Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

Beiträge mit Schlagwort ‘allgäu’

Fundstück der Woche in der Breitachklamm

Im tiefen Flußlauf der Breitach liegt ein abgestürztes Felsstück, auf dem Moose angewachsen sind. Aus einem Samen ist dieser schöne Nadelbaum auf dem Felsbrocken gewachsen und steht dort – seiner Größe nach zu urteilen – schon mehrere Jahrzehnte … und er ist schon nicht mehr alleine auf seinem Felsen. ☺️

Was die Natur so alles kann! 👍🏼

Auf Stegen durch die Breitachklamm

Auf sicher ausgebauten Wegen und Stegen gehts durch die Klamm. Das – wegen des wenigen Wassers diesen Sommer lächerlich wenig Wasser führende – Flüsschen schießt dennoch mit uriger Kraft durch die Engstellen und rauscht ohrenbetäubend.

Kaum vorstellbar: An einer der kleinen Brücken über die Schlucht ist ein Schild angebracht, auf dem beschrieben ist, dass der Wasserstand, der momentan geschätzte 10 – 12 m unter uns liegt, tatsächlich bis 6,60 über uns gemessen wurde. 😳

Am Anfang der Breitachklamm

Anfangs gehen wir einen gemütlichen Weg durch den Herbstwald. Die Breitach, ein Zusammenfluss mehrerer kleiner Gebirgsbäche und später linker Quellfluss der Iller und damit Donauzufluss, fließt hier noch gemütlich dahin. Wir genießen den bunten Herbst und die Natur um uns herum.

Schon wenig später kann man die Naturgewalt gut erkennen: Beeindruckende Strudellöcher und kreisrund ausgewaschene Jahrtausende alte Felsen werden vom Wasser durchspült:

Der Eingang zur Breitachklamm

Vom Fischen kommend Richtung Tiefenbach ist die Breitachklamm schon sehr frühzeitig gut ausgeschildert. Man parkt ganz nahe des Eingangs zur Klamm neben einem Ausflugslokal. Nach dem Kassengebäude (4 €/Erw. / 1,50 €/Kind) mit kleinem Infopunkt zur Entstehung spaziert man ein paar hundert Meter die Breitach entlang durch den Wald bis man zum eigentlichen Eingang, einem rostigen Metalltor im Felsen, gelangt.

Darüber das Porträt von Johann Baptist Schiebel, dem Erschließer der Klamm. 1871 im Landkreis Kempten geboren und ab 1901 Pfarrer in Tiefenbach war der naturverbundene und sehr beliebte Pfarrer derjenige, der es in Angriff nahm, Geldgeber suchte, mit ihnen gegen viele Widerstände eine Genossenschaft zur Erschließung der Klamm gründete und unter waghalsigen Bedingungen 1904 damit begann, die Klamm für Besucher zugänglich zu machen. Im Juni 1905 – nur 11 Monate nach der ersten Sprengung – konnten die ersten Besucher die wie er sie nannte „Göttliche Schöpfung“ besuchen. Dieses Jahr waren wir drei von über 300.000 Besuchern, die sommers wie winters die Breitachklamm durchwandern und die Kraft der Natur bestaunen.

Franjo reist … in die Breitachklamm 🐸

Ausflugstag ins Allgäu und ICH, Frosch Franjo, darf mit! 🐸 Das Wetter spielte nach dem kurzen Wintereinbruch am vorletzten Wochenende auch mit und so ging’s in die Nähe von Oberstdorf zur Breitachklamm. Waaaaaaahnsinn 🤪👍, wie da die kleine Breitach durch übelst tiefe Felsenschluchten schießt. Hier im Hintergrund Hochvogel, Höfats und Großer Krottenkopf mit über 2.650 m.

Ich finds immer toll, unterwegs zu sein … im Allgäu oder sonst irgendwo. 😊
Morgen gibts mehr von der Breitachklamm, der tiefsten Felsenschlucht Mitteleuropas.

Holareidolijö!
Euer Franjo 🐸

Füssen – hübsche Fassaden und noch viel mehr

Hört man Füssen, denkt man ans Allgäu und an Schloß Neuschwanstein, das nur wenig entfernt liegt und ein wunderbares Ausflugsziel ist.

Auch die kleine Stadt im Allgäu, gelegen zwischen hohen Bergen, blauen Seen und dem Lech, mit ihrem weithin sichtbaren Stadtschloss und dem Kloster St. Mang ist äußerst sehenswert. Ich bin wiedermal da „arbeiten, wo andere Urlaub machen“ und verbringe meine Mittagspause statt bei Currywurst & Pommes lieber mit einem Besuch der kleinen Innenstadt und der prächtigen Klosterkirche St. Mang.

Hübsche Fassaden wie diese hier:

gibt es in Füssen zu sehen.

Auf dem Stadtplan zum Tasten

sehen wir oberhalb des Flusses Lech die ehemalige Klosteranlage St. Mang mit der heutigen Stadtpfarrkirche und das Stadtschloss zu dessen Füßen sich die kleine Stadt ausbreitet, die außerhalb dieses hier tastbaren Stadtkerns natürlich noch sehr viel größer ist.

Getöse in der Sturmannshöhle

Der Name der Höhle stammt nicht, wie man denken könnte, von einem ihrer Entdecker, sondern vom mittelhochdeutschen Wort „sturmatz“, das so viel wie Lärm oder Getöse bedeutet. Und tatsächlich rauscht ganz unten der Höhlenbach durch die Höhle. Gebückt auf schmalen Wegen und steilen Treppen gelangen wir hinunter und an ein paar Stellen können wir schon hinabsehen zur kleinen Brücke 

über den tosenden Höhlenbach

1815 versuchte der Allgäuer Heimatforscher Dr. Geiger, in die Höhle zu steigen, weit kam er jedoch nicht, genauso wie andere Mutige über einen langen Zeitraum. Erst 1904 begann der neu gegründete Höhlenbauverein – er bestand gerade mal aus 9 Obermaiselsteinern -, die Höhle für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen und bereits 1906 besuchten 2.800 Personen mit Kerzen ausgerüstet die Sturmannshöhle – heute sind es jährlich ca. 50.000.

Tropfsteine gibt es keine, dennoch sind die engen Gänge, die steilen Treppe und auch die mit Quarzadern durchzogenen Kalksteine sehenwert. Überall da, wo Licht leuchtet, finden sich sofort Moose und Farne.


 

Schlagwörter-Wolke

%d Bloggern gefällt das: