Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

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Magische Mottos 2017: „streetart“ im November … ein Projekt von Paleica

Das November-Motto von Paleicas Magischen Mottos 2017 lautet „streetart“. Hier gehts zu ihrem Beitrag.

wikipedia schreibt dazu:
„Als Streetart … werden verschiedene, meist nichtkommerzielle Formen von Kunst im öffentlichen Raum bezeichnet, die nach der Absicht der Verursacher durchaus dauerhaft dort verbleiben sollten. …“

Von mir dazu 3 Bilder von unserem örtlichen Jugendhaus – zum Zeitpunkt der Aufnahme im tiefstehenden November-Sonnenschein, daher auch relativ stark beschattet, aber das macht nichts aus. Man erkennt auf jeden Fall den begabten Künstler. Ich finds toll!!!

Das Motto „Streetart“ im Sinne des Wortes interpretiert: Gullydeckel aus Santa Cruz de La Palma und Ansbach oder einfach mal die Kunst, die die Natur macht: Rauhreif im Gully. 😉

Im Schatten des Todes 😱

Nicht erschrecken … es geht mir gut!

„Im Schatten des Todes“ heißt die diesjährige Produktion der Störtebecker Festspiele in Ralswiek auf Rügen. Schon vor Wochen habe ich Karten gekauft und heute haben wir richtig Glück mit dem Wetter. Auch Abends um 11 ist’s noch 22 Grad warm und wir sitzen mit kurzer Hose in Reihe 8 und genießen die Vorstellung. Vorher haben wir uns das kleine Ralswiek angeschaut, das scheinbar zu 100 % von den Festspielen zu leben scheint. Wer ein Stückchen Platz hat, verscherbelt dieses als Parkplatz, wer einen alten Schuppen am Haus hat, baut ein Klo ein und macht damit bestimmt ein paar gute Euro am Abend, der eine hat einen Fischbrötchen-Stand im Garten, der andere verkauft Selbstgebasteltes oder Wasser und Bier. Aber das passt schon alles, die Leute leben in der Saison mit und auch von den allabendlich einfallenden tausenden Zuschauern. Wir schauen uns das schöne Schloss Ralswiek an, in dessen Schloßgarten hinunter  zum Bodden die Freilichtbühne liegt, gehen lecker essen und bald schon gehts los. 

 

Die Freilichtbühne wartet mit vielen Superlativen auf: Sie ist eine der größten Freilichtbühnen Europas: 9.000 Zuschauer können je Vorstellung die darin mitwirkenden über 150 Schauspieler und 30 Pferde mit Reitern, ein großartiges Bühnenbild, 4 Schiffe auf dem Bodden, spektakuläre Stunts und Spezialeffekte und zum Schluss zwar kein Happy End – Klaus Störtebecker wird auf dem Hamburger Rathausplatz geköpft -, dafür ein wunderschönes Feuerwerk über dem Großen Jasmunder Bodden anschauen … unvergesslich!

Resonanzen * Stimmen des Münsters * Ulmer Münster 14. Juli 2017

 

 

Resonanzen * Stimmen des Münsters

Der 14. Juli war bei mir ein dichtgedrängter Tag. Früh aufstehen, viel Autofahren, Arbeitstermine im Allgäu, das alljährliche Sommerfest unserer Städtischen Musikschule – Töchterlein spielt dort Klavier und singt im Jugendchor. Dieser und auch die anderen Darbietungen sind es wirklich wert dabeizusein. Und dann wollte ich eines nicht verpassen:

„Resonanzen“ im Ulmer Münster

Also fuhr ich 22:00 nach Ulm und fand mich wenig später mit hunderten Menschen vorm und kurz danach mit über 2.700 Menschen im rappelvollen Ulmer Münster (an Weihnachten sind wesentlich weniger Menschen dort) wieder. Die Bankreihen waren schnell gefüllt, ich sicherte mir einen der wohl besten Plätze – ein Mitarbeiter bestätigte mir meine gute Wahl – im hinteren Teil es Mittelgangs und wartete. Schon alleine mit so vielen Menschen unterm welthöchsten Kirche zu stehen, war sehr ergreifend.

8 Hochleistungsbeamer nutzten die gesamten Innenwände des Mittelschiffs bis in über 20 m Höhe und damit über 4.000 Quadratmeter Projektionsfläche für eine Videoinstallation, die es so noch nie gab. Ulmer Bürgerinnen und Bürger wurden im Vorfeld zu ihren Zukunftsvisionen befragt und haben so aktiv an der Entstehung teilnehmen können. Ihre Wünsche, Ängste, Zeichnungen und Portraits wurden in einem wahren Licht- und Farbspektakel an die Kirchenpfeiler projiziert – bunt, nachdenklich, zukunftsfroh, manchmal bedrückend aber auch voller Hoffnung. Alle paar Minuten änderte sich die Lichtstimmung, dazu passend auch die sphärischen Klänge. Man hätte förmlich das Gefühl, hineingezogen zu werden. 

Begleitet wurde dieses Kunstprojekt von wittmann/zeitblom und René Liebert von Kompositionen für Orgel, Percussion, Elektronische Musik und Sprecher.

Ein unglaublich tief gehendes, ergreifendes Erlebnis für Auge, Ohr und Geist, das ich nicht missen möchte!

In einem Video habe ich ein paar Sequenzen zusammengefasst. Wirklich beeidruckend! Der offizielle Zusammenschnitt ist hier auf youtube zu finden. 

TIPP: Für einen Besuch im Ulmer Münster lohnt sich auf jeden Fall die neue App „Ulm Stories“, die spannende Geschichten über das Wahrzeichen Ulms, das Ulmer Münster mit dem welthöchsten Kirchturm zu erzählen weiß.

Der auf den Fotos gezeigte Ausschnitt ist im Hellen übrigens dieser hier. Allein das Kruzifix misst über 5 m.

„Universal Monsters“ 

Laupheim hat einen großen Sohn, Carl Laemmle, geboren 1867 als Sohn eines jüdischen Viehhändlers. Dessen Geburtstag jährt sich heuer zum 150. Mal und das wird in unserer Stadt auch richtig gefeiert. Er wanderte nach Amerika aus, wollte da sein Glück versuchen. Nach vielen Umwegen begründete er die Universal Studios, das heutige HOLLYWOOD und produzierte unwahrscheinlich viele Filme, so auch eine Reihe von Filmen, die als „Universal Monsters“ bezeichnet wurden. 

Das diesjährige Musical unseres örtlichen nach ihm benannten Gymnasiums trägt eben diesen Namen und endet nun heute Abend mit der dritten Aufführung. Ein voller Erfolg!!!

60 Kinder haben monatelang geprobt und sind mit Herz und Seele dabei. Quasimodo, dem vom Glockengeläut schlecht wird, Dracula, der kein Blut sehen kann, das Phantom der Oper, das auf Rockmusik steht  … und noch viel mehr Monster sind dabei. Frankenstein erschafft mit Hilfe seines Gehilfen, der im Publikum ein Gehirn entnimmt, ein unsägliches Monster namens Donald (Trump), aber zum Schluss wird natürlich alles gut. 


Unsere Tochter spielt und singt die Titelrolle des Carl Laemmle. Toll macht sie das! Unfassbar stolz sind wir!!! 😊😊😊

Ein schöner Artikel in unserer Zeitung erscheint heute und dazu noch ne tolle Fotostrecke. Fotos: Roland Ray

Prag – der Fernsehturm und David Cernys Babys

Nur 300 m von unserer für ein paar Tage gemieteten Wohnung im Stadtteil Prag Zizkov entfernt und aus dem Dachfensters wunderbar zu sehen steht der 216 m hohe Prager Fernsehturm, der über eine meteorologische Station und Fernseh- und UKW-Hörfunk-Sender verfügt. Drei 134 m hohe stahlverkleidete Betonsäulen tragen eckige Räumlichkeiten, in denen Sendetechnik, ein Restaurant in 63 m und eine Aussichtsplattform in 95 m Höhe untergebracht sind. Mit den beiden Besucheraufzüge ist man in Sekunden oben und hat einen wunderbaren 360-Grad-Rundumblick auf die Stadt. Eine Besonderheit gibt es noch: Einer der Quader wurde im Rahmen der Sanierung 2012 zum „OneRoomHotel“ umgebaut und man kann hier für läppische 929 € zu zweit in einem 6-Sterne-Zimmer eine Nacht mit Champagner, Drei-Gänge-Menü, Reinigungsservice, eigenem Butler und noch mehr Annehmlichkeiten bei absolut einmaligem Blick verbringen. Wär doch mal was!

 

Lt. Reiseportal virtualtourist nimmt der Prager Fernsehturm den 2. Platz in der Rangliste der weltweit hässlichsten Gebäude ein. Find ich nicht, aber das liegt ja im Auge des Betrachters. Besonders sind noch David Cernys Riesenbabys „Miminka“, die seit 2000 den Turm hinauf- und hinunterkrabbeln. Die gesichtslosen Babys sind 3,5 m lang und 2,6 m hoch. Cerny, 1967 in Prag geboren, schafft weltweit immer wieder kontroverse und geniale Kunst – getreu Ernst Fischer „Die Kunst muss nichts. Die Kunst darf alles.“


Mir gefällt der Turm sehr und gespiegelt durch unser Dachfenster sah er nachts besonders gut aus:


FUNDSTÜCK DER WOCHE … oder „Teenager goes art“

In meiner neuen Blogkategorie „Teenie-Time“ heute das erste Werk, das ich mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin ausstellen darf. Geschaffen vom Tochterherz, 13.

Antwort auf meinen Titel: „Sei froh, dass ich Sport mache!“ 

Bin ich! 😘

Schloß Nymphenburg – das Marstallmuseum … hier ist alles Gold, was glänzt!

Galawagen Ludwig II.

In den ehemaligen Stallungen des Schlosses Nymphenburg im Südteil des Schlosses befindet sich das Marstallmuseum.

(Wikipedia: Marstall (von althochdt.: marahstal, zusammengesetzt aus marah ‚Pferd (Mähre)‘ und stal ‚Stall‘) war ursprünglich eine Bezeichnung für einen Pferdestall eines Fürsten.)

Es beherbert eine umfangreiche Sammlung historischer Staats- und Galawagen, Prunkschlitten und Rüstungen der bayerischen Kurfürsten und Könige und zählt zu den weltweit bedeutendsten Sammlungen. Die Ausstelung zeigt die Fahrzeuge als Kunstwerke genauso wie die Entwicklung der Technik im Wagenbau.

Hier ist alles Gold, was glänzt!


 

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