Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

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(Mildes) Sonntagslächeln

Man muss alles im gesellschaftlichen Geschehen wie im Privatleben nehmen:
ruhig, großzügig und mit einem milden Lächeln.

Rosa Luxemburg (1870 – 1919)

Die Damen aus Bozen und ich wünschen eine schönen Sonntag!

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Bozen ist absolut eine Reise wert!

Wer nach Südtirol kommt, sollte die Landeshauptstadt Bozen nicht verpassen … und wer hier ist, sollte einiges Sehenswerte nicht verpassen! Allem voran das in der Museumstraße 3 gelegene Südtiroler Archäologiemuseum mit der Mumie des 5.200 Jahre alten Ötzi. Das Museum erklärt lebhaft, wie er gefunden wurde, immer wieder mit neuester wissenschaftlicher Technik untersucht und so in sein Leben geschaut wird und: das Museum macht richtig Spaß!

Gleich linkerhand vom Museum kann man über die Talferbrücke gehen, den Ausblick auf die bergige Südtiroler Landschaft genießen und das am anderen Ende der Brücke gelegene über 20 m hohe marmorne Siegesdenkmal betrachten.

Nicht zu übersehen: Der ursprünglich aus dem 12. Jh. stammende Dom Maria Himmelfahrt direkt am Waltherplatz, Stadtpfarrkirche und Bischofskirche der Diözese Bozen-Brixen mit seinen bunten Biberschwanz-Dachziegeln. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Natürlich darf bei einem Städtebesuch auch ein anständiger Wochenmarkt nicht fehlen. Der täglich geöffnete Obstmarkt auf dem Obstplatz ist ideal, um an kleinen Ständen frisches Obst und Gemüse, Fisch und besten Käse und Schinken zu probieren und zu kaufen.

Auf einen kleine Apero einkehren sollte man direkt ums Eck in Cobos Fischbänken in der Dr.-Streiter-Gasse, um frisch gestärkt durch den halbrunden Durchgang des Zallingerturms weiter netten Geschäften, hier Lauben genannt, entgegen zu flanieren.

Eine bunte Stadt voller Leben!

Der Kreuzgang im Franziskerkloster zu Bozen

Jeder, der Bozen besucht, wird auch den Dom, die Propsteikirche Maria Himmelfahrt, anschauen. Gleich neben dem Waltherplatz gelegen,kommt man auch gar nicht an ihm vorbei, ohne sein bunt gekacheltes Dach zu bestaunen.

Es lohnt sich aber unbedingt, den Weg in die kleine Franziskanergasse zu machen, denn dort steht das Convento dei Francescani, das Franziskanerkloster mit der Franziskanerkirche und einem unglaublich schönen Kreuzgang. Wertvolle Fresken zurückgehend bis ins 13. Jh. sind hier zu finden.

Die Bozner erzählende stolz Legende, dass der Heilige Franziskus als Kind mit seinem Vater Pietro Bernardone, einem Tuchhändler, auf einer Geschäftsreise nach Bozen auf den Tuchmarkt gekommen sei und während dieses Aufenthalts soll der kleine Franziskus in einer Kapelle des Klosters bei einer Messe ministriert und die Glocke geläutet.

Besonders bedeutend sind die kleeblattförmigen Deckenbögen des Kreuzgangs und mehrere Fresken aus der Zeit um 1320, die Giotto zugeschrieben werden, welcher auch Baumeister des Doms zu Florenz war.

Lecker Essen in Bozen – COBOs Fischbänke

Bunt ist’s auf den Fischbänken … und lecker!

Cobo, mit bürgerlichem Namen Rino Zullo, Italiener aus Verona, Weltenbummler und Inhaber der „Fischbänke“ bedient hier selbst mit stoischer Gelassenheit, egal wie es hier summt und brummt. Die „Fischbänke“ sind genau das, wonach sie benannt sind: Die Freiluftkneipe besteht aus den marmornen Tischen, auf denen früher der Fisch gehandelt wurde und kleinen Tischchen unter bunten Sonnenschirmen. Es gibt Bruschetta, Salate, gemischte Platten mit Mozzarella, Bresaola und Salami, dazu Weißwein oder Aperol. Es ist laut und gemütlich. Hier – unter lauter Bozenern, und das ist ja immer ein gutes Zeichen, wenn Einheimische das Lokal gerne frequentierten – kann man sich echt wohlfühlen!

Meine Empfehlung: die Fischbänke in der Dr.-Streiter-Gasse

Ötzi in Bozen

Wenn man schon mal in Bozen ist, muss man unbedingt ins Südtiroler Archäologiemuseum mit der Ötzi-Ausstellung. Auf drei Etagen sind in der Museumstrasse 3 die Originalfunde um den Mann aus dem Eis ausgestellt. Hier liegt er auch hinter Panzerglas in einer Klimakammer bei konstant -7 Grad Celsius und 99 % Luftfeuchte, wird immer von einem feinen Wassernebel besprüht und streng von Kameras überwacht. Im Klinikum Bozen gibt es übrigens für den Fall, dass es im Museum brennt oder sonst etwas geschieht, das eine Evakuierung der Mumie notwendig macht, eine immer bereitstehende genauso temperierte Kammer und einen strengen Evakuierungsplan.

1991 hatten zwei deutsche Wanderer die mehr als 5.200 Jahre alte Mumie im Gletschereis in den Alpen im Grenzgebiet zwischen Österreich und Italien entdeckt. Nach langem Streit, wem die Mumie denn gehöre, liegt sie nun bereits seit 20 Jahren, in denen sie über 5 Millionen Besucher gesehen haben, hier. Es werden informative Filme zu Fund, Transport und Untersuchungen gezeigt, viele der Gegenstände, die er bei sich hatte und auch die Nachbildung, wie er wohl ausgesehen haben mag. Man weiß unglaublich viel über ihn. So kennt man z.B. seine letzte Mahlzeit, seine Reise-Apotheke, Krankheiten, an denen er litt und die Umstände seines Todes (Schädel-Hirn-Trauma aufgrund stumpfer Gewalt oder Sturz). Und immer noch findet man durch modernste wissenschaftliche Untersuchungen – sein Alter wurde mit der C14-Methode durch Labore in Zürich und Oxford herausgefunden – vieles über ihn und sein Leben heraus, so z.B. erst kürzlich, dass Ötzi laktoseintolerant war.

Er lebte zwischen 3.350 und 3.100 v.Chr.!

Franjo reist … nach Bozen 🐸

Im Frühjahr 2018 hat meine Familie ja einige Tage Südtirol besucht und ich war selbstverständlich auch dabei. Wir wohnten in Meran und sie haben mich auf schönen Ausflügen und Wanderungen z.B. auf Waalwegen oder hoch hinauf zum Knottnkino getragen. Wer mag, kann in der Kategorie „Südtirol“ einiges erfahren.

Städtebesuche gehören natürlich dazu und so waren wir auch in Bozen. Hier bin ich auf dem in der historischen Altstadt gelegenen Waltherplatz. Hier steht auf einem Denkmal der berühmte mittelalterliche Dichter und Minnesänger Walther von der Vogelweide. Man nimmt an, dass der um 1170 geborene Dichter hier in Bozen zur Welt kam, was aber nicht belegt ist. Die Bozener stellten ihm dennoch dieses Denkmal auf. Was man hat, hat man! ☺️

Ötzi haben wir auch besucht. Ziemlich COOL ❄️! Den zeig ich euch morgen!

Tag 5 unserer AIDA-Kreuzfahrt „Perlen am Mittelmeer“ – die Piazza de Miracoli in Pisa

Auf dem Rückweg von einem schönen Tag in Florenz mit dem Florentiner Dom, der berühmten Brücke Ponte Vecchio, viel Kultur und Geschichte und natürlich einem leckeren Gelato fuhren wir noch auf einen Sprung nach Pisa, um dessen Wahrzeichen zu sehen: Den schiefen Turm.

Aber von vorn: Betritt man die Piazza de Miracoli, den Platz der Wunder, steht da als erstes ein gigantisches strahlend weißes rundes und reich verziertes Gebäude: das Baptisterium. 1152 wurde mit dem Bau dieser weltweit größte Taufkirche der christlichen Geschichte mit 54 m Höhe und einen Umfang von 107 m begonnen. Nach mehreren Baupausen schloss man 1394 die offene Mitte der alten Kegelkuppel mit einem kleinen Gewölbe.

An das Baptisterium schließt sich der Dom Santa Maria Assunta, die Kathedrale von Pisa an. Sie ist Hauptkirche und Sitz des Erzbischofs, jedoch nicht als Basilika geweiht. 1063 wurde auf dem weichen Sandschwemmboden vor der Stadtmauer Pisas mit dem Bau des Doms begonnen. Auch dies dauerte wieder bis ins 14. Jahrhundert, so dass man überall an und in der Kirche Baustiele vieler Epochen, so der Romanik, der Gotik oder der Renaissance findet.

Hinter dem Dom steht der wohl berühmtestes Glockenturm der Welt: Der Schiefe Turm von Pisa. Er ist 56 Meter hoch und hat 8 Etagen. 1173 wurde mit seinem Bau begonnen und bereits ab der 3. Etage bemerkte man jedoch die seitliche Neigung. Auf dem lehmig-sandigem Boden neigt sich der Turm um 4 Grad, man entschloss sich jedoch, ihn weiterzubauen und begann die nächsten Etagen in einem anderen Winkel aufzubauen, so dass er im Lot blieb udn nicht umfallen konnte. 1350 waren die Arbeiten an dem 14.500 Tonnen schweren Turm abgeschlossen.

Der Schiefe Turm ist DAS WAHRZEICHEN der Stadt Pisa. Ohne ihn kämen wohl auch keine Touristen mehr in die Stadt … zum Schaunen, zum Staunen und natürlich:

zum Fotos machen! Prädikat: absolut sehenswert! 

(Wie wir am Abend von Mitreisenden erfuhren, die ihren Tag in Pisa verbracht haben, hat die Stadt außer den auf der Piazza de Miracoli stehenden weltberühmten Bauwerken nicht mehr wirklich viel Sehenswertes zu bieten.)

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