Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

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La Palma – 🍌 Alles Banane! 🍌 … und manches auch Rum 

80 % der landwirtschaftlichen Erträge zieht La Palma aus dem Anbau der Banane. Die kleine, sehr schmackhafte kumme Gelbe werden wir hier bei uns allerdings wohl nie zu essen bekommen. Der Anbau der La Palma-Banane auf den steilen Hängen und wenig terrassierten kleinen Feldern ist sehr beschwerlich und nur durch Handarbeit zu erledigen. Sie kann daher preislich der größeren und um einiges weiter her kommenden Banane aus Mittelamerika leider nicht das Wasser reichen. Geschmacklich ohne weiteres!

Wie wächst so eine Banane? Wie auf dem Foto zu sehen, schauen 3 Pflanzen aus dem Boden. Rechts eine alte, halb abgeschlagene, schon braune, mittig die, die gerade die Staude bilden kann und links eine kleine junge Pflanze. Nennen wir sie mal Oma, Mutter und Tochter. Oma hat 7-9 Monate gebraucht, um eine Staude Bananen zu produzieren. Dabei musste ihr der Mensch mehrfach helfen: Nachdem sie bestäubt sind und Früchte gebildet haben, müssen alle weiblichen Blüten (der braune Ansatz am Ende jeder Banane) per Hand abgeschnitten werden. Fällt nur eine weibliche Blüte in die Staude hinein, würde diese alles zum Verfaulen bringen. Da der Boden zu mager ist, wird natürlich wieder per Hand Mist in die kleinen Felder eingebracht. Die männliche, dunkelviolette Blüte am Ende der Staude wird erst abgeschlagen, wenn alle Pflanzen des Feldes bestäubt sind. Natürlich auch wieder per Hand. Die Stauden müssen mit langen Holz- oder Metallgabeln gestützt werden, sie würden sonst wegen des hohen Eigengewichts oder auch bei Sturm abbrechen. Während die Staude an Oma reift, wächst deren Tochter, unsere Mutter also, aus dem Boden. Ist Oma abgeerntet, wird sie zur Hälfte abgeschlagen und die Mutter produziert die nächste Staude … 7-9 Monate, Blüten abschneiden, die Staude bei Bedarf gegen Sonnenbrand in blaue Tüten einpacken, Mist einbringen, die männliche Blüte abhacken, Staude stützen … usw. Töchterlein wächst nun aus dem Boden und der Kreislauf beginnt von vorne. So geht das ca. 10-12 Generationen lang, bis die Pflanze erschöpft ist und keine Stauden mehr ausbildet. Eine Staude trägt bei der Ernte zwischen 150 und 300 Bananen und wiegt ca. 50 – 60 kg. Bis zur Ernte waren für 1 kg Bananen zwischen 800 und 1.000 l Wasser nötig.

Und jetzt verrate ich noch ein Geheimnis. Nämlich die Antwort auf die Frage „Warum ist die Banane krumm?“ Wie auf dem Foto links unten zu sehen, haben die kleinen Bananen an ihren äußeren Enden noch die weiblichen Blüten, welche bald von den Arbeitern per Hand abgeschlagen werden. Da diese Blüten an der kleinen Banane zum Licht streben, biegt sich die Banane nach oben. Und genau dabei wird sie krumm. So einfach ist das! 😉

Auf La Palma wird noch immer Zuckerrohr angebaut. Auf dem Bauermarkt in Tazacorte oder auch in der Markthalle von Santa Cruz haben wir den frisch ausgepressten Saft pur oder mit frischen Maracujas genossen und uns auch durch ein paar Sorten Rum in der Destileria Ron Aldea probiert. 😊

La Palma – Los Tilos … ab in den Dschungel! 🌿

La Palma liegt nur ca. 450 km westlich der afrikanischen Küste auf der gleichen Breite wie Zentralalgerien oder z.B. Kairo. Eigentlich müsste es afrikanisch heiß sein. Dank Kanarenstrom und Passatwind, der sehr beständig weht und die Feuchtigkeit des Meeres auf die Insel bringt, ist es aber frühlingshaft und feucht. Die vom Passat gebrachten Wolken bleiben an den hohen Bergen hängen, kondensieren und bringen somit reichlich Wasser für Pflanzen und Grundwasser. Dieses Klima ist – zumindest im Norden und Nordosten ideal für die Bildung großer ausgedehnter Wälder.

Wir fahren nach Los Tilos in den kühlen Lorbeerwald. Ministräßchen furchen sich durch tiefe Schluchten, vorbei an der größten Bogenbrücke Spaniens, der 355 langen Puente de Los Tilos hinein in den Urwald. Angekommen wandern wir durch stilles und üppiges Grün. Farne sind hier so groß wie Menschen, Lianen hängen von riesigen Bäumen, Flechten und Moose hangeln sich wie Feenhaar herunter. 3 m hohe Kanaren-Stechäpfel oder auch die hübsche Kanaren-Glockenblume stehen unter den riesigen Lorbeerbäume, die schon vor Millionen Jahren die Erde besiedelten und die Los Tilos schützenswert und 1983 zum UNESCO-Biosphärenreservat machten.


Heute ist die gesamte Insel La Palma als Biosphärenreservat anerkannt und geschützt.
 

🌴 La Palma – La Isla Bonita … die Perle der Kanaren 🌴

La Palma, vollständig „La Isla de San Miguel de La Palma“, ist die nordwestlichste Insel der Kanaren. Klimatisch ist hier immer Frühling oder Sommer, was wir, die wir gerne in der kalten Jahreszeit nochmals ins Warme flüchten, sehr genießen. Den Jahreswechsel 2016/17 verbrachten wir bei milden Temperaturen um die 23 Grad, viel Sonne, guter Meeresluft und Wind auf der wilden Schönheit und sie machte ihrem Namen alle Ehre.

Warum La Palma? Fuerteventura, Lanzarote, und Teneriffa kennen wir bereits, La Palma wurde uns schon mehrfach empfohlen und so wollten wir sie kennenlernen, die Isla Bonita, die „schöne Insel“, wie die Canarios sie nennen. Sie ist die feuchteste und damit auch bewachsenste Insel der Kanaren. Dichte urwaldartige Wälder bedecken sie, die Küste ragt steil aus dem Meer, ist voller Buchten und von Lavaströmen zerteilt. Intakte Natur und landschaftliche Kontraste werden Naturfreunde begeistern: Ganz La Palma ist UNESCO-Biosphärenreservat. Nur 45 km lang und knapp 30 km breit meint man, sie schnell erkundet, „erfahren“ zu haben, aber weit gefehlt! Nur äußerst selten fährt man mal mehrere hundert Meter geradeaus. Es heißt immer: sich hinauf- oder hinabschlängeln und das an teilweise atemberaubenden Abhängen entlang.

Von 0 m am Meer geht es durch 5 Vegetationszonen, durch Lorbeerdschungel und riesige Kiefernwälder bis über die Baumgrenze hinauf auf 2.426 m auf den Roche de Los Muchachos mit unglaublichem Blick auf den Caldera de Taburiente, einen vulkanischen Einsturzkrater mit knapp 10 km Durchmesser.

Wer pure Natur liebt und dieser mit Respekt begegnet, dem wird La Palma uneingeschränkt gefallen. Wir waren begeistert!

In den nächsten Tagen reise ich mit meinen Fotos nochmal hin und nehm euch mit! Heute ein Blick auf eine der unzähligen Buchten La Palmas bei San Andrés y Sauces im Nordwesten der Insel. Gut zu erkennen, wie sich die Lava ihren Weg ins Meer gebahnt hat.  

 

Sonntagslächeln am letzten Urlaubstag 😎


Noch sind wir im Warmen und ich schicke ein Sonntagslächeln von meinem gesternabendlichen Dessert. 

In ein paar Stunden gibt’s 28 Grad Temperaturunterschied … und Schneeschippen ist angesagt. 😁 

Einen schönen Sonntag!!! ☀️

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