Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

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🇨🇷 Costa Rica – Tag 9: Ein Tag im Nebelwald – Teil 2 … Butterfly & Hummingbird 😊😊😊

Nach dem riesigen Abenteuer, über den Nebelwald zu fliegen – alleine und nur mit einem Karabiner an einem Stahlseil festgemacht – brauchen wir erstmal eine kleine Stärkung. Es gibt leckeren Cappuccino und hausgemachten Kuchen. Wir genießen unsere kleine Siesta und reden immer wieder über dieses unglaubliche Erlebnis.

Dann besuchen wir das riesige Schmetterlingshaus, über das wir ja auch am letzten Canopy-Seil (hier im Film zu sehen links unten) geflogen sind. Es ist heiß und stickig im Haus. Die Kamera gewöhnt sich erst nach einer halben Stunde an dieses feuchtnasse Klima.

Mal ganz abgesehen davon , dass das evtl. nicht gesund sein kann für die Kamera: Weiß jemand, wie man diesen Vorgang verkürzen kann und dieses Anlaufen der Linse verhindert oder wenigstens verkürzt?

Zwischen hunderten verschiedenen tropischen Pflanzen stehen Futterstationen mit Bananenbrei, Häuschen mit mehreren hundert Schmetterlingspuppen, denen man beim Schlüpfen zuschauen kann, es gibt viele verfressene Raupen und unzählige bunte Schmetterlinge. Ganz oben wohnt einer roter Ara und begrüßt uns lautstark. Schön!

Nun wartet hier oben noch eine Sache auf uns und auch diese ist etwas ganz besonderes: Der Hummingbird Garden. Auf einer kleine Terasse stehen übermannshohe Futterstationen mit herunterhängenden mit Zuckerwasser gefüllten Tränken und rundherum schwirren Dutzende Kolibris. Und tatsächlich ist es ganz einfach, diese auf seiner Hand landen zu lassen. Sie müssen nämlich ihre langen Schnäbel in kleine Löcher stecken um an die Nahrung heranzukommen. Man braucht einfach nur etwas Geduld und seine Hand daneben halten und sie lassen sich kurz darauf nieder, nehmen diese Flugpause gerne an und schlürfen den süßen Saft. Ansonsten schwirren die hier im Nebelwald frei lebenden kunterbunt leuchtenden Kolibris in einem Affenzahn um unsere Köpfe herum, es klingt, als würde ein Hubschrauber vorbeifliegen. So nah war ich diesen wunderschönen Vögel noch nie.

330 Arten gibt es in ganz Nord- und Südamerika, 54 davon in Costa Rica. Die winzigen Vögelchen – der Kolibri ist der kleinste Vogel der Welt – bringen in kleinster Form nur 2 Gramm Körpergewicht auf die Waage, der Riesenkolibri erreicht nur leichte 20 Gramm.

Im Schwirrflug bewegen sie ihre Flügel bis zu 80 mal in der Sekunde und das nicht nur auf und ab sondern in Form einer liegenden Ziffer 8. Das ermöglicht ihnen, in der Luft zu stehen oder auch diese unglaubliche Wendigkeit ähnlich eines Hubschraubers. Das metallisch-bunt schimmernden Gefieder reicht ihnen noch nicht aus und so schmücken sich die Männchen noch mit rot, blau oder grün leuchtenden Kehlfedern. Ihr besonders langer und schmaler Schnabel sieht bei den verschiedenen Arten auch unterschiedlich aus, variiert in Länge und Breite und ist so auf den jeweiligen Blütentyp, von dem sich diese Kolibriart ernährt, angepasst.

Am Abend zurück in der Logde werden bei langen schönen Gesprächen aus einem Cocktail ganz schnell mehrere, wir essen noch eine Keinigkeit im Restaurant der Lodge und legen uns voller schöner Eindrücke in unsere Betten. Morgen nach dem Frühstück gehts heraus aus diesem üppigen Grün und an den Pazific.

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🇨🇷 Costa Rica – Tag 8: Ab in den Nebelwald – Taranteln mit orangen Knien, das süßeste Vogelnest der Welt, Riesenbäume und Angeberfrösche

Nach einem wunderbaren Frühstück holt uns einer ortsansässiger Guide ab und fährt mit uns 10 Minuten auf der Schotterpiste weiter in den Wald hinein. Heute wandern wir durch den Nebelwald und versuchen wieder, Tiere zu finden.

Als erstes fallen die wirklich riesigen Bäume auf. Einige sind quer über den Weg umgefallen und da hier niemandem einfallen würden, die aus dem Wald zu ziehen, schnitt man einfach ein Stück heraus, damit man weiterlaufen kann. Der Rest verrottet. Anders als daheim haben die Bäume hier keine Jahresringe. Das liegt daran, dass sie keinen Jahreszeiten ausgesetzt sind. Bei uns steuern Jahreszeiten die Wachstums- und Ruhephasen. In den äquatorialen Regenwäldern herrscht ganzjährig das gleiche Wetter und die Wachstumsbedingungen sind das ganze Jahr über ideal, daher bilden die Bäume keine Jahresringe aus.

Wir würden hier im Wald herumlaufen und vermutlich nicht viel finden. Unser Guide weiß a) wo bestimmte Tiere leben, hat b) ein ganz anderes Auge und Ohr dafür und war c) gestern Nacht unterwegs und hat da einiges gefunden, das er uns zeigen kann. Wir finden am Wegrand ein großes Loch im Hang … okeee, nicht weiter verdächtig. Er stochert mit einem Stöckchen drin und wer lässt sich rauslocken? Die Orange Kneed Tarantula … hier ein kurzes Filmchen. Vipern hängen im Baum, winzige Fröschlein springen über den Weg, ein Aguti schleicht durchs Unterholz, bunte Schmetterlinge fliegen um uns herum, wir finden einige Faultiere und ein zuckersüßes winziges Kolibrinest. Das hätte niemand von uns gesehen. So klein und versteckt und zwei Kolibrikinder drin. Die Eltern schwirren auch herum.


Nach unserer Wanderung werden wir zurückgefahren und weil heute Ostersonntag ist, verstecke ich im Garten der Lodge die mitgebrachten Osternester für die Kinder. Man waren die froh, dass Ostern auch in Costa Rica nicht ausgefallen ist!!! Wir hocken ein wenig beisammen und gönnen uns ein Siesta-Bierchen.

Am späten Nachmittag machen wir uns auf in den Ort, da gibt es ein großes Froschhaus, das wir besuchen wollen. Ein Mitarbeiter führt uns herum, wir sehen allerlei von Franjos Kumpels, einer bunter als der andere. Franjo meint immer, das wären schreckliche Angeber! Die nachtaktiven verstecken sich noch, aber wir kommen nachher wieder, wenns dunkel ist. Erstmal spazieren wir nach Santa Ana und essen bei Amy. Unser Guide empahl uns, unbedingt da mal zu essen. Service und auch das Essen sind ausgezeichnet, es gibt Fajitas, Quesadilla und Burger.

Auf dem Heimweg spazieren wir nochmal in Froschhaus und können nun auch die bunten Red Eyed Tree Frogs sehen. Wunderbare bunte Kerlchen!


In der Logde noch einen Cocktail und ab in die Betten. Morgen gehts tief rein in den Nebenwald, in seine Baumkronen und … drüber hinweg. Das wird ein riesen Abenteuer!

 

 

 

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