Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

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🇨🇷 Costa Rica – Tag 9: Ein Tag im Nebelwald – Teil 1 … unter, mitten in und über mächtigen Baumkronen 🌳🌲 … GRÜNER und ABENTEUERLICHER WIRDS NICHT! 

Heute wartet das Abenteuer und wir werden – gut gestärkt vom wunderbaren Frühstück – von einem Bus von SELVATURA abgeholt. Hier im Monteverde gibt es ein paar Unternehmen, mit denen man im Nebelwald unterwegs sein kann, wir haben uns auf Anraten unseres Guides für Selvatura entschieden. Wir fahren hoch hinauf und tief hinein, alles uns herum scheint immer dichter und dunkelgrüner zu werden. Wir beginnen unseren Tag hier oben mit einem ca. 2stündigen Rundwanderweg auf den großen Hängebrücken. Mitten durch den Nebelwand gehen kleine Wege und ab und an kommt eine dieser riesigen, durch Baumkronen oder in schwindelerregender Höhe darüber hinweg führenden wackeligen Hängebrücken. Unser Rundgang beinhaltet die hier vorhandenen 8 Hängebrücken die kürzeste ist 60, die längste 160 m lang.

Es ist unfassbar schön, was man hier schon am Boden sieht. Die riesigen Bäume sind über und über bemoost, Aufsitzerpflanzen, Bromelien und Orchideen wachsen an ihnen, Kletterpflanzen klettern hoch, ganze Lianenvorhänge hängen herunter, Luftwurzeln oder mannshohe Baumfarne überall. Und all das glänzt vom Nebel nass in allen erdenklichen Grüntönen.

Auf den Brücken wird es dann noch viel schöner: Man läuft durch die Baumkronen oder bei vielen Brücken weit drüber hinweg und hat gleich neben oder 50 m unter sich die Kronenblätter der verschiedensten Bäume oder Farne.

Unglaublich schön, auch dem Pärchen Emerald Toucanettes gefällt es hier.

Der dichte feuchte Nebel von heute ganz früh wird während unseres Spaziergangs immer weniger und es wird trockener, genau richtig für unser nächstes Abenteuer. Nix für Weicheier! CANOPY heißt das hier oder ZIPLINE und bedeutet, nur in einen Sitzgurt eingehängt alleine an langen Stahlseilen durch die Baumkronen und darüber hinwegzugleiten … naja gleiten ist „etwas“ untertrieben … schießen, fliegen, düsen würde es auch gut beschreiben. Mann oh Mann bin ich mutig! (Hatte ich erwähnt, dass ich Höhenangst habe und die schon beim Gardinenaufhängen oder Glühbirnenwechseln?!)

Wir werden mit Helm, dicken gepolsterten Lederhandschuhen und Gurtsystem ausgestattet und in einer kleinen Gruppe mit Guides noch etwas höher in den Wald gefahren. Ich habe die kleine Action-Cam dabei, gar kein Problem, es gibt die passenden Helme mit Adapter und so kann Töchterlein alles filmen. Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung gehts los. Eine Stahlleiter hoch in einen Baum (zitterzitter), auf eine kleine Plattform. Einklinken, in den Gurt setzen, Beine über Kreuz, am Gurt festhalten und eine Hand hinten ums Stahlseil, falls man bremsen möchte (Möchte keiner!). Los geht’s!

Unfassbar schnell schießt man an dem Stahlseil entlang. Die Tour beinhaltet 13 Seile, das kürzeste 60 m, zwischendurch welche mit 300 und 650 m und das längste sagenhafte 1.000 m lang. Das fährt man dann zu zweit, der Hintermann hängt mit den Füßen untern den Achseln des Vordermanns. Mir fehlen immer noch die Worte!

Hier zwei Filmchen von unserem wagemutigen Abenteuer. Das werd ich nie vergessen! (Trotzdem werde ich kein Riesenrad fahren! 😉)

Film 1, Canopy überm Nebelwald, 650 m Seil
Film 2, Canopy überm Nebelwald, 1.000 m Seil, 1 Minute, Durchschnittsgeschwindigkeit 60 km/h

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