Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

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Mein 2017 war: meer- und himmelblau …

… im August auf Rügen:

mein Lieblingsfoto 2017

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Wie im Bilderbuch: das Fischerdorf Vitt auf Rügen 😊

Liest man über Vitt nach, findet man als erstes einen Eintrag, in dem es als der romantischste Ort der Insel Rügen bezeichnet und er ist echt eine Augenweide mit seinen reetgedeckten Häuschen und den Fischerbooten im kleinen Hafen mit Blick nach Kap Arkona. 

 

Wir wandern einen ca. halbstündigen schönen Hochuferweg von Kap Arkona hierher und es gefällt uns sehr. Endlich haben wir auch einen Steinstrand gefunden, es ist sonnig und einfach nur schön, am Meerufer zu sitzen. Ich baue ein Steinmännchen 

und mache mich auf die Suche nach Muscheln, Bernstein und Hühnergott. Der Hühnergott – ein vom Meerwasser aufgehöhlter Feuerstein mit Loch bringt Glück – kann man ja immer gebrauchen! … und ich werde fündig!

Wir wollen gar nicht wieder weg, so schön ist´s hier. Dennoch machen wir uns – nach einer deftigen Fischsuppe, die eine Dame in einem Obstgarten unterm Apfelbaum ausschenkt – auf den Weg zurück und laufen eine Stunde immer mit schönem Ausblick auf die Leuchttürme in der Ferne zum Auto zurück. Den Rest des Tages füllen wir noch mit kleinen Souvenirkäufen und leider schon mit dem letzten Abendessen in unserem kleinen Häuschen am Strand.

Morgen gehts wieder Richtung Süden, aber da uns die fast 1.000 km auf einmal zu viel sind, machen wir in Thüringen noch Station und werden dort noch Spannendes und Schönes erleben!

 

 

 

Das Kap Arkona auf Rügen oder „weiter hoch geht´s nicht“ 😊

45 Meter über der Ostsee auf der nordöstlichen Spitze der Halbinsel Wittow liegt auf Kreidefelsen das Kap Arkona. Das wollen wir uns heute anschauen und fahren mit dem Auto bis Putgarten. Dort heißt es: Am Ortseingang parken und weiter zu Fuß oder mit einem elektrisch betriebenen Zügchen. Wir spazieren ein halbes Stündchen durch den hübschen Ort auf Kopfsteinpflaster und Feldwegen vorbei an Schafherden bis zu den Leuchttürmen und sind begeistert. Über den Blick aufs Meer und die blitzeblank geputzten Leuchttürme.


1826/27 errichtete Karl Friedrich Schinkel im Auftrag der preußischen Regierung den eckigen Leuchtturm. Das sog. „Leuchtfeuer“ löste 1902 den Schinkelturm ab. Im 20. Jahrhundert wurde die geographische Lage Kap Arkona als idealer Standort für militärische Einrichtungen genutzt, so baute man 1915 den ersten Bunker auf dem Plateau. 1927 wurde für den Marineseefunk ein Peilturm errichtet. Der zu besichtigende Marineführerbunker ist bis heute Zeugnis der DDR-Geschichte. Nach der Wende wird Kap Arkona zu einem Flächendenkmal, die militärischen Einrichtungen gehören ab sofort der Vergangenheit an. Es ist nur noch von Anliegern befahrbar oder in Ausnahmefällen von Hochzeitspaaren mit Gästen, die dort im Schinkelturm heiraten können, ein Liebesschloss anbringen und eine sog. Hochzeitstafel mit Namen und Hochzeitsdatum platzieren. 

Weiter geht’s morgen nach Vitt, einem kleinen Fischerdorf unweit vom Kap Arkona … absolut sehenswert. 

 

Zu Wasser und per pedes: Kreidefelsen – der Nationalpark Jasmund und der Königstuhl auf Rügen

Heute gehts erstmal nach Sassnitz und dann aufs Schiff. Wir wollen uns die Rügener Kreidefelsen und den berühmten Königstuhl ansehen. Die Seefahrt ist wirklich lustig und die Aussicht phänomenal:

Nach anderthalb Stunden auf dem Schiff entlang der Kreideküste – hier ein kurzes Video – fahren wir mit dem Auto noch ein wenig weiter gen Nordosten zum Nationalparkzentrum Jasmund und wandern zum Königstuhl. Gemütlich geht es durch einen wunderschönen Buchenwald mit einem kleinen verwunschenen See, riesigen Buchen, absterbenden Bäumen und Moorgebieten bis hin zur Victoria-Aussicht, dem schönen Blick auf den Königstuhl:

 

Auf Schloss Ranzow, das auf unserem weiteren Weg liegt, trinken wir Kaffee und genießen die Aussicht. Heute Abend gibts noch DAS Event auf Rügen, das man am besten – sofern man in der Sommersaison hier ist – gar nicht verpassen sollte!

 

 

Strandtag auf Rügen … natürlich mit Franjo 🐸

… natürlich war ich mit! 🐸
Einfach schön ist´s hier – auch wenn der Sand zwischen den (nicht vorhandenen) Zähnen knirscht!

Heute hats bei stahlblauem Himmel satte 26 Grad, der Strand ist breit, es ist nicht viel los und ich kann Johanna dabei zuschauen, wie sie durch die Wellen hüpft

oder den Möwen, die beim geringsten Kekstütengeraschel vorbeikommen und ein Krümelchen abhaben wollen:

Spaß verstehen die Nordlichter hier übrigens absolut! Vor ein paar Tagen war es bei einem Abendspaziergang so gg. 20 Uhr schon etwas kühler geworden und da stand auf dem Schild der Wasserwacht das hier:

Mit dem Rad 🚲 an der Ostküste Rügens entlang ☀️😊

Heute radeln wir erst nach Sellin – an der wunderschönen Seebrücke war ich ja schon ganz früh am Morgen – in meinem gestrigen Beitrag – und dann durch einen langen und unvermutet bergigen Buchenwald 😅 nach Binz, einem mondänen Seebad mit Seebrücke, tollen Häusern und einer hübschen Fußgängerzone. Die Möwen lassen sich gerne füttern und fressen quasi aus der Hand. 

Wir gönnen uns zur Belohnung im Kaffee „Torteneck“ Kuchen und Kaffee … immer wieder bin ich begeistert, wie man im Osten unserer Republik Kuchen backen kann.

Weiter gehts ohne Steigungen nach Prora, eigentlich ein Ortsteil des Seebades Binz, das neben wenig Schönem an sich nur aus aneinandergereihten Hochhausblöcken besteht, erbaut in der Kraft-durch-Freude-Bewegung zwischen 1936 und 1939. Der Komplex sollte 20.000 Menschen gleichzeitig die Möglichkeit bieten, am dort wirklich sehr schönen Sandstrand zu urlauben. Zwischen 1945 und 1949 wurden drei Blöcke zerstört und ab 1950 zur monumentalsten Kasernenanlage der DDR umfunktioniert und damit militärisches Sperrgebiet. Die heute noch vorhandenen 2,5 km langen Blöcke werden seit 2004 zu einer Wohn- und Hotelanlage umgebaut und veräußert. Schön ist anders!

Zurück radeln wir durch lange Felder und grüne Wälder, am Schmachter See machen wir ein Päuschen und füttern mit unseren restlichen mitgenommenen Notfall-Keksen Schwäne, freche Spatzen und jede Menge lustige Möwen. Emmas sind dabei, Wichtigtuer, die sich aufblasen aber auch die Reinkarnation von Michael Jackson 😂.

Wir radeln weiter zurück Richtung Baabe, wo ich mir nach diesem doch recht anstengenden Tag (jaaaaa, Rügen verfügt nicht nur über 0-m-Meeresebene … weit gefehlt!) … ein ausgiebiges Bad im Whirpool und ein prickelndes Kaltgetränk gönne.

… morgens halb 8 ist die Welt noch in Ordnung … auch auf Rügen

… später natürlich auch noch – besonders im Urlaub! ☺️ Aber da sich meine Innere Uhr noch nicht auf Urlaub und Ausschlafen umgestellt hat, bin ich um 7 munter und fahre mit dem Rad Brötchen holen. Im Strandpark, in dem auch unser Häuschen steht, gibts einen kleinen Laden, der jeden Morgen frische Brötchen in reicher Auswahl und einige andere Kleinigkeiten anbietet. Und wenn ich schon mal mit dem Rad unterwegs bin … und wenn alle noch schlafen … und wenn wir heute wirklich so gar keine Eile haben … warum dann nicht: Ich radle nach Sellin – das ist nur einen Ort weiter. Ich radle am Meer entlang und genieße den Morgen. Und da ist sie:

Die Seebrücke Sellin. Wunderschön! Und kaum jemand da!

Die erste 508 m lange Selliner Seebrücke wurde 1906 gebaut und verfügte genau wie heute bereits über ein Restaurant am Brückenkopf. Sie hat eine bewegte Geschichte hinter sich: brannte ab, wurde von Eisschollen zerstört, wurde mehrfach wieder aufgebaut, erneut durch schweren Eisgang zerstört, das Brückekopfgebäude lange als Tanzlokal genutzt, dann allerdings bis in die 70er Jahren stark vernachlässigt und schließlich 1978 abgerissen. Ab 1992 wurde sie nach historischem Vorbild wieder aufgebaut und schließlich 1998 offiziell eröffnet. Die mit 394 m längste Seebrücke auf Rügen beherbergt ein Restaurant und verfügt über 2 Schiffsanleger … und einen blitzblank geputzten Strand links und rechts. 

87 Stufen führen die steile Treppe, die sog. Himmels- oder Engelsleiter hinunter an Strand und auf den Steg. Wer schlecht zu Fuß ist, kann mit einem Aufzug fahren. Am Ende des Steges befindet sich seit 2008 eine Tauchgondel.

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