Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

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Korfu – Sissi und das Achilleion

Das Achilleion ist ein Palast auf Korfu bei Gastouri, ca. 7 km südlich der Inselhauptstadt herrlich auf einer Anhöhe mit Bombenausblick gelegen. Kaiserin Elisabeth (Sissi) ließ es zwischen 1890 und 1892 im Pompejischen Stil mit jeder Menge griechischen Statuen und Darstellungen aus der griechischen Mythologie nach Plänen des italienischen Architekts Raffaele Carito erbauen. Sie weilte schon vorher oft auf Korfu, genoss das Klima und ausgedehnte Spaziergänge oder Ausritte am Stand. Sie nannte den Palast „Achilleion“ zu Ehren des homerischen Helden Achilles, dessen Kraft und Schönheit sie bewunderte. Eine 11 m hohe Bronzestatue des Achilles im schönen Garten des Palasts blickt auf Land und Meer.

Sissi besuchte Korfu und das Achilleion in den kommenden sechs Jahren oft – der Kaiser, für den im Palast mehrere Räume gestaltet waren, war nie dort. Jedoch wurde Sissi auch hier nicht glücklich. Mit den Worten: „Unsere Träume sind immer schöner, wenn wir sie nicht verwirklichen.“, empfahl sie ihrem Mann, es zu verkaufen. Dieser jedoch lehnte ab und so ging das Achilleion nach Sissis Ermordung durch den italienischen Anarchisten Luigi Lucheni im Jahr 1898 in Genf an ihre Tochter Gisela.

1907 verkauften Sissis Erben das Achilleion an Wilhelm II., Kaiser von Deutschland und König von Preußen. Es wurde zum Zentrum der europäischen Diplomatie. Während des 1. Weltkrieges war das Achilleion Militärkrankenhaus für die französischen und serbischen Armeen. Nach dem Ende des 1. Weltkrieges und der Niederlage Deutschlands wurde der Palast durch den Versailler Vertrag Eigentum des griechischen Staates. Zwischen 1919 und 1939 wurden verschiedenen Institutionen untergebracht, zwischen 1941 und 1944 war es Hauptquartier der Besatzungsmächte und nach Ende des 2. Weltkrieges ging er an die Griechischen Tourismusorganisation EOT. 1994 fand im Achilleion der EU-Gipfel statt. 

Heute ist es Museum und kann auch für private oder öffentliche Veranstaltungen gemietet werden.

Man sieht viel Kunst, Gemälde, Statuen, Büsten der von Sissi so geliebten Dichter und Denker Homer, Shakespeare und Heine, riesige Spiegel, Möbel aus Sissis und Kaiser Wilhelms Zeiten, wunderschöne Wandfresken und eine hübsche kleine Kapelle. Besonders beeindruckend waren für mich die reich geschmückten Treppenaufgänge mit den kunstvoll gearbeiteten schmiedeeisernen Geländern. 

 

 

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