Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

Beiträge mit Schlagwort ‘see’

Was steht denn da im See???

Auf den Weg nach Südtirol kann man von Oberschwaben aus über den Fernpass fahren und kommt vorbei am Reschensee. Dieser künstlich angelegte Stausee im Vinschgau ist mit ca. 1 x 7 km Größe der größte See Südtirols und liegt auf knapp 1.500 m. Nach der Errichtung der Staumauer und Flutung gingen hier 1950 der gesamte Ort Graun und Teile des Dorfs Reschen unter. Einzig der Kirchturm von Alt-Graun schaut aus dem Wasser. So sieht das im Sommer aus.

Jetzt ist er noch zugefroren und wir konnten zum Kirchturm laufen. 😉

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🇨🇷 Costa Rica – Tag 4: Ein seltener Gast an der blauen Lagune 🐿

Was gehört dazu, wenn man den Vulkan Poás besucht? Lt. Michael, unserem Guide MUSS man:

  • eine Blick in den Vulkan getan haben – check!
  • zur Lagune Botos wandern – machen wir! und
  • das eher scheue Poás-Eichhörnchen sehen – hoffentlich!

In meinem Beitrag von gestern waren wir ja am Rande des Vulkans und haben gerochen und gesehen, regelrecht gefühlt, wie sich so ein aktiver Vulkan verhält.

Unbedingt anschauen wollen wir die Lagune Botos, einen wunderschönen Kratersee, zuletzt vor 7.500 Jahren aktiv, zu dem man nur kommt, wenn man eine 20minütige, in Teilen ziemlich steile Wanderung durch den feuchten Nebelwand macht. Man merkt beim Wandern schon, dass wir uns 2.700 m über dem Meeresspiegel befinden, es ist ganz schön anstrengend; die kühle und feuchte Luft hier im Nebelwald macht es aber leichter.

Schön ist sie die Lagune Botos. Blau liegt sie vor uns, eingewachsen mit wunderschönen Pflanzen, riesigen Farnen, bunt blühenden Orchideen.

Und da … auf dem Weg durch den unglaublich dichten Nebelwald zurück zum Besucherzentrum, dessen informatives kleines Museum wir uns in Ruhe anschauen, springt es über den Weg: Das grünlich-braune knuffige Poás-Eichhörnchen.

Das kleine Baumhörnchen, auch als mittelamerikanisches Berghörnchen (Syntheosciurus brochus) bekannt, ist nur in Costa Rica und Panama beheimatet. Dort lebt es in Bergregenwäldern in Höhen zwischen 1.900 und 2.600 Metern. Es ist mit 15 bis 18 cm Kopf-Rumpf-Länge echt klein, hinzu kommt ein nochmal ebensolanger buschiger Schwanz. Es ist auf dem Rücken olivbraun – somit wunderbar an die hier durchweg bemoosten Bäume angepasst, sein Bauch ist orangerot bis braun.

Bis in die 1980er Jahre waren nur 4 Exemplare dieser Art bekannt. Mittlerweile breitet sie sich dank der Arbeit von Zoologen glücklicherweise wieder aus. Bei ihrer Tätigkeit entdeckten sie, dass dieses knopfäugige Berghörnchen ein sehr geselliger Zeitgenosse ist. Es lebt als Paar gemeinsam mit den Jungen in einem Baumnest. Diese enge Partnerbindung ist unter Baumhörnchen einmalig.

 

Vom Eise befreit … ein Morgenspaziergang ☀️

Gerade komme ich von einem Morgenspaziergang an unserem Laupheimer Natursee. An einem sonnigen und kalten Wintertag war ich mit Euch schon einmal hier. Der Wind treibt das letzte Eis vor sich her, alles schmilzt, der Frühling ist nicht mehr aufzuhalten. 😊

Ein kurzes, sehenswertes Filmchen findet ihr hier (bitte Ton an!).

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dort her sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlts im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.

Johann Wolfgang von Goethe „Faust“

Korfu – der Korission See und die Dünen am Issos Beach

Wir fahren auf einem engen Sträßchen hinauf in das kleine Bergdorf Chlomos. Von dort hat man – hier ist die Insel sehr schmal – fast bin der gleichen Stelle einen Blick auf die Ost und die Westküste Korfus, im Westen noch zusätzlich auf große Olivenwälder und den Korission See. Der flache See erstreckt sich über etwa 5 km Länge und bis zu 1 km Breite und hat eine Fläche von gut 600 ha.

Die Venezianer ließen während ihrer Herrschaft auf Korfu einen Kanal zum Meer graben, der noch heute den See mit dem Meer verbindet. Damit wurde die zunehmende Versumpfung des Gebiets gestoppt und gleichzeitig die Fischzucht ermöglicht. Der Korission See ist ein Naturschutzgebiet und bekannt für seine Vogelwelt, zahlreiche Enten und Reiher überwintern hier. 

Wir fahren weiter an den Issos Beach. Der 7 km lange bis zu 30 m breite und helle Sandstrand – durch Dünen vom Korission See getrennt – und das glasklare Meer erinnern an die Karibik und wir genießen es, hier zu schwimmen, zu schnorcheln und den Surfern zuzuschaun. 

Toll sind auch die bizarren Dünen. 

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