Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

Auf dem Marktplatz in der Marburger Oberstadt, auf dem noch zweimal wöchentlich Wochenmarkt abgehalten wird, steht das historische gotischen Rathaus, erbaut 1512 bis 1527. Weil den Marburgern ihr Rathaus aber zu schmucklos erschien, hat 1581 Baumeister Eberhard Baldewein den schönen Renaissance-Turm mit Uhrgiebel an das Rathaus angebaut. Über dem Turmeingang befindet sich eine Kopie eines Steinreliefs von Ludwig Juppe, das der heiligen Elisabeth gewidmet ist.

Der Marburger Marktplatz hat außerdem noch wichtige historische Bedeutung: Er war Schauplatz der Gründung des Landes Hessen im Jahr 1248. Sophie von Brabant, älteste Tochter der Heiligen Elisabeth, soll hier am Marktbrunnen nach dem Tod des letzten Ludowingers Heinrich Raspe IV. ihren damals 4jährigen Sohn Heinrich zum Landgrafen ausgerufen haben. Dieser wurde nach längeren Erbstreitigkeiten tatsächlich hessischer Landesvater und 1292 Landgraf. Damit wurde Marburg zur Residenzstadt.

Unbedingt anschauen sollte man den Gockel oben auf der Rathausuhr, der zu jeder vollen Stunde mit seinen Flügeln schlägt und dazu kräht. Seht selbst, ich habe ein kurzes Filmchen hier auf YouTube gestellt. (Wir haben sehr gelacht!)

Kommentare zu: "Marburg – ein Hahn auf dem Rathaus" (2)

  1. Guten Morgen liebe Antje, vielen Dank, dass du meine Stadt so schön darstellst. Auch ich habe jahrelang gedacht, dass der Hahn krähen würde, dabei schlägt dieser nur mit den Flügeln und einer der darunter befindlichen Hornbläser soll die Gräusche machen 😉 Zwar steht auf dem Brunnen selber, dass Sophie von Brabant hier das Land Hessen gegründet hatte, was aber inzwischen historisch widerlegt wurde, doch die Marburger hängen eben sehr an ihrer Geschichte, ob wahr oder nicht 😉 Deshalb kein Vorwurf an dich, weil wir selbst Schuld sind 😀 Allerbeste Grüße aus Marburg!

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    • Also wenn ich jetzt von der Zeitung wäre, könnten alle wieder schreien: „Lügenpresse! Lügenpresse!“ 🙃
      Ihr Marburger habt‘s aber ganz schön an euch gerissen und die Geschichte ein wenig „verdreht“. Lieben Gruß Antje

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