Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

Archiv für die Kategorie ‘Fastenwandern’

Fastenwandern Tag 7 ☀️🥾🥾

So wie mich das Allgäu empfangen hat – nämlich sonnig und mit strahlend blauem Himmel – so entlässt es mich und meine MitfasterInnen nach 7 Tagen wieder nach Hause. Adé, du schöner Niedersonthofener See, ich komme bestimmt wieder, denn die beiden Wanderungen auf dem Kuhnigundenweg und durchs Werdensteiner Moos, die wir im Regen mit null Sicht gemacht haben, werde ich diesen Sommer mit meinen Lieben nochmals „nachwandern .. und die Aussicht genießen!

Ich hatte echt Respekt davor, 7 Tage keine feste Nahrung zu mir zu nehmen und da noch einigermaßen die gute Laune zu bewahren. Und es war letztlich soooo einfach. Nicht zu essen ist absolut keine Leistung. Ich finde es allgemein sehr viel „schlimmer“, sich einzuschränken, wenn alles da ist und man jederzeit könnte, wenn man wollte, aber nicht sollte. Hier in der Gruppe, umgeben von der schönen Landschaft, der Ruhe und mit nur Tee und Wasser im Haus, war das alles sehr unproblematisch. Die Zeit ging wie im Flug vorbei und war wirklich in vielerlei Hinsicht lehrreich!

Hier ist er nur, das Objekt der Begierde: der Apfel zum Fastenbrechen. Er war ein Genuss! er wurde in keinen Stückchen Bissen für Bissen lange gekaut und ich kann verraten, dass mir noch kein Apfel so gut geschmeckt hat!

 

Die Woche nach dem Fasten heißt es, sich langsam wieder an gute, gesunde, erstmal vegetarische Kost zu gewöhnen. Gar kein Problem!

Ich habe mein Ziel erreicht und das ohne Hunger, mit viel Bewegung, guter Laune und mein Entschluss steht fest: Das wiederhole ich nächstes Jahr und darauf freue ich mich schon sehr!

Fastenwandern Tag 6 ☀️🥾🥾

Die Sonne lacht vom Himmel und wir sind schon am vorletzten Tag unserer Fastenwanderwoche angekommen.

Nach traumloser Nacht gibt’s eine erfrischende Morgengymnastik mit Tautreten, die üblichen Getränke und den herrlichen Teelöffel Honig.

Unsere heutige Wanderführerin muss aufgrund der Überschwemmungen unsere Wanderstrecke anpassen, die wird aber trotzdem richtig schön. Entlang des Südufers des Niedesonthofener Sees müssen wir immer mal wieder durch Pfützen waten, um den ganzen See können wir leider nicht.

Dafür geht’s einige Höhenmeter durch den Wald und entlang grüner Wiesen mit hübschen Allgäuer Kühen zurück. Die 10 km nach den letzten Tagen so easy geschafft zu haben, ist ein großartiges Gefühl. Ich hätte die Runde jederzeit nochmal gehen können … das sog. Fastenhoch ist da! 😀

Das ist übrigens unsere tägliche nette Wanderbegleiterin Buffy, die bei Wind und Wetter auf uns als ihr Rudel aufgepasst hat:

Mittagsgetränke, Leberwickel und Ruhe schließen sich an. Am Nachmittag laufe ich noch die 3,5 km kurze Runde um den Untersee gemeinsam mit zwei anderen Mitfasterinnen. Wir unterhalten uns nett und so ist die Zeit bis zum Abend auch nochmals mit Bewegung an der frischen Luft in der Sonne gefüllt. Die übliche Brühe schließt sich an und am Abend noch ein sehr ausführlicher Vortrag zum Fastenbrechen und der Zeit danach. Man soll wirklich langsam und bewusst wieder mit dem Essen beginnen, jetzt gleich wieder eine Schweinshaxe wäre ziemlich gefährlich für Magen und Verdauung. Hab‘ ich aber eh nicht vor. 😉 Eine, besser zwei Eingewöhnungswochen mit leichter Kost und „ohne Koffein, Teein, Heroin und Kokain“ 😂 wären sehr wünschenswert, dann blieben auch die verlorenen Kilos weg. Na ich bin gespannt, werde mich dann zu Hause mal auf die Waage begeben.

Mit ganz vielen Informationen geht’s beizeiten ins Bett! Gute Nacht!

Fastenwandern Tag 5 🌦🥾🥾

Schon beim Aufwachen hört man, dass es nur noch wenig regnet. Das Wetter wird wohl heute im Laufe des Tages besser, ab Nachmittag soll sogar die Sonne wieder rauskommen. Wie schön!

Heute Nacht hatte ich meinen „Fastentraum“. Lt. Ankündigung unserer Fastenleiterin kann es während des Fastens zu ziemlich irren Träumen kommen, man verarbeitet möglicherweise Situationen aus dem eigenen Leben; einige Teilnehmer der Gruppe haben da schon ziemlich Ungemütliches berichtet. Ich hoffte, verschont zu bleiben. Letzte Nacht war’s soweit, aber anders als gedacht:

Ich befand mich mit Hunderten Menschen in einem Flughafen und habe aufs Einchecken gewartet. Es dauerte ewig, da packten alle um mich herum Chips, Schokolade und Gummibärchen aus und ich habe hemmungslos zugegriffen … bis mir im Traum einfiel, dass ich doch beim Fasten bin. Ich bin wirklich nassgeschwitzt und mit super schlechtem Gewissen aufgewacht und habe eine ganze Weile gebraucht, bis ich gemerkt habe, dass das nur ein Traum war. 😂😂😂

In der Befindlichkeitsrunde nach Morgengymnastik, Tautreten und Frühstück habe ich davon erzählt und hatte die Lacher auf meiner Seite.

Gewandert wird natürlich auch heute wieder, eine wirklich schöne 6 km lange Runde durch den Wald. Gefährliche Stellen aufgrund des vielen Wassers sind auch dabei, wir meistern dies aber alle prima. Aus winzigen Bächlein sind mittlerweile auch hier reißende Ströme geworden.

Die übliche Routine mit Mittagessen, Leberwickel, ein bisschen Fernsehen und Lesen wird gefolgt von ein paar Runden schwimmen und einem Saunagang. Und da es wirklich endlich wieder trocken und sehr schön geworden ist und sogar die Abendsonne scheint, gehe ich vor dem Abendessen noch eine 3,5 km-Runde um einen der beiden Seen an unserem Landgasthof.

Es tut so gut, dass das Wetter endlich wieder besser wird.

Die übliche Brühe beendet den frühen Abend und nach ein paar netten Gesprächen hab ich mich bald hingelegt, weiter gelesen und diesmal eine traumlose Nacht verbracht.

Fastenwandern Tag 4 ☔️🥾🥾

Es regnet immer noch. Unfassbare Mengen! Überall Überschwemmungen, die Seen, die ich aus dem Fenster sehen kann, sind gewachsen und die Rundwege teilweise überschwemmt.

Nach Frühstück und Befindlichkeitsrunde fällt die Gruppe den Entschluss: Kneifen gilt nicht! Raus mit uns! Ein paar gehen nicht mit, so fahren wir mit 3 Autos zum Werdensteiner Moos und gehen – wenn auch wieder mit Schirmen – einen wirklich schönen und sehr gepflegten Rundweg durch das sehenswerte Hochmoor. Normal sind diese Flächen feucht bis trocken … nach 2 Tagen Starkregen auch hier: unglaublich hohes Wasser, das aber gut durch unterirdische Röhren in die nebenliegenden Felder abgeleitet wird.

Die Wanderung ist wirklich schön, der Regen macht fast gar nichts mehr aus!

Wieder zurück legen wir uns alle erstmal trocken, es folgen wie an den Vortagen Saftschorle und Fake-Tomatensuppe, Leberwickel und viel Entspannung. Buch No. 1 ist schon ausgelesen!

Abends treffen wir uns zur täglichen Brühe. Davor hatte ich zu Hause etwas Bammel, denn ich wusste, dass die Brühe salzlos gekocht wird. Das schmeckt ja dann eher so semilecker! Aber zu meiner Überraschung durfte mit Sojasauce gewürzt werden und schon war´s halb so schlimm … nein, es war sogar richtig gut! Die Brühen wechselten jeden Tag, schmeckten an sich sehr ähnlich und hießen z.B. Zucchini-, Fenchel-, Weißkohl-, Tomaten-, oder Rote-Bete-Brühe. Man durfte sich seine Brühe mit einem halben Teelöffelchen Kräuter dekorieren und sogar einen zweiten Teller als Nachschlag nehmen. 😊

Heute ist wieder Vortragsabend. Eine Heilpraktikerin spricht über Energieflüsse im Körper und das innere ICH … nicht so meins, aber ich habe zugehört und dabei bemerkt, dass es mich gar nicht nervt, solch esoterischen Dingen zu lauschen, ich habe mich dabei entspannt zurücklehnen können.

Ab ins Bett, lesen und schlafen!

Fastenwandern Tag 3 🌧🥾🥾

Gut ausgeschlafen trinke ich erstmal einen Tee … 3 l Tee und Wasser sollen es während der Kur täglich sein, da kann man nicht früh genug anfangen. Dann geht´s zur Gymnastik, ein wenig dehnen und strecken und bewegen ist gar kein Problem und es regt den etwas müden Kreislauf an. Zum Schluss geht´s noch barfuß durch die Wiese – Tautreten. Erfrischt kolossal!

Das Wetter ist schlecht geworden, es regnet in Strömen, was sehr schade ist. Schon während unseres Frühstücks wird eine Alternativstrecke überlegt, ein wenig kürzer als gepant ist die, aber sie hat in der Mitte eine Möglichkeit zum Aufwärmen (es hat nur noch 10 Grad), Trocknen und Teetrinken.

Nach dem Frühstück eine kurze Befindlichkeitsrunde; den einen plagt der Kreislauf, der andere hat Kopfweh. Nichts, was nicht auszuhalten wäre.

Wir fahren mit 4 Autos wenige Kilometer und laufen, gut in Regenkleidung verpackt und mit Schirmen querfeldein den sog. Kuhnigungenweg, einen sicherlich sehr schönen Rundwanderweg zum Bergbauernmuseum Diepolz. Die Aussicht übers Tal auf die Allgäuer Bergwelt ist glaube ich sensationell … wenn es eine gäbe. Leider ist der Himmel grau verhangen und man sieht mal so gar nichts. Egal, Hauptsache bewegt.

Im Bergbauernmuseum können wir uns bei warmem Tee aufwärmen und schauen uns auch ein paar Räumlichkeiten an, in denen früher die Allgäuer Bergbauern lebten.

Zurück geht´s zu Fuß zu den Autos und wieder in unseren Landgasthof, wo nach Trockenlegung unser „Mittagessen“ quasi schon auf uns wartet.

Es gibt ein Glas Bio-Apfelschorle, in dem seit heute morgen ein Teelöffel Flohsamenschalen dümpelt. Diese sind inzwischen so aufgequollen, dass das ganze an Froschlaich erinnert … aber lecker! 👍 Als 2. Gang darf man sich aus einer reichlichen Auswahl feiner Biosäfte einen aussuchen, ein halbes Glas nehmen und das mit Wasser auffüllen. Nach dem fruchtig-süßen Apfelschorle-Froschlaich-Vergnügen entscheide ich mich für Tomatensaft und gieße den mit heißem Wasser auf – erinnert irgendwie an Tomatensuppe, gar nicht schlecht! Dabei bleibe ich die ganze Woche.

Es folgen Leberwickel und Mittagsschläfchen und nachmittags eine lange Runde im Pool mit Gegenstromanlage, eine Sitzung im Dampfbad und eine halbe Stunde in der Infrarotsauna. Da es weiter regnet, gehe ich halt nicht nochmals raus, sondern nach dem Abendmahl – davon morgen mehr – früh mit einem Buch ins Bett. Wer schläft, sündigt nicht! 😉

Achtung WERBUNG wg. Markennennung: Hunger hab ich nicht, in der Gruppe klappt das wirklich gut … Brasilianische Ananas-Zitrone-Tee von Meßmer ist mein neuer Freund! 😉

Fastenwandern Tag 2 ☀️🥾🥾

Ausgeruht geht´s 08:30 zur Wassergymnastik. Es darf künftig gewählt werden zwischen Wasser- und „Trocken“gymnastik, ich bin eher für trocken am Morgen. 😉

10 Uhr gibt´s Frühstück:
1. Gang: Tee (bis 10 Uhr habe ich hier sowieso schon mindestens einen halben Liter getrunken)
2. Gang: ein Glas Wasser mit 2 TL Apfelessig – wer’s erfrischend mag – oder 1/2 TL Basenpulver zur Entsäuerung
3. Gang: ein Glas Wasser mit 1/2 TL Heilerde, aber bitte nur die trübe Brühe, nicht den Bodensatz
4. Gang: ein oder zwei Zitronenschnitzchen, aber nur auslutschen! 😉
5. Gang und mein tägliches Highlight: 1 TL Honig … und der schmeckt täglich besser!

Nach dem Frühstück dann die morgendliche „Befindlichkeitsrunde“, wer hat wie geschlafen, wem tut was weh … Wer nichts dazu sagen möchte, macht´s halt nicht. Alles gut!

Heute wandern wir, das Wetter ist ganz wunderbar:

Mit unserem Wanderführer geht´s um den Mittelsee und den Unterinselsee, alles ganz gemütlich mit Pausen, in denen man viel trinken soll und Bio-Zitronenscheibchen gereicht werden. Das Wetter ist prima, eine richtig schöne Runde, 7,5 km. Die ersten netten Gespräche ergeben sich, man lernt sich kennen, geht aufeinander zu oder hält Abstand … klar bei 19 Leuten, dass einem (mir) nicht jeder sympathisch ist.

Danach gibt´s „Mittagessen“, dazu morgen mehr. Nach dem Mittagessen soll man mit einem Leberwickel ruhen. Die Leber ist unser wichtigstes Entgiftungsorgan und wird durch Ruhe und Wärme bei ihrer Arbeit unterstützt. Also: ein feucht-warmes Tuch auf die Leber, Wärmflasche drauf und ab ins Bett. Natürlich bin ich direkt eingeschlafen … schön wars! 😴

Am Nachmittag gehe ich selbst noch eine kleine Runde, lese und schaue Fernsehen. Alles völlig entspannt! Nach dem „Abendessen“ – dazu andermal mehr – findet ein sehr ausführlicher und interessanter Einführungsvortrag zum Thema Fasten statt. Das war´s für heute. Ein sehr entspannter Tag mit einer schönen Wanderung und ohne Hunger oder Gelüste liegt hinter mir. So kann’s weitergehn!

 

 

Fastenwandern Tag 1 ☀️🥾🥾

Wichtig: Wer dauerhaft Medikamente nimmt, sollte vor einer Fastenkur unbedingt Rücksprache mit seinem Hausarzt nehmen. Meine Ärztin hat mich gut beraten und in meinem Vorhaben bestärkt.

Los geht’s! Eine Woche Fastenwandern im Allgäu.

Schon 2 Tage bevor es zum Fastenwandern ging, hieß es lt. Anleitung: Wenn möglich bitte auf Koffein, Alkohol, Fleisch verzichten, leichte Kost zu sich nehmen und reichlich Tee und Wasser trinken.

Samstag ging’s los, also habe ich bereits am Donnerstag meinen geliebten Kaffee weggelassen, Alkohol trinke ich sowieso nur sehr, sehr selten und Fleisch oder Wurst esse ich seit fast 2 Jahren nur noch max. einmal die Woche. Das war also kein Problem. Ich hatte freitags Kopfschmerzen wie verrückt, hab ein wenig gefroren, sonst ging es mir aber gut.

Mit leichten Frühstück (Obst) im Magen fuhr ich also am Samstag ins Allgäu an den schönen Niedersonthofener See.

Wir wurden alle freundlich von der Fastenleiterin im Landhasthof, der unserer Fastengruppe komplett zur Verfügung stand, begrüßt und konnten erstmal unsere Zimmer beziehen. Meins war eine nette kleine Ferienwohnung mit Küche, Doppelbett und Badezimmer.

Eine Stunde nach Ankunft sollte das Kennenlernen im großen Aufenthaltsraum stattfinden, also erstmal auspacken und umschauen.

Bei der Vorstellungsrunde stellte sich heraus, dass ca. die Hälfte der 19 Teilnehmer das zum ersten Mal machen, die anderen bereits zwischen ein- und 10 Mal dabei sind. Ein gutes Zeichen für den Neuling wie mich, wenn Wiederholer da sind. Wir erfuhren alles wichtige über den Ablauf der kommenden Woche, so z.B. auch, dass alles kann und nichts muss. Geht es jemandem nicht so gut oder will man alleine sein, muss man an nichts teilnehmen. Jeder wie er mag! Will man nicht mitwandern, bleibt man halt da, will man keine Morgengymnastik oder keine Brühe, lässt man es halt! Sehr gut!!!

Wir gingen durchs ganze Haus und lernten die Räume für die Massagen, Sauna und das jederzeit offene Hallenbad kennen.

Highlight des ersten Tages war das gemeinsame „Glaubern“, so nennen die, die das nicht zum ersten Mal machen, das Trinken eines großen Glases Wasser mit Glauber- oder Bittersalz, welches dafür sorgt, den Darm zu entleeren. Hat gewirkt. 😉

Der Rest des Tages war zum Entspannen gedacht. Ich bin noch eine kleine Runde spaziert und habe in dieser Nacht 10 Stunden wie ein Stein geschlafen.

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