Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

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Sissi in Meran

Zweimal weilte Kaiserin Sissi zur Kur auf Schloss Trauttmansdorff. Sie reiste streng inkognito (mit einem Hofstaat von über 100 Personen 😂) mit der Brennerbahn an und lebte mit ihrer Tochter Marie Valerie erstmals 1870 in den extra für sie prunkvoll renoviertenRäume im Schloss Trauttmansdorff in Meran. Die wenige Räume des Schlosses, die sie bewohnte, haben eine wunderbare Aussicht auf das Etschtal. Man kann alle besichtigen und wertvolle Wandmalereien, kunstvolle Kachelöfen, eine kleine Kapelle, Kaiserin Sissis Badewanne oder reich verzierte Holzdecken bewundern.

Liebe ist …

Bunte Loris in der Voliere des Botanischen Gartens Trautmannsdorf in Meran. 😊

Der Botanische Garten Schloß Trauttmansdorff in Meran

Soooo viel gibt’s zu sehen im Botanischen Garten Schloß Trauttmansdorff in Meran. Deshalb gibt es heute ein paar mehr Fotos in einer Collage. Auf einer Bank vorm Schloss auf der schönen Terrasse mit dem besten Blick ins Tal und auf dem See sitzt sie: Sissi, die hier mit ihrer über 100köpfigen Entourage zum Gesundwerden weilte. Es gibt über 10 m hohen Bambus, rauschende Wasserfälle, einen 700 Jahre alten Olivenbaum, tausende Frühjahrsblumen, viele Kakteen und immer wieder wunderbare Aus- und Einblicke. Prädikat: Sehr empfehlenswert!

Japans Heiliger Berg oder was? 😉

Kirschblüten am Fuße des Fujiyama … der japanische Vulkan erhebt er sich majestätisch aus den Wolken. 🌸🗻🇯🇵

Alles Quatsch! Wir sind im Botanischen Garten des Schlosses Trautmannsdorf in Meran, hier im Teil mit Pflanzen aus Südostasien und blicken auf den 2.233 m hohen Berg Nolp westlich Merans. Für den Botanischen Garten hatte ich einen Vormittag eingeplant. Wir nahmen an einer anderthalbstündigen sehr informativen Führung Teil und gingen dann weiter herum … schlussendlich waren wir 6 Stunden dort. 😉 Der Garten ist riesig, wunderschön bepflanzt und selbst, wenn gerade „nur“ die Frühjahrsblüher blühen, eine Augenweide. Im Schloß selbst befindet sich das sehr unterhaltsame Tourismus-Museum.

🌷 Frühlingsbunt ins Wochenende 🌷

Mit diesem fröhlichen Frühlingsbunt aus dem Botanischen Garten des Schlosses Trautmannsdorf in Meran wünsche ich Euch ein: Schönes Wochenende! ☀️😊☀️

🍎🍏 Südtirol ist Apfelland 🍎

Jetzt kommt der Teil „Bildungsurlaub“! 😉

Edith Schweitzer, kompetente Apfelbäuerin um die 70 auf dem Schupferhof in Naturns führte uns einen Vormittag lang durch ihre Apfelplantagen, versorgte uns mit wahnsinnig vielen Informationen rund um den Apfel und verköstigte uns mit verschiedensten Sorten. In ihrer Familie arbeiten 3 Generationen – mit ihrem kürzlich verstorbenen Vater waren es sogar 4 – in der Apfelbranche. Wir erfuhren alles über den Apfelanbau, die Weiterverarbeitung und Vermarktung.

Es dauert lang, bis an einem Bäumchen Äpfel wachsen, es wird gepfropft, gepflanzt, angebunden, gekürzt, ständig beschnitten, zu viele Knospen müssen händisch abgeknipst werden, damit die restlichen Äpfel die richtige Größe bekommen. Saisonarbeiter, meist aus Polen, wohnen dann auf dem Hof und erledigen diese Arbeiten, vom Frühjahr bei der Pflege der Plantagen und dem Kürzen der Knospen bis zum Spätsommer hinein in den Herbst, wo geerntet werden kann.

Der Südtiroler Apfel mit dem Prädikat g.g.A (geschützte geographische Angabe) ist der ganze Stolz der Gegend. Knapp 30.000 Fußballfelder groß ist die Anbaufläche von Äpfeln in Südtirol. Von 200 – 1.000 m Höhe können mittlerweile erfolgreich Äpfel in integriertem und biologischem Anbau angebaut worden. Das Klima ist optimal: Warme Tage, kühle Nächte und um die 300 Sonnentage machen Südtirol zum perfekten Apfelanbaugebiet.

Alle Apfelbauern gehören einer Genossenschaft an, die für sie vermarktet. Diese schreibt allerdings auch jeden Schritt vor. Immer wieder kommt der Genossenschaftsmitarbeiter auf den Hof und gibt vor, wann mit welchen Pflanzenschutzmitteln in welch geringem Maße gespritzt, wann – nur alle paar Jahre – der Boden gedüngt, wie bewässert, was wie gegen Apfelwickler & Co. unternommen werden darf, ja sogar an welchem Tag genau mit der Ernte welcher Sorte begonnen werden kann und wieviele Tage später man damit fertig sein muss. Es gibt modernste Sortieranlagen mit ewig langen Apfelwasserstrassen und riesige Lager, aus denen die jährlich geernteten 1 Million Tonnen Südtiroler Äpfel g.g.A in die ganze Welt verschickt werden, das sind nach Adam Riese 6 Milliarden Äpfel. 😳 Die meisten, besonders die dunkelroten Sorten gehen nach ganz Italien, danach folgt als Abnehmer Deutschland, der Rest Europas und Arabien. Vom grünen Granny Smith über rotbackige Sorten mit den schönen Namen Jazz, Kanzi und Morgenduft bis zum dunkelroten Red Delicious ist für jeden etwas dabei.

Die Kehrseite der Medaille: Eine völlig verapfelter Landstrich! Monokultur, von der die Gegend – neben dem Tourismus – gut lebt, die allerdings, wie jede Monokultur nicht nur Gutes bringt, so z.B. Schädlingsbefall, erodierte und einseitig nährstoffarme Böden, die mit Chemie behandelt werden müssen. Landwirtschaft, z.B. mit Milchvieh findet man auf keinem einzigen Feld, das nicht mit Äpfeln bewirtschaftet werden könnte. Viele Bauern haben im Tal oder am sonnigen Hang Apfelplantagen und weiter oben andere Landwirtschaft mit Anbau von anderem Obst und Gemüse oder Tieren. Vom Apfelanbau allein kann keine Familie leben, da muss noch ein weiterer Job her oder man vermietet schöne Urlauberzimmer.

Es war wirklich ein sehr ausführlicher Einblick ins Apfelgeschäft. Danke, liebe Frau Schweitzer!

St. Prokulus Naturns … an die 1.400 Jahre Geschichte

In Naturns, 12 km vor Meran, steht am östlichen Ortsende an den aufsteigenden Hang geschmiegt das kleine Kirchlein St. Prokulus. Die Fresken des Kirchleins aus den Jahre 630/650 stammen aus dem 8. Jahrhundert und zählen zu den bedeutendsten Wandmalereien in Mitteleuropa.

Wir haben in Naturns einen Apfelhof besucht und dort viel über den Südtiroler Apfelanbau angesehen und gehört. Davon morgen mehr.

Frühling in Meran

Blick auf die Postbrücke über die Passer, die Kuppel rechts gehört zum Kurhaus

Was steht denn da im See???

Auf den Weg nach Südtirol kann man von Oberschwaben aus über den Fernpass fahren und kommt vorbei am Reschensee. Dieser künstlich angelegte Stausee im Vinschgau ist mit ca. 1 x 7 km Größe der größte See Südtirols und liegt auf knapp 1.500 m. Nach der Errichtung der Staumauer und Flutung gingen hier 1950 der gesamte Ort Graun und Teile des Dorfs Reschen unter. Einzig der Kirchturm von Alt-Graun schaut aus dem Wasser. So sieht das im Sommer aus.

Jetzt ist er noch zugefroren und wir konnten zum Kirchturm laufen. 😉

Wieder zurück aus dem Urlaub … schööööön wars!!! 😊🇮🇹🏔🌷☀️

Blick vom Algrunder Waalweg auf Algrund und Meran im Hintergrund

Gefühlt JEDER! war schon mal in Südtirol. Viele gehen dahin zum Skifahrn – mach ich nicht, ist aber sicher wunderbar geeignet, da lange schneesicher, perfekt auf tausende Urlauber vorbereitet und absolut gut dafür ausgebaut. Schöne Städte laden mit frühlingshaften Temperaturen zum Flanieren, Shoppen und Leutegucken ein. Ein Wanderparadies ist Südtirol ganz bestimmt … von einfachen Touren auf ebenen Wegen bis zu Gebirgstouren mit Anseilen und so. 😉 Außerdem kann man im langen Tal der Etsch hunderte Kilometer Radfahren. … und von uns in Oberschwaben ist man in 3 1/2 Stunden dort.

Genug geschwärmt! 😊

Im Tal der Etsch angekommen machen wir uns nach der Autofahrt gleich mal auf eine einfache Wanderung: Den „Algrunder Waalweg“ von Töll nach Gratsch. Der Ausblick ist nach jeder Kurve anders beeindruckend … auf weiße Gipfel hinter Dorf Tirol oder ins lange grüne Tal. Es geht auf schmalen Wegen auf ebener Strecke mitten durch Apfelplantagen, vorbei an kleinen Höfen, auf denen alles blüht und Palmen stehen. Der Weg begleitet den Waal, einen alten künstlich angelegten kleinen Kanal, der die Felder mit Wasser versorgt. Erst durch diese Bewässerung wurde es überhaupt möglich, hier an den Berghängen erfolgreich Obstbau zu betreiben, was mittlerweile bis in eine Höhe von 1.000 m gelingt. Weiter oben halten die Bauern dann Tiere.

Einmal 6 km hin- und wieder zurückgewandert haben wir uns dann in der Leiter am Waal mit kühlen Getränken, einem Vesperbrett und Buchweizentorte erst einmal gestärkt und sind weiter zu unserer Unterkunft nach Meran gefahren. Ein schöner Start!

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