Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

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Seetag – Tag 5 unserer AIDA-Kreuzfahrt

Heute ist Seetag! Wir schippern irgendwo zwischen Mallorca und der französichen Küste herum und genießen Sonne, strahlend blauen Himmel und Meer. Auf dem Weg nach Cannes legen wir heute unsere längste Schiffsstrecke von 346 Seemeilen (641 Kilometer) zurück. O.k. von schippern kann jetzt nicht so die Rede sein. Dieses Riesenschiff fährt mit 15 Knoten, knapp 30 km/h. Das geht ganz schön zügig voran.

Wir gönnen uns ein leckeres Frühstück mit Omelett, Lachs und Kaviar und beobachten dabei einen Delphin, der neben dem Schiff herschwimmt und uns fröhliche Sprünge zeigt. 😊 Ein halbschattiges Plätzchen auf dem Oberdeck ist schnell gefunden – im Gegensatz zu vielen Nachtschwärmern sind wir früh dran. Mit Rätselbuch, Kindle und Hörbuch bewaffnet, genießen wir die frische Brise und beobachten mal dies mal das. Das Animationsteam startet eine Art „Fersehgarten“ mit Gewinnspielen, Wetten und Limbotanz. Wir können uns erfolgreich drücken und schauen zu; die Gewinner freuen sich über Cocktailgutscheine u.a. Ein Poolbrunch unterbricht den Müßiggang, jedoch nur, um sich mit einem kleinen Tellerchen Leckereien einzudecken.

Später machen wir Sport. Es ist alles da, um sich eine kurze Weile zu vergnügen und auch mal ins Schwitzen zu kommen: Fahrräder, Laufbänder, die im Fitness-Studio üblichen 12 Muckimaschinen, eine Power Plate oder 20 Spinningräder. Auf dem Crosstrainer mit Meerblick – gar nicht so schlecht! 

Eine Seenotrettungsübung mit „man over board“ bringt dann etwas Spannung. Die Rettung der Puppe verläuft erfolgreich!
Dieser Blauer-Himmel-und-Sonnenschein-Tag ist herrlich! Abends gönnen wir uns einen Cocktail bei untergehender Sonne und schauen im Theater eine tolle Show des internationalen Ensembles an. Der Tag endet mit einer Lasershow auf dem Oberdeck und wir schlafen – gemütlich schippernd – einem neuen Tag und einem neuen Ziel entgegen.


 

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Palma de Mallorca – Tag 4 unserer AIDA-Kreuzfahrt

Scheinbar kennt JEDER! Palma de Mallorca. Bekannte fliegen „mal schnell“ hin und lassen am Ballermann „die Sau raus“. Andere gehen schon seit Jahren immer wieder in Mallorcas Norden in den Urlaub. Ich war noch nie in Deutschlands 17. Bundesland. Letztes Jahr haben wir einen wunderschönen Urlaub auf der Nachbarinsel Menorca verbracht, immerhin! 😉
Vor ein paar Tagen bin ich jetzt zum ersten Mal auf der Insel gelandet, jedoch nur, um mit dem Shuttlebus aufs Schiff zu kommen. Heute setzen wir wieder einen Fuß auf mallorquinischen Boden und laufen viele Schritte.

Das Panorama war ja schon am ersten Abend beeindruckend schön, besonders nachts, als die Kathedrale hell erleuchtet wurde. Diese ist auch heute unser erstes Ziel. Mit dem AIDA-Shuttle werden wir bis an den Fuß der Kathedrale gefahren und nach kurzem Weg sind wir auch schon da. Unterhalb ist ein angelegter märchenhaft anmutender Teich mit einem hübschen Schwanenpaar, das wir erst einmal beim Sichputzen und Schnäbeln beobachten.

Die Kathedrale der Heiligen Maria oder auf katalan La Seu – der Bischofssitz – genannt, erhebt sich mächtig und nach einigen Dutzend Stufen stehen wir vorm beeindruckenden westlichen Haupteingang. Eintreten können wir jedoch nicht, es geht seitlich erst einmal in ein kleines Museum, das Reliquien und Schätze beherbergt und von Geschichte erzählt. Der Umhänge-Museums- und Kirchenführer mit Kopfhörern erläutert genauestens.

Eingetreten blieb mir fast die Spucke weg. Nicht ob der Größe oder der künstlerischen Gestaltung. Nein. Durch das große, fast 12 m Durchmesser messende Rosettenfenster an der Ostfront schien die vormittägliche Sonne und zauberte auf Wände, Säulen und Boden bunte Regenbogenfarben. Wunderbar sah das aus.

Die gothische Kathedrale, der ein „richtiger“ Kirchturm fehlt, beeindruckt wirklich mit ihrer Größe. Sie ist 110 m lang und 33 m breit. Alleine das Hauptschiff ist 75 m lang und 44 m hoch. Über 3 Jahrhunderte wurde an der Kathedrale gebaut. Anfang des 20. Jahrhunderts beteiligte sich der Architekt Antoni Gaudi (Sagrada Familia in Barcelona) an einem Umbau und gestaltete den Hauptaltar.

Ein Rundgang scheint immer und immer wieder neue Blickwinkel zu eröffnen: bunte Fenster, wundervolle Holz- und Steinmetzarbeiten, der monumentale Altar, das imposante Taufbecken, die marmorne Kanzel oder Miquel Bacelós beeindrucke Keramiken im rechten Seitenschiff. Es lohnt sich unbedingt! 

Nach einem guten Kaffee ging es langsam durch kühle gepflegte Gassen in die Altstadt, vorbei an kleinen, hübsch dekorierten Geschäften mit mallorquinischer Mode und Spezialitäten, Fendi, Prada, kleinen Lokalen, einer tollen Markthalle und jeder Menge Andenkenläden. Bis uns der Shuttle wieder zum Schiff brachte, ruhten wir uns unter den grünen Arkaden am Fuß der Kathedrale neben kleinen Wasserspielen aus.

Auch wenn wir nur einen Bruchteil gesehen haben: Es war ein wirklich schöner Tag in einer schönen Stadt, die sich sommerlich leicht, frischgrün und duftend von ihrer besten Seite zeigte!

Valencia – Tag 3 unserer AIDA-Kreuzfahrt

Ich hatte mir ja vorgenommen, einmal auch wachen Auges dabeizusein, wenn das Schiff frühmorgens einläuft. In Valencia wachte ich früh genug auf, die Sonne ging langsam auf und ich war auf Deck 10. Zwar schipperten wir am Containerhafen vorbei, es bleibt mir dennoch als einzigartiger Morgen in Erinnerung! Vor uns erschien immer deutlicher die Stadt Valencia, die mit 800.000 Einwohnern größte Stadt und Hauptstadt der Provinz Valencia.

Unser heutiger Ausflug brachte uns zuerst in die „Stadt der Wissenschaft und Künste“, ein neuer Stadtteil, in dem man einen großem Gebräude-Komplex aus Freizeitgebäuden, Museen, dem Opernhaus und Europas größtem Aquarium findet. Der spanische Architekten Santiago Calatrava schuf hier Gebäude, die zum Symbol der Stadt Valencia geworden sind. Der Gebäudekomplex zieht sich über 2 km im ehemaligen und trockengelegten Flussbett des Turia enlang.

Der Fluss Turia floss mitten durch die Stadt Valencia und es kam immer wieder zu verheerenden Überschwemmungen. 1957 kamen dabei über 100 Menschen ums Leben. Man beschloss also, ihn aus der Stadt zu verlegen und nutzt seit dem das alte Flussbett als Freizeitpark, Laufstrecke oder wie hier als Ort für neue Gebäude. Diese sind mehr als beeindruckend: Über dem gesamten Opernhaus, dem Palai de les Arts Reina Sofia, scheint eine geschwungene Feder zu schweben, der Palmengarten gleicht einem riesigen Skelett und das Hemisfèric, das digitale 3D-Kino hat die Form eines halben Auges und sieht, wenn es sich im Wasser spiegelt auch genau wie eines aus.

Der Hobby-Fotograf in mir musste Fas weinen, als wir nach einer Stunde das Gelände wieder verließen. Da muss ich nochmal hin!

Weiter ging es entlang des ehemaligen Turia in die Innenstadt und dort nach kurzem Fußweg erstmal in die größte Markthalle, den Mercado Central. Da gibts nichts, was es nicht gibt und dazu noch eine wunderbare alte Architektur. Das Spanische Leben sprudelt nur so.


Wir wanderten durch die Altstadt, stiegen auf den Miguelete-Turm der Catedral de Valencia y El Miguelete, genossen von hoch oben einen unbeschreiblichen Blick über die Stadt bis hin zur Stadt der Wissenschaft und Künste und zum Hafen und wieder unten das beste (und teuerste) Eis, das ich seit langem gegessen haben. 😉🍦👍

Vorm Aposteltor der Kathedrale tagt seit mehr als 1000 Jahren bis heute immer donnerstags öffentlich das älteste Gericht der Welt, das Wassergericht, dessen Urteile sofort verbindlich und endgültig gelten. Hier kann man dazu Interessantes nachlesen.

Wenns nach mir geht, sehen wir uns unbedingt wieder, Valencia! 💗
 

 

 

 

In der Kabine

Als erstes: Es ist nicht eng und dunkel!

Die Gänge zu den Kabinen sind lang und in einer Innenkabine kann es schon mal ziemlich dunkel werden – schätze ich mal. Wir hatten eine schöne 17 qm große Außenkabine mit – fast immer: Meerblick, klar – bei nem Kreuzfahrtschiff! 😉

Ein bequemes Doppelbett (es gibt auch Kabinen, die sind 3 qm kleiner, da stehen die Betten getrennt, das eine längs, das andere quer), unterm Fenster eine kleine Couch, ein runder Tisch mit Sessel, Schreibtisch, Stuhl und richtig großer Spiegel, drei Schränke mit viel Ablageplatz und 24!!! Bügeln. Mehrere Regale, Bilder, Nachttische mit Schubkästen, ein Flachbild-TV und im Bad eine Unterdrucktoilette, eine Dusche, Ablageregale, Zahnputzgläser, Waschbecken mit richtig großem Spiegel, einen Safe im Schrank und die Rettungswesten. Ausreichend Lampen mit hellem Licht gab es auch. Überm Bett und auf Bettbreite die Wände hinab hing ein leichter Stoffbaldachin, der es gleich noch wohnlicher machte. Wasserflaschen und Gläser standen in der Kabine und eine Glaskaraffe; wenige Schritte entfernt auf dem Gang war eine Wasserzapfstelle, an der man sich jederzeit mit Wasser mit und ohne Sprudel bedienen konnte. Für Ausflüge war das besonders geschickt. 

Das Schiff stellt das Nutzwasser selber her. Der Wasserdruck in Waschbecken und Dusche ist wie zu Hause – ich hatte tatsächlich mit „Getröpfel“ gerechnet.

Das große Fenster hat ein Doppelfenster und ein Rollo. Man hört also kaum etwas von draußen und wer gerne dunkel schläft, kann vollkommen verdunkeln. Wir waren in Kabine 4172 untergebracht, also auf Deck 4. Von den Motoren habe wir lediglich beim An- und Ablegen etwas mitbekommen, dann arbeiten diese auf Hochtouren, aber dann vibriert das gesamte Schiff. Was immer läuft, ist die Klimaanlage. Nach ein/zwei Tagen fiel mir dieses Geräusch aber schon kaum mehr auf!

Fazit: Wir hatten schon wesentlich schlechtere Hotelzimmer. 😉 Hier ist alles da, was man benötigt, um sich auszuruhen, entspannt zu schlafen und seiner Körperhygiene nachzukommen. Und Platz ist mehr als genug!

 

Ein Traum von Schiff ! – Tag 1 unserer AIDA- Kreuzfahrt



Ein kleiner Schiffsrundgang – AIDAcara

Wir beginnen unseren kleine Rundgang links oben an einem Deckplan, gehen weiter über das Außendeck 6, das ist das Deck, auf dem man sich zur Seenotrettungsübung einzufinden hat und von dem aus im Ernstfall evakuiert wird. An normalen Tagen ist es der Jogging-Rundkurs.

Weiter geht’s ins Treppenhaus. Man kann alle Etagen bis zur 10. über eine vordere und eine hintere Treppe im Schiff erreichen. Vorne stehen zusätzlich 2, hinten 3 Aufzüge zur Verfügung. Alles unter der 4. Etage ist dem Reisenden verwehrt, außer die Fahrradstation – das Schiff führt 40 moderne Räder für Fahrradausflüge mit sich – und die Krankenstation. Der Rest ist nur der Crew zugänglich. 

Die Decks 4 bis 7 sind größtenteils Kabinen: Innenkabinen, Kabinen mit Fenster oder auch Balkonkabinen, die Rezeption ist dort auch zu finden. Auf Deck 8 und 9 befindet sich über 2 Etagen das Theater, in dem von einem internationalen Ensemble wirklich tolle Shows zu sehen sind. Ebenfalls sind dort die beiden Restaurants und verschiedene Bars. Auf der kleinen AIDAcara, dem Mutterschiff der AIDA-Flotte, mit dem wir unterwegs waren – immerhin passen 1.200 Gäste und knapp 400 Mann/Frau Besatzung drauf-, gibt es 2 große Buffet-Restaurants mit mehreren Buffets, mit Sitzmöglichkeiten draußen und drinnen. Ebenso befinden sich auf den beiden Decks verschiedene Bars, Friseur und Kosmetikstudio, das Fitnesstudio mit vielen Mucki-Maschinen, Fahrrädern, Crossfit-Geräten, Spinningfahrrädern, einer Power Plate, einem Puttingplatz und einem Golf-Abschlagsimulator. 

Auf Deck 9 findet sich die Kunstgalerie, die ab und an Kunstauktionen durchführt, eine Bar und das Gourmet-Restaurant Rossini, dessen Besuch sich unbedingt lohnt. Wir hatten dort u.a. ein ausgezeichnetes 6-Gang-Krustentiermenü. 

Auf Deck 10 befindet sich das Spa und die Pool-Area mit Pool, Whirlpool und jeder Menge Sonnenliegen ode Stühlen, natürlich ist hier auch noch eine weitere Bar. 😉 Tagsüber ist – je nach Menge der Leute, die an Bord geblieben sind – mal mehr, mal weniger, an sich aber immer mehr als genügend Platz. Außerdem ist auf dem „Balkon“, dem umlaufenden Deck 11 noch mehr Platz, in der Sonne zu liegen. Wir waren jeden Tag – bis auf den Seetag – an Land und haben Ausflüge unternommen. Den restlichen Tag kann man dort aber wunderbar entspannen. Abends und nachts wird der Bereich zur Partyzone, es finden Welcome-und Pool-Partys statt, die meist bis fast in de frühen Morgen gehen, von denen der Gast in seiner Kabine aber nichts mitbekommt. 

Alles ist sehr weitläufig und hübsch gestaltet. Auch wenn das Schiff nächsten Monat 20 Jahre alt wird, merkt man ihm das nicht an. Und auch die vielen Leute merkt man nicht. In den Restaurants ist immer mehr als genug Platz, das Personal ist mehr als freundlich und zuvorkommend. 

Ein schöner Platz, um einen bewegten Urlaub zu machen! 

Meine liebe Anke, Deine Empfehlung, unsere „Kreuzfahrt-Karriere“ auf der kleinen Cara zu beginnen, war goldrichtig. Ein Schiff mit 17 Etagen und mehr als 3.000 Gästen hätte uns vermutlich erschlagen. Es war perfekt! 

Eine Traumreise ist zu Ende 😟 …


… und Harry scheint schon wieder Ausschau nach der nächsten zu halten. 

Toll wars! Unbeschreiblich viel haben wir erlebt und gesehen, gerochen und gegessen 😉.

Bald gibt’s hier mehr (Meer-)Bilder aus dem Westlichen Mittelmeer, aus Alicante, Valencia, Palma de Mallorca, Cannes und Barcelona … und von unserem Traumschiff! 

Gruß aus Cannes 🐸

Ich komm ganz schön rum!!!

Valencia, Alicante, Palma de Mallorca und heute Cannes habe ich schon gesehn und das ist noch immer nicht alles! Die Reise geht noch immer weiter! Aber jetzt erstmal wieder aufs Schiff, meine Froschschenkel tun mir ganz schön weh vom vielen durch-die-Stadt-hüpfen!

Antje hat bis jetzt schon mehrere hundert Fotos geschossen. Wer das alles anschauen soll??? 🙄

Bis bald wieder! Euer FRANJO! 🐸

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