Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

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Ulm – Die astronomische Uhr an der Ostseite des Rathauses

Am Ulmer Rathaus – ein echtes Schmuckstück übrigens! – ist mit der astronomischen Uhr von ca. 1520 die komplexeste Süddeutschlands mit 5 beweglichen Elementen angebracht. Der Laie kann da auf den ersten Blick mal so gar nichts ablesen! Gerade mal ein Zeiger – der mit der ausgestreckten Hand – zeigt uns auf den römischen Ziffern des äußeren Ziffernblatts die Stunde an.

Im Rathaus steht ein Modell dieser Uhr, das uns ihre Komplexität etwas näherbringen kann.

Der Zeiger mit der goldenen Sonne an der Spitze steht dort, wo auch tatsächlich der Platz der Sonne gerade ist: mittags ganz oben, Mitternacht ganz unten. Am beweglichen Tierkreisring mit den zwölf in vergoldetes Kupferblech getriebenen Sternbildern kann man dem Lauf der Sterne ablesen. Der Mondzeiger mit der Mondkugel an der Spitze und dem Stern am entgegengesetzten Ende (dieser dient als Gegengewicht) braucht für einen Umlauf ca. 50 Minuten länger als der Sonnenzeiger. Bis der schnellere Sonnenzeiger den langsameren Mondzeiger erneut überholt, vergeht also genau die Zeit von einem Vollmond zum nächsten. Weiter gibt die goldene Mondkugel, die in einer löffelartigen Schale liegt und sich in ihr bewegt, den tatsächlichem Mondstand mit allen Mondphasen von Vollmond (goldene Mondkugel) bis zu Neumond (schwarze Seite) an. Der Zeiger mit dem goldenen Drache zeigt eine mögliche Finsternis an; ob es sich um eine Sonnen- oder Mondfinsternis handelt, zeigt die Position der Zeiger.

Selbst am unveränderlichen runden, durch einen Halbkreis in Schwarz und Weiß geteilten Mittelfeld gibt es noch einiges abzulesen, z.B. Sonnenauf- und -untergang.

Wer´s ganz genau wissen will, findet hier einen sehr detaillierten Beitrag zur Astronomischen Uhr am Ulmer Rathaus.

 

Ulm – Das Schwörhaus

Mitten in Ulms Altstadt auf dem Weinhof stand im Jahr 854 eine Kapelle der damaligen Königspfalz. Hier wurde ab mindestens 1345 der Schwörakt, ein Symbol städtischer Souverenität abgehalten. Nach Abbruch der alten Gebäude wurde 1618 das heutige Schwörhaus im Stil der Renaissance erbaut, welches jedoch im Zweiten Weltkrieg im Dezember 1944 schwer getroffen komplett ausbrannte. 1954 wurde das mit Barockgiebel wiederaufgebaute Schwörhaus wieder eingeweiht.

Im 1. Stock sieht man den angebauten Balkon, auf dem noch heute jährlich im Rahmen des Schwörfests der Ulmer Oberbürgermeister Rechenschaft ablegt und den Eid schwört: „Reichen und Armen ein gemeiner Mann zu sein in den gleichen, gemeinsamen und redlichen Dingen ohne allen Vorbehalt.“

Im Schwörhaus befindet sich heute das Haus der Stadtgeschichte Ulm und das Stadtarchiv Ulm.

 

Sonntagslächeln

Schönen Sonntag! 😊🐷😊

… Schweinchen vom Saumarkt im Ulmer Fischerviertel; Plastik „Dr Metzgr ond dr Baur beim Handl om dui Sau“.

Mit dem E-Bike durch Stuttgart XIII – schön war´s!

Zu guter letzt radelten wir wieder durch den wunderschönen Schloßgarten zurück an den Ausgangspunkt unserer rundum gelungenen E-Bike-Tour.

Ganz viel von Stuttgart haben wir gesehen, viele Eindrücke erhalten und dank unserer Guides wurden wir auch mit jeder Menge netten Geschichtchen zur Stadt gefüttert. Ich kann nur jedem empfehlen, so etwas einmal auszuprobieren – so kommt man doch sehr viel weiter herum und bekommt einen viel breitgefächterten Eindruck.

Wir kommen gerne wieder!

Das heutige Foto zeigt einen Gullideckel – darauf das Stuttgarter Pferd, das Wappentier der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg. Warum das Pferd das Stuttgarter Wappentier ist, ist nicht 100 %ig belegt, jedoch geht die Sage, der Name „Stuttgart“ leitet sich vom „Stutengarten“ ab, den es einmal am Nesenbach, ein Nebenfluss des Neckar, der durch Stuttgart fließt,  gegeben haben soll.

Mit dem E-Bike durch Stuttgart XII – der Schillerplatz

In Stuttgarts Stadtzentrum liegt der Schillerplatz, seinen Namen trägt er zu Ehren des deutschen Dichters, der mitten auf dem Platz auf einem Denkmal steht.

Bereits Ende des 16. Jahrhunderts wurde von Herzog Friedrich I. ein repräsentativer Platz an dieser Stelle in Auftrag gegeben und deshalb hier stehende Häuser abgekauft und abgerissen, um diesen Schloß- und Kanzleiplatz, der auch heute noch die gleichen Abmessungen hat wie vor mehr als 400 Jahren, zu errichten.

Rund um diesen zentralen Platz – auf dem heute zweimal wöchentlich ein Wochenmarkt und mehrfach im Jahr viele Veranstaltungen wie auch Ausläufer des eigentlich auf dem Stuttgarter Marktplatz stattfindenden Weihnachtsmarkt stattfinden – finden wir zahlreiche wichtige Gebäude wie das Alte Schloss, die Stiftskirche, den Fruchtkasten und den Prinzenbau.

Mit dem E-Bike durch Stuttgart XI – Denkpartner

 

Vorm Friedrichsbau finden wie die 2,70 x 2,70 m große Bronzeplastik „Denkpartner“ von Hans-Jörg Limbach, weit über Stuttgarts Stadtgrenzen hinaus bekannt und ein Wahrzeichen der Stadt. Ursprünglich stand die 800 kg schwere Plastik auf dem Kleinen Schlossplatz, wurde aber 1983 durch Vandalismus so massiv beschädigt, das sie der Künstler wieder zu sich nach Hause bringen lies. Dank einer privaten Spende konnte sie 1984 restauriert und kam zurück nach Stuttgart, dieses Mal auf den Rotebühlplatz.

Einige Jahre später wurde der Denkpartner an seinen heutigen Standort auf dem Börsenplatz vor den Friedrichsbau versetzt … seit dem denkt er dort. 😉

Mit dem E-Bike durch Stuttgart … X – Der Friedrichsbau

Auf unserer Radtour durch Stuttgart radeln wir weiter zurück Richtung Innenstadt und halten am Friedrichsbau an. Das 1898 im Jugendstil errichtete Gebäude beherbergte neben Büros im 1. Stock einen 800 Personen fassenden Theatersaal und war Sitz des bekannten Friedrichsbau Varietés. 1943 wurde es im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und brannte im Folgejahr nach einem alliierten Bombenangriff komplett aus. 1955 wurde der alte Friedrichsbau endgültig abgerissen, weil hier die Friedrichstraße verbreitert wurde.

Die L-Bank errichtete 1993 an dieser historischen Stelle am Börsenplatz den neuen Friedrichsbau errichtet, welcher Büros, Läden, Restaurants und mit 369 Plätzen das neue Friedrichsbau Varieté beherbergte. Letzterem wurde allerdings von der L-Bank gekündigt und es zog an den Pragsattel um.

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