuern Jahreszeiten die Wachstums- und Ruhephasen. In den äquatorialen Regenwäldern herrscht ganzjährig das gleiche Wetter und die Wachstumsbedingungen sind das ganze Jahr über ideal, daher bilden die Bäume keine Jahresringe aus.

Wir würden hier im Wald herumlaufen und vermutlich nicht viel finden. Unser Guide weiß a) wo bestimmte Tiere leben, hat b) ein ganz anderes Auge und Ohr dafür und war c) gestern Nacht unterwegs und hat da einiges gefunden, das er uns zeigen kann. Wir finden am Wegrand ein großes Loch im Hang … okeee, nicht weiter verdächtig. Er stochert mit einem Stöckchen drin und wer lässt sich rauslocken? Die Orange Kneed Tarantula … hier ein kurzes Filmchen. Vipern hängen im Baum, winzige Fröschlein springen über den Weg, ein Aguti schleicht durchs Unterholz, bunte Schmetterlinge fliegen um uns herum, wir finden einige Faultiere und ein zuckersüßes winziges Kolibrinest. Das hätte niemand von uns gesehen. So klein und versteckt und zwei Kolibrikinder drin. Die Eltern schwirren auch herum.


Nach unserer Wanderung werden wir zurückgefahren und weil heute Ostersonntag ist, verstecke ich im Garten der Lodge die mitgebrachten Osternester für die Kinder. Man waren die froh, dass Ostern auch in Costa Rica nicht ausgefallen ist!!! Wir hocken ein wenig beisammen und gönnen uns ein Siesta-Bierchen.

Am späten Nachmittag machen wir uns auf in den Ort, da gibt es ein großes Froschhaus, das wir besuchen wollen. Ein Mitarbeiter führt uns herum, wir sehen allerlei von Franjos Kumpels, einer bunter als der andere. Franjo meint immer, das wären schreckliche Angeber! Die nachtaktiven verstecken sich noch, aber wir kommen nachher wieder, wenns dunkel ist. Erstmal spazieren wir nach Santa Ana und essen bei Amy. Unser Guide empahl uns, unbedingt da mal zu essen. Service und auch das Essen sind ausgezeichnet, es gibt Fajitas, Quesadilla und Burger.

Auf dem Heimweg spazieren wir nochmal in Froschhaus und können nun auch die bunten Red Eyed Tree Frogs sehen. Wunderbare bunte Kerlchen!


In der Logde noch einen Cocktail und ab in die Betten. Morgen gehts tief rein in den Nebenwald, in seine Baumkronen und … drüber hinweg. Das wird ein riesen Abenteuer!

 

 

 

🇨🇷 Costa Rica – Tag 7: Ab in den Nebelwald – und unterwegs Orchideen und Nüsse en masse 🌰🌰🌰

Wir fahren heute in den Nebelwald Monteverde. Wir umrunden dazu zu drei Vierteln den Arenalsee, einen 80 km² großen Stausee am Fuße des Vulkan Arenal. Unterwegs „müssen“ wir hin und wieder anhalten. Einfach nur, um Tukane, die in Bäumen sitzen oder Äffchen, die an Stomleitungen die Straße überqueren zu beobachten oder zu fotografieren. Für eine kleine Stärkung halten wir in der Mittagszeit am Café Macadamia in Cañas in der Region Guanacaste. Mit wunderbarem Blick auf den sonnenbeschienenen Arenalsee 

trinken wir leckeren Cappuccino, dazu gibts Macadamia-Muffins, riesige Schoko-Cookies oder auch leckeren Erdbeerkuchen. Der gestampfte Fußboden des Cafés ist mit einer Schicht Macadamiaschalen übersät. 😊 Über dem Tisch hängt mit üppigen Blüten „Prinzessins Schühchen“, eine Orchidee, auch Tanzende Prinzessin genannt. Eine kleine Oase.

 

Die letzten 20 km in den Nebelwald ist die Straße nur noch eine Schotterpiste und wir brauchen entsprechend lange für diese Fahrt, sehen aber auch hier viel Schönes, z.B. tolle Orchideen, wie die gelb-rote „Spanische Flagge“ genannte Banderita Espanola oder andere riesig blühende strahlend weißen Orchideen der Gattung Sopralia, es gibt Landwirtschaft mit Kuhherden, die hier Unmengen von Platz zum Weiden haben, Kaffee wird angebaut, die Landschaft ähnelt dem Allgäu, ist sanft hügelig und saftig grün.

Wir kommen in Santa Ana an und buchen erstmal für den übernächsten Tag unsere Tour auf den Hängebrücken im Detail. In unserer Reiseplanung haben wir bereits von zu Hause aus eine Hängebrückentour gebucht. Hinzubuchen kann man hier noch jede Menge, z.B. den Besuch in einem Schmetterlingshaus oder MEIN GRÖßTES ABENTEUER EVER! Also tun wir das geschwind, dann fährt uns unser Guide eine Runde durch die kleine Ortschaft und empfielt uns ein paar Restaurants und den Besuch des Froschhauses, bevor er uns zu unserer feinen Unterkunft für die nächsten 3 Nächte, die Monteverde Country Lodge bringt.

 

Das Wetter ist nun gänzlich anders. Wir kommen aus Sonennschein und Hitze über 30 Grad, hier hat es erfrischende 18 Grad und es nieselt. Nein, es nieselt eben nicht! Wir stehen mitten im Nebel, im Nebelwald eben. Genauso fühlt sich Nebelwald an, auch wenn dieser Nebel später noch aufzieht und immer wieder die schönsten Regenbögen erscheinen.

Wir beziehen unsere schönen Zimmer, ruhen uns ein wenig aus, erkunden die Lodge, spazieren später hinunter in die Stadt und essen im „Ristaurant Thomas“, einem netten Lokal mit ausgezeichneter Küche und unglaublich freundlicher Bewirtung durch den Chef des Hauses (Auch der Namensgeber des Restaurants, der knapp 1jährige Sohn der Inhaberin Vanessa und ihres Mannes, will es sich nicht nehmen lassen, uns persönlich zu begrüßen. 👶🏽) Wir essen eine Plato típico mit allem, was dazu gehört und trinken kräftiges Bier, das hier im Nationalpark Monteverde gebraut wird. Höhepunkt unseres Menüs ist aber der empfohlene Nachtisch, ein Kuchen namens „Tres Leches“ (dreimal Milch), ein lockerer Nusskuchen, der mit einer Mischung aus Sahne, Milch und gesüßter Kondesmilch getränkt wird, zum Schluss kommt noch ein guten Schluck Rum und kleine Sahnetupfen drauf. Eine süße Sünde!

Morgen früh gehts mit einem einheimischen Guide zu einer Wanderung in den Nebelwald.

 

 

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