Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

Archiv für die Kategorie ‘Kroatien-Istrien’

Sonniger Abend auf See

… ein schönes und entspanntes Wochenende wünsche ich mit diesem nahenden und gold glänzenden Sonnenuntergang, fotografiert auf einer abendlichen Bootsfahrt auf der Istrischen Adria.

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Emma

Möwenlied 

Die Möwen sehen alle aus,
als ob sie Emma hießen.
Sie tragen einen weißen Flaus
und sind mit Schrot zu schießen.

Ich schieße keine Möwe tot,
Ich laß sie lieber leben –
und füttre sie mit Roggenbrot
und rötlichen Zibeben.

O Mensch, du wirst nie nebenbei
der Möwe Flug erreichen.
Wofern du Emma heißest, sei
zufrieden, ihr zu gleichen.

Christian Morgenstern (1871 – 1914)

… diese „Emma“ saß in Rovinj/Isrien vor der Kirche der Hl. Euphemia und wartete auf etwas Leckeres. 😊

Fundstück der Woche

… gefunden in Rovinj/Istrien
😊

Der Limfjord in Istrien

Nach dem Besuch der kleinen Hafenstadt Rovinj segelt unser Schiff zurück Richtung Porec, wo wir am morgen eingestiegen sind. Auf dem Schiff gibt´s leckeres Seemannsessen: gebratenen Fisch, Salat, Kartoffeln, Brot, dazu Weiß- oder Rotwein oder Alkoholfreies. Auf unserer Tour werden von vielen Möwen begleitet, die das schon ganz genau kennen und wissen, dass für ein schönes Fotomotiv reichlich Brot für sie abfällt.

Nach ca. 20 Minuten kommen wir in den Limfjord, auch Limkanal oder Limbucht genannt, einen Naturschatz der Halbinsel Istrien.

Die ca. 10 km lange Limbucht, bis zu 30 m tief und an ihrer breitestens Stelle 600 m breit,  ist ein Teil des 35 Kilometer langen Limtals, das sich fast bis Zentrum von Istrien erstreckt. An beiden Seiten richten sich bis zur 100 m hohe bewaldete Berge und Felsen auf, was manchmal den Anschein macht, man sei in Norwegen. Hier leben Wildschweine, Füchse, Dachse, Rehe, Habichte und Eulen.

Aufgrund vieler Süßwasserquellen ist das Wasser teilweise brackigen, was für die Pflanzen- und Tierwelt sehr von Vorteil ist, so gibt es im Limfjord Zuchtstätten für Austern, Miesmuscheln und Fische wie Seebarsche und Goldbrassen.

Blick auf Rovinj vom Campanile der Kirche der Hl. Euphemia

Eine wunderschöne Aussicht auf die vielen kleinen Inselchen vor Rovinj, das Meer unter strahlend blauem Himmel und die dicht gedrängten Häuschen der Hafenstadt hat man vom Campanile der Kirche der Hl. Euphemia.

Der Glockenturm ist – wie z.B. der weltberühmte Schiefe Turm von Pisa – nicht wie bei uns üblich direkt an die Kirche gebaut, sondern steht etwas abseits. Für kleines Geld darf man ihn hinaufsteigen und den Blick genießen:

Die Hl. Euphemia – Stadtpatronin von Rovinj

Patronin der Stadt Rovinj ist die um 275 im heute türkischen Calzedona geborene Euphemia, Tochter einer angesehenen Patrzierfamilie. Zur damaligen Zeit – es herrschte Kaiser Diokletian – wurden Christen ihres Glaubens wegen verfolgt, gefangen gehalten und getötet.

Auch die 15jährige wurde von kaiserlichen Soldaten verhaftet, und auf verschiedene Weisen gefoltert, da sie dem Christentum nicht entsagen wollte. Sie wurde am 26.09.304 den Löwen geworfen, die sie zwar töteten, jedoch nicht auffraßen.

Calzedoner Christen bewahrten ihren Körper bis zum Jahr 620 auf, als die Stadt von den Persern erobert wurde. Kaiser Konstantin ließ in Konstantinopel eine prachtvolle Kirche zu ihren Ehren erbauen, wohin auch der Sarkophag mit dem Körper überführt wurde. Nach Machtübernahme der Ikonoklasten, die keine Bildverehrung duldeten, verschwand um 800 der Sarkophag und soll am frühen Morgen des 13.07.800 nach einem großen Gewitter am Ufer von Rovinj angetrieben worden.

Unzählige Einwohner versuchten, den Sarkophag aus dem Wasser zu ziehen, was nicht gelang. Auf Fürbitte zur Heiligen Euphemia schaffte es ein kleinen Junge mit seinen zwei Kühen, den Sarkophag zu bergen.

Durch dieses Wunder begannen Rovinjs Einwohner die Heilige Euphemia als ihre Patronin zu verehren. Der 16. September wird seit dem als Tag der Heiligen Euphemia.

Basilika der Hl. Euphemia Rovinj

Weithin sichtbar auf Rovinj’s höchster Ergebung steht im Herzen des historischen Teils der Stadt die Basilika der Hl. Euphemia. Die dreischiffige barocke Kirche wurde 1736 auf Überresten älterer, frühchristlicher Bauwerke errichtet und hat einen seitlich stehenden nicht mit der Kirche verbundenen Kirchturm – ähnlich dem schiefen Turm von Pisa – den sog. Campanile.

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