Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

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Vietnam Tag 13 – Saigon bei Nacht

Saigon ist der Hammer! Offiziell leben hier 9 Mio. Menschen, unser Guide meinte, es wären wohl an die 12 Mio. Der Verkehr ist unbeschreiblich, es queren – für unsere Augen völlig unkontrolliert und selbstverständlich auch bei Rot – unzählbare Mopedmassen mit ein, zwei oder drei Erwachsenen – gerne auch noch zusätzlich mit zwei Kindern und Hund oder Huhn – die Kreuzung, mal auf der Straße oder auch gerne auf dem Gehweg. Wie in einem Ameisennest. Uns bleibt die Spucke weg.

Unser sehr europäisches Novotel Saigon ist zentral gelegen, nur eine Viertelstunde zu Fuß zum berühmten Hauptpostamt oder zum Rathaus. Wir ruhen uns erstmal in den klimatisierten und schallgedämmten Zimmern im 7. Stock aus und machen später noch einen abendlichen Spaziergang. Wir bestaunen das Hauptpostamt, die Kathedrale Notre Dame, das Rathaus und bemerkenswerte Wolkenkratzer mit toller Beleuchtung. Ein wirklich sagenhaftes Streetlife bis spät in die Nacht.

Vietnam Tag 13 – auf dem Rad über die Flussinsel im Mekong und zur Bastmattenproduktion

Nach einer Katzenwäsche und einem ausgiebigen Frühstück, natürlich wieder mit Nudelsuppe, Ei und starkem Kaffee und schwingen uns auf die vom Hausherrn bereitgestellten Drahtesel. Er fährt mit dem Moped voran und wir mit den Rädern kreuz und quer über die kleine Insel im Mekong hinterher, zuerst auf einen typischen Markt, dann vorbei an vielen Gärten auf Felder, wo die Gräser für die Bastmatten geerntet werden. Diese werden per Hand geschnitten, zum Trocknen ausgebreitet und in der kleinen Fabrik, die wir im Anschluss besuchen, zum Teil gefärbt, gewebt, beschnitten, gesäumt und so zu Bastmatten verarbeitet.

Wirklich sehr interessant und spätestens seit diesem Zeitpunkt schaue ich diese Matten, die es auch bei uns für wenig Geld als Strandmatten zu kaufen gibt, mit anderen Augen an, denn die Produktion ist alles andere als einfach und hier waren sehr viele fleißige Hände beteiligt.

Die Fähre zum Festland auf dem anschließenden Weg nach Saigon teilen wir uns wieder mit vielen Mopedfahrern, u.a. mit diesen Damen hier, die sich so schick vor der Sonne geschützt haben:

Vietnam Tag 12 – Kochen im Homestay am Mekong und die wahrscheinlich stinkendste Frucht der Welt

Unser Homestay liegt direkt an einem Seitenarm des Mekong, das spartanisch eingerichtet Haus unserer Gastfamilie trennt nur ein Weg und ein kleiner Damm vom Wasser. Überall riesige unbekannte Pflanzen, Palmen, Hühner … und die Katze unterm Bett. Apropos Bett: Hier gibt es natürlich keine Klimaanlage, sondern nur ein wirklich hartes Bettgestell mit einer hauchdünnen Matte, einem Moskitonetz und darüber immerhin einem Ventilator. Aber genau so wollte wir es: einmal eine Nacht nicht im 4- oder 5-Sterne-Hotel, sondern wie die Vietnamesen verbringen. 

Die Kids liegen in den Hängematten vor der Tür und surfen dank WLAN – klar gibt´s hier WLAN! – im Internet und wir dürfen wie gewünscht der Hausfrau in ihrer winzigen gemauerten Küche an ihrem mit Holz gefeuerten Herd beim Zubereiten des gemeinsamen Abendessens helfen. Wir puhlen Krabben, schneiden Gemüse und kleine Fische, die sie dann in heißem Öl frittiert. Das wird nochmal ein echtes Festmahl obwohl wir vom Mittagessen noch satt sind. Ein Schnaps zur Verdauung hilft!

Zur Feier des Tages hat der Hausherr für uns nach einem kurzen Telefonat heute Mittag auf dem Markt eine Durian eingekauft. Wir wollten diese Frucht unbedingt probieren, es hieß, sie sei eine Delikatesse und frischer als hier kriegt man die nicht wieder, denn hier wächst sie überall. Die Welt schreibt „Durian schmeckt wie der Himmel, aber stinkt wie der Hölle.“ Zweiteres auf jeden Fall, ersteres kann ich so nicht bestätigen.

Die rund 5 kg schwere Frucht öffnet der Hausherr mit eine Machete und heraus kommt in Abteilungen das gelbe Fruchtfleisch. Es stinkt relativ übel, man kann es kaum beschreiben: süßlich, vergoren, abgestanden. Mit etwas Überwindung essen wir alle vom weichen, warmen Fruchtfleisch (vielleicht wäre eine Nacht in einem Kühlschrank gut gewesen?) und man merkt gleich: Einigen von uns schmeckt es, andere wenden sich ab und wollen nicht nochmal davon probieren. Die Vietnamesen lieben die Frucht, egal ob frisch oder in Süßspeisen und Kuchen. Die Durian und ich haben uns heute hier im Mekongdelta kennen- aber nicht lieben gelernt. Die Geschmäcker sind Gott sei dank verschieden.



Nach noch einem Schnaps zur weiteren guten Verdauung sinken wir müde vom Tag auf unser Bettgestell und schlafen trotz Hitze sehr gut.

Übrigens wollten wir am nächsten Tag das restliche Fruchtfleisch der Durian als „Wegzehrung“ mitnehmen. Die Ausdünstungen waren unbeschreiblich! Der Fahrer unseres Kleinbusses hat darauf bestanden, dass wir das Reststück wegschmeißen oder verschenken, er nimmt es jedenfalls nicht mit! 🤪 Ein vorbeifahrender Vietnamese auf seinem Fahrrad nahm sie freudig erregt entgegen.

Vietnam Tag 12 – Südvietnams Lebensader Mekong

Nach einer wunderbar erholsamen Zeit am Meer und in Hội An fliegen wir 1,5 h von Đà Nẵng nach Saigon (Ho-Chi-Minh-Stadt) und werden hier von unserem neuen Guide Hung erwartet. Saigon lassen wir erstmal „links liegen“, jetzt geht´s direkt weiter ins südliche Mekong-Delta in den Cái Bè-District. Hier wechseln wir vom Kleinbus in ein Motorboot und fahren – mit leckeren Erfrischungen versorgt – die Lebensader Südvietnams entlang eines Schwimmenden Marktes.

Hier lebt man auf und mit dem Fluss.

Auf kleinen Booten fahren wir dann tief in die Mangroven und essen ein unglaubliches Menü mit Elefantenohrfisch im Homestay:

Vietnam Tag 11 – Hoi An .. die bunte Stadt der Lampions 🏮

Hội An, übersetzt „ruhige Gemeinde“, liegt an der vietnamesischen Zentralküste und ist mit seiner hübschen Altstadt und den vielen historischen Gebäuden genau das: ein bunter und im Gegensatz zu anderen Touristen-Hotspots ruhiger Ort mit Kanälchen und Brücken, Märkten und kleinen Gässchen zum Spazieren gehen, im Café sitzen und Leute beobachten oder shoppen.

Besonders bekannt ist Hội An als Stadt der Lampions – auch wir haben einen als Andenken an unsere Reise gekauft. Auf der Collage zu sehen ist das wichtigste Baudenkmal Hội Ans, die Brücke Chùa Cầu, auch „Japanische Brücke“ genannt, ein beliebtes Fotoobjekt, das auch das Stadtsiegel bildet.

Vietnam Tag 11 – das Boutique Hoi An Resort – ein Traumhotel am Traumstrand von Hoi An

Ein Traum am Traumstrand und ein wunderbarer Tag zum Erholen im Boutique Hoi An Resort.

Wir genießen dieses Zeit bis spät abends:

Vietnam Tag 10 – Der Wolkenpass

Der 20 Kilometer lange und auf 496 m Höhe liegende Wolkenpass (Hải Vân Pass) führt über die Ausläufer des Truong-Son-Gebirges, das hier bis ins Meer reicht. Er bildet sowohl die ehemalige geografische – ganz früher zwischen den Königreichen Champa und Dai Viet – wie auch eine klimatische Grenze, ist sog. Wetterscheide zwischen dem Norden und dem Süden.

Unsere Fahrt schlängelt sich von Meereshöhe von Norden kommend die Serpentinen hinauf auf den knapp 500 m hohen Pass, der meist im Nebel – also in die Wolken – liegt. Hier oben auf dem Berg stehen die verlassenen Reste alter französischer und amerikanischer Bunkeranlagen. Diese strategisch wichtige Stelle war früher – zuletzt während des Indochina- und Vietnamkrieges – hart umkämpft.

Hier oben und auch bei der anschließenden Abfahrt auf die Südseite hat man einen wunderbaren Blick über das Meer auf die Bucht von Da Nang:

 

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