Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

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Mirador de las Peñitas

Der Aussichtspunkt Mirador de Las Peñitas in Betancuria zeigt einen wunderbaren Ausblick auf eine Oase mitten in der bergigen Wüstenlandschaft. Ein unterirdischer Fluss unter der Schlucht Barranco de Las Peñitas tritt hier an die Oberfläche und bildet einen kleinen See, bewachsen von endemischen Pflanzen.

Ein toller Ausblick hinunter zum Meer.

Fuerteventura – Insel aus Vulkangestein

Entstanden ist Fuerteventura, weil vor ca. 22 Mio. Jahren hier Vulkane ausbrachen. Die damals noch mit Fuerteventura verbundene Insel Lanzarote spaltete sich vor ca. 16 Mio. Jahren durch weitere Vulkanausbrüche im Nordwesten ab. Und auch wenn die letzten Eruptionen mehrere tausend Jahr her sind, kann man über die gesamte Insel bis ans Meer und die schönen Strände viele verschiedene Formen Vulkangesteins finden. An der Costa Calma im Südosten der Insel, bekannt für breite und lange helle Sandstrände (wir hätten 9 km am Sandstrand laufen können) konnte wir über das ab und an ins Meer hineinwachsende Vulkangestein von sandfarben über ocker, rot, braun, schwarzweiß bis ins tiefe schwarz gehend, herumklettern:

Insel des starken Windes

Fuerteventura leitet sich ab von „fuerte“ = stark und „viento“ = Wind und tatsächlich windet es fast immer, aber tut es das nicht überall am Meer gerne???

Wir waren in den letzten 10 Jahren bereit 3 mal dort, zweimal im Herbst mit wunderbar sommerlichen Temperaturen und warmem Meer und einmal über Silvester. Mit Temperaturen zwischen 20 und 24 Grad und Wassertemperaturen um 18 Grad – nur für Mutige, für die anderen gibt es beheizte Hotelpools 😉 – wirklich wunderschön, um dem oberschwäbischen Nebelgrau zu entfliehen und etwas Sonne zu tanken.

Unser Hotel an der Costa Calma erwartet uns mit diesem Ausblick von der riesigen Terrasse unserer Suite:

Franjo grüßt aus Fuerteventura 🐸

Unser Familien-Frosch Franjo ist über Silvester ans Meer gereist und war mit uns im frühlingswarmen Fuerteventura. Ihm und uns hat es (wieder, wir waren nun zum 4. mal da) suuuuper gefallen – wir haben Wärme, Licht, Meeresrauschen, blauen Himmel und Sonne sehr genossen. In den nächsten Tagen gibt es hier einen kleinen Reisebericht von der Kanareninsel.

Weitere Abenteuer von Franjo findet ihr hier.

🌺🐟🍋 La Palma – buntes und duftendes Markttreiben 🍋🐟🌺

Der – wie man uns sagt – bunteste und schönste Markt La Palmas ist der Mercadillo del Agricultor in Puntagorda im Nordwesten der Insel. Er ist wirklich nett – viele Einheimische verkaufen dort selbstgemachten Käse, Gemüse aus dem Garten, tolle Kuchen, pressen frisch aus Zuckerrohr leckeren erfrischenden Saft, ein paar „Althippies“ bieten Kunsthandwerk feil. Unsere Mitbringsel für Freunde, Oma und die liebe Haussitterin erwerben wir auch hier: leckeren Honig von der Insel und Meersalz aus den Salinen in Teneguia im Süden La Palmas.

Besonders schön ist aber auch die Aussicht von den Aussichtsplattformen mit Glasboden über die grüne zerklüftete Landschaft hinunter zum Meer.

Die Markthalle in Santa Cruz de La Palma besuchen wir an einem anderen Tag und freuen uns noch einmal über die bunten Farben, prächtigen frischen Fische und durftenden Frühlingsblumen.

 

Santa Cruz de La Palma – die bunte Hauptstadt am Meer


Im Osten La Palmas – zwischen Küste und den bewaldeten Berghängen liegt die hübsche Stadt Santa Cruz de La Palma, Hauptstadt der Insel. Der Altstadtkern ist kunsthistorisches Baudenkmal, nicht zu Unrecht! Wunderhübsche Gässchen mit kleinen Palästen aber viel mehr alten bunten Häuschen im  kanarischen und kolonialen Stil, viele mit den typischen kunstvoll verzierten Holzbalkonen findet man hier. Das begehrteste Fotoobjekt ist jedoch nicht etwa die originalgetreue Replik von Christoph Columbus Flaggschiff Santa Maria auf der Palza de la Almeda, mit der er 1492 in die Neue Welt aufbrach und die ein Schiffsmuseum beherbergt oder Santa Cruz Kirche, die Iglesia de El Salvador, sondern die hübschen Balkonhäuser an der Avenida Maritima, der Küstenstraße der Hauptstadt.

Entlang der Straße finden sich viele Häuser mit sehenswerten Balkonen. Die sechs prachtvollsten, sind die sogenannten Casas de Los Balcones, die es eigentlich in dieser Form hätte bie geben dürfen. 

Ein Gesetz von König Felipe aus dem Jahr 1585 verbot Aussenbalkone, da sie „für die Ästhetik der spanischen Städte nicht tragbar seien“. Santa Cruz´ damaliger Bürgermeister ignorierte dieses Gesetz, weswegen die hübschen Balkonhäuser doch entstanden.

Die nach arabischem Vorbild aus dem Holz der heimischen Kanarischen Kiefer gebauten Balkone waren nicht wie heute zum Entspannen oder Sonnen gedacht, sie dienten als Vorratsraum und tatsächlich auch als Toilette (links mit Schiebefenster). Zur Zeit ihrer Erbauung lagen die Balkone übrigens an der Rückseite der Häuser, damals gab es die Küstenstraße noch nicht. Heute beherbergen die Häuser Geschäfte und Lokale.

Hier noch ein paar weiter hübsche Ansichten dieses schönen Städtchens:


 

Sonntagslächeln – Los Mascerones 


Heute lächelt die Zwergen-Skulptur „Enano Danzarín“ vom Platz vor der Nachbildung des Flaggschiffs Columbus‘, der Santa Maria in Santa Cruz de La Palma uns unser Sonntagslächeln. 

Er und ein Haufen anderer Zwerge und Figuren tanzen alle fünf Jahre auf La Palmas größtem Fest, der Bajada de la Virgen, dem Fest der Heiligen Jungfrau vom Schnee. Anlass dieser Tradition war eine Dürre im Jahr 1676, während derer die Statue der Heiligen Jungfrau vom Schnee (Virgen de las Nieves) von ihrem Platz drei Kilometer von Santa Cruz entfernt in einer feierlichen Prozession mit Priestern und Bischöfen in die Kirche San Salvador in der Hauptstadt heruntergetragen wurde. Als das Wunder geschah und die Jungfrau tatsächlich für Regen, ja sogar Schnee gesorgt hatte und somit die Feuer erloschen, beschloss man, Zeremonie und Fest alle fünf Jahre zu wiederholen. Die Jungfrau hielt und hält auch noch heute nach Ansicht vieler gläubiger Palmeros bei Vulkanausbrüchen und Unwettern immer wieder ihre schützende Hand über La Palma.

Die Festbräuche zur Bajada erweiterten sich immer mehr, so dauert sie mittlerweile wochenlang. Ein wichtiger Teil des Festes ist die „Semana Grande“, die am zweiten Julisonntag beginnt. Mascarones, kostspielige Pappmascheefiguren mit Riesenköpfen, die Lokalpolitiker und Persönlich­keiten oder Märchenfiguren darstellen, präsentieren sich und tanzen am Mittwoch der „großen Woche“ in Kostümen des 18. Jahrhunderts. Am Donnerstag wird der berühmte Zwergentanz „Danza de los Enanos“ als der Höhepunkt der Bajada dargeboten. Die Darsteller unter ihren riesigen Kopf- und Hutmasken und in winzigen Beinkleidern sollen die Illusion vermitteln, es handle sich um Zwerge. Mit oberhalb der Knie zusammen gebundenen Beinen tanzen sie wie Marionetten die ganze Nacht hindurch Polka. An der Plaza de la Alameda endet der Tanz, hier steht auch das Denkmal vom Foto. 

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