Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

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Tag 5 unserer AIDA-Kreuzfahrt „Perlen am Mittelmeer“ – Im Hafen von Livorno

Nach einem eindrucksvollen gestrigen Tag in Rom mit Vatikan und Petersdom und einem wunderschönen Abendessen, ein wenig Unterhaltung bei der abendlichen Show mit leckerem Cocktail haben wir wie die Murmeltiere geschlafen, um dann morgens von diesem Anblick geweckt zu werden:

Herz, was brauchst Du Meer mehr?!

Heute geht´s nach Florenz, in die Haupstadt der Toskana und auf dem Rückweg machen wir noch einen kurzen Abstecher zum Schiefen Turm in Pisa.

Tag 4 unserer AIDA-Kreuzfahrt „Perlen am Mittelmeer“ – Rom – Im Petersdom – sooo viel zu bestaunen!

Es gibt so endlos viel zu bestaunen im Petersdom. Man muss aufpassen, dass man nicht ständig mit offenem Mund herumläuft. 😳 Hier eine der vielen Kuppeln, da ein 5 m hohes bronzenes oder marmornes kunstvoll gestaltetes Standbild, Engel über Engel, wunderschöne Holzarbeiten, Gold und Silber, Kapellen und Altäre, kunstvolle Säulen, das Grab des 2005 verstorbenen Papstes Johannes Paul II., die Statue des Heiligen Petrus, der wir natürlich auch über den gold glänzenden Fuß gestrichen haben – das heißt, wir kommen wieder! Einfach unglaublich und unglaublich schön!

Hierzu fällt mir ein Spruch aus dem Kirchenführer der Wallfahrtskirche Steinhausen – ganz in meiner Nähe gelegen und „Schönste Dorfkirche der Welt“ genannt – ein, der wieder einmal zu 100 % passt:

Wenn du glaubst, bete;
wenn du nicht glaubst, bewundere;
wenn du gebildet bist, zeige Ehrfurcht!

(aus: Kleiner Kunstführer Nr. 203, Verlag Schnell & Steiner GmbH Regensburg)

Tag 4 unserer AIDA-Kreuzfahrt „Perlen am Mittelmeer“ – Rom – Im Petersdom – der Fußboden

Der Fußboden des Petersdoms ist ein Meisterwerk für sich: Kostbarer farbiger Marmor aus verschiedenen Regionen der Welt wurde hier zu einer in der Welt einzigartigen geometrischen Intarsienarbeit zusammengefügt.

Um die Länge des Petersdomes mit 211 m zu verdeutlichen, sind am Fußboden des Hauptschiffes Markierungen angebracht, die die inneren Längen von 31 großen, an verschiedenen Orten der Welt stehenden Kirchen wiedergeben, so z. B. Westminster Abbey (162 m – übrigens genau so lang wie das Ulmer Münster) oder der Kölner Dom (157 m). 

Tag 4 unserer AIDA-Kreuzfahrt „Perlen am Mittelmeer“ – Rom – Im Petersdom – die Hauptkuppel

119 m misst die innere Höhe der großen Kuppel des Petersdoms. Man kann – leider fehlte uns hier die Zeit – auch hinauf und sogar ganz oben hinaus aufs Dach. Nächstes Mal! 😁

Im inneren Kuppelfries steht in 2 m hohen Buchstaben das Zitat aus dem Matthäus-Evangelium: „Tu es Petrus et super hanc petram aedificabo ecclesiam meam et tibi dabo claves regni caelorum„: “ Du bist Petrus und auf diesem Felsen werde ich meine Kirche bauen und Dir werde ich die Schlüssel zum Himmelreich geben.“

Michelangelo Buonarroti, der auch die Sixtinische Kapelle schuf, wurde von Papst Paolo III Farnese mit dem Bau der Kuppel betraut, als er schon 70 Jahre alt war. Er baute ein 5 m hohes Modell, damit auch nach seinem Tod alles in seinem Sinne fertiggestellt werden konnte. Seiner Meinung nach war die Kuppel das wahre Symbol der Basilika und das Wahrzeichen der Christenheit. Und tatsächlich verstarb Michelangelo, bevor die Kuppel fertiggestellt war, was danach noch weitere 20 Jahre dauerte, 800 Arbeiter, 100.000 Balken, ganze Stämme, 1500 Seile, über 1000 Steigeisen sowie Millionen von Ziegeln brauchte. Das Resultat ist eine 14.000 Tonnen schwere Kuppel, die 1593 mit Kanonendonner und Glockenläuten eingeweiht wurde.

Wenn ich alles Große genau betrachte, so sehe ich,
dass es aus lauter Kleinigkeiten zusammengesetzt ist.
Und wenn ich ganz genau hinsehe, erkenne ich,
dass es so etwas wie eine Kleinigkeit gar nicht gibt.

Michelangelo (1775 – 15649)

Tag 4 unserer AIDA-Kreuzfahrt „Perlen am Mittelmeer“ – Rom – Im Petersdom – Der Heilige Geist

Heute möchte ich von unserer Pfingstkreuzfahrt durchs Mittelmeer weiter berichten. Hier könnt ihr nochmal nachlesen, was bisher geschah. Zuletzt sind wir in den Petersdom eingetreten und haben den Päpstlichen Hochaltar bestaunt.

Heute schauen wir hinter den Päpstlichen Hochaltar.

Dort finden wir die Cathedra Petri, ein riesiges barockes Kunstwerk mit einem Thron im Zentrum. Über dem Thron öffnet sich der Himmel und in der Mitte – umgeben von einem großen Chor vergoldeter Engel aus Stuck und Bronze – erscheint eine Taube im Strahlenkranz – das Symbol des Heiligen Geistes. Die sicherlich fast jedem bekannte Glasmalerei liegt in einem ovalen, weiß-gelblichen Fenster aus Alabaster.

Tag 4 unserer AIDA-Kreuzfahrt „Perlen am Mittelmeer“ – Rom – Im Petersdom – Der Päpstliche Hochaltar

Genau an der Stelle, an der der päpstliche Hochaltar steht, soll 67 n.Chr. der Heilige Petrus nach seiner Kreuzigung beerdigt worden sein. Christen, die den Leichnam hier begruben, kennzeichneten die Stelle mit einem Ziegeldach und obwohl hier damals noch keine Kirche stand, wurde der Platz bereits im Frühchristentum zum Wallfahrtsort.

Um das Jahr 550 entstand hier die erste und bereits gewaltig große Peterskirche, die über 1000 Jahre lang das Zentrum der Christenheit war.

Um 1623 gab Papst Urban VIII. den Baldachin über dem Petrusgrab bei Gian Lorenzo Bernini in Auftrag gegeben. Für die unglaublich große benötigte Bronzemenge wurden Bronzetafeln des Säulengangs des römischen Pantheon eingeschmolzen. Der 1633 fertiggestellte Hochaltar ist die beeindruckendste Bronzeskulptur Roms und mit über 28 m Höhe so hoch wie ein 9stöckiges Gebäude.

Tag 4 unserer AIDA-Kreuzfahrt „Perlen am Mittelmeer“ – Rom – Im Petersdom – Das Hauptschiff

Wären wir im Heiligen Jahr, das nur alle 25 Jahre stattfindet (außer der amtierende Papst beschließt etwas anderes, wie Papst Franziskus, der 2015 zum außerordentlichen Heiligen Jahr erklärte), würden wir durch die Heilige Pforte in den Petersdom eintreten. Dem Gläubigen bedeutet das viel, denn in einem Brief aus dem Jahre 1400 heißt es: „Wer dreimal durch diese Pforte schreitet, dem werden die Schuld und Sündenstrafen nachgelassen. Es ist ein Wunder, das die Menschen erleben.“

Nun ist sie bis zum Jahr 2040 zugemauert und mit dieser wunderschönen riesigen Bronzetür versehen … egal, gehen wir halt 3 m weiter links in den Petersdom. 😉

Vor uns liegt das Hauptschiff mit  98 m Länge, 27 m Breite und 45 m Höhe. Unser Blick geht natürlich nach oben, entlang reich verzierter Säulen zu goldenen Kuppelbögen. Doch bleiben wir erstmal sprichwörtlich „auf dem Boden“:

Der Petersdom gehört zu den größten Sakralbauten der Welt. Da jedoch für die Bemessung der Größe eines Gebäudes nicht zwingend die gleichen Maßstäbe angewendet werden – manchmal ist´s die Höhe des Gebäudes, manchmal die Größe der überbauten Fläche oder das Volumen -, steht er nicht zwingend immer an erster Stelle.  Markierungen im Fußboden des Hauptschiffs weisen für einen Vergleich mit anderen Gotteshäusern deren Längenmaße aus, so dass nach dieser Art und Weise der Petersdom die Reihe anführt. Wir finden hier Verweise unter anderem auf St. Paul’s Cathedral in London, der Kölner Dom oder die Kathedrale von Florenz.

Tag 4 unserer AIDA-Kreuzfahrt „Perlen am Mittelmeer“ – Rom – Der Petersdom

Der Petersdom ist die größte katholische Kirche der Welt. Ein paar Zahlen:

Baujahre: 1506 – 1626

218 m Länge einschließlich der Eingangstore, 187 m ohne

134 m Höhe

20.000 m² Fläche

5schiffig mit Platz für 20.000 Gläubige

11 Kuppeln

44 Altare

11 Kappellen

778 immense Säulen

395 Statuen

unzählige Meisterwerken

das Hauptschiff ist 98 m lang, 27 m breit und bis zu 45 m hoch

Der berühmte Mittelbalkon des Petersdoms ist die sog. Benediktionsloggia.Von hier aus erteilt der Papst zu besonderen Anlässen den apostolischem Segen „Urbi et orbi“. Auf dem Balkon erfolgt nach einer erfolgreichen Papstwahl die Proklamation des neuen Papstes und dessen erster öffentlicher Auftritt, den Millionen Menschen auf der ganzen Welt gespannt verfolgen.

Ein wirklich erhebendes Gefühl, hier zu stehen und gleich hinein zu gehen.

Tag 4 unserer AIDA-Kreuzfahrt „Perlen am Mittelmeer“ – Rom – Der Petersplatz

Der Petersplatz – Piazza San Pietro – ein 340 x 240 Meter großer elliptischer Platz wurde 1656 bis 1667 im Auftrag von Papst Alexander VII. nach Plänen von Gian Lorenzo Bernini vor dem Petersdom angelegt. Er wird von Säulengängen, sog. Kolonnaden umrahmt, welche aus 284 je 15 m hohen dorischen Säulen bestehen. Auf der Brüstung stehen 144 über 3 m hohe Heiligenstatuen. Die Kolonnaden sollen die Gläubigen „umarmen“. Die Rückseite der Kolonaden ist gleichzeitig die Grenze zwischen Vatikanstadt und Italien.

In der Mitte des Petersplatzes steht der Obelisk Vaticano. Der ägyptische Obelisk aus dem 13. Jh. v. Chr. ist 25 Meter hoch und nicht beschriftet. Links und rechts des Obelisken stehen zwei – von Maderno und Bernini entworfene – Brunnen. Der Petersdom liegt im Süden des Platzes erlässt man den Petersplatz nach Norden, gelangt man zur Engelsburg.

Der Petersplatz ist wirklich unglaublich beeindruckend; man hat ein ganz besonderes Gefühl, wenn man darüber geht und dort steht … und wie ich erst bei der Bildauswahl für diesen Beitrag bemerkt habe, ist er so gewaltig, dass er auf keinem meiner Panoramafotos ganz drauf ist. Egal, gibts halt noch ein wirklich wichtiges Detailsfoto 😉:

Tag 4 unserer AIDA-Kreuzfahrt „Perlen am Mittelmeer“ – Rom – SFERA CON SFERA im Innenhof der Vatikanischen Museen

Die Vatikanischen Museen sind immer wieder durch kleine oder auch gigantisch große Innenhöfe, wie den Cortile de la Pigna, den Hof der Pinien, verbunden. Hier steht mittig und unübersehbar zwischen zahlreichen Skulpturen eine 4 m große, kunstvoll gestaltete goldene Kugel.

Der italienische Bildhauer Arnaldo Pomodoro schuf die Skulptur „Sfera con Sfera“ oder „Welt in der Welt“ 1990 und schenkte sie dem Vatikan. Die äußere der beiden Kugeln rotiert langsam gegen den Uhrzeigersinn um die innere. Sehr beeindruckend!

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