Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

Ulm – Das Schiefe Haus

Das „Schiefe Haus“, an – ja fast im – Flüsschen  Blau im Fischerviertel gelegen ist neben dem Ulmer Münster wohl meist fotografierte Objekt in Ulm: Es stammt aus dem Jahr 1406. Durch den nordseitig festen Untergrund und die Blau an der Südseite neigte sich das Haus derart, dass es durch drei Säulen in der Blau gestützt werden musste. Mitte des 17. Jahrhunderts erhielt es dann an Südseite die steinerne Außenwand. Am Giebel der Südseite hängt ein Schlüssel herunter, nicht, damit man ins Kämmerchen seiner Geliebten eindringen kann, sondern damit der Besucher sieht, wie stark das Haus sich neigt, nämlich um 10 Grad

Am historischen Anlegeplatz von Fischerbooten ist heute eine Galerie mit Bodenverglasung über der Blau.

1994/95 wurde das gesamte Haus entkernt; im Fundament verstärkt, das Tragwerk rekonstruiert und der Dach- und Deckenbereich stabilisiert. Aus den früheren drei großen Räumen wurden unter Einhaltung aller Denkmalschutzverordnungen elf modern eingerichtete Hotelzimmer sogar mit Fußbodenheizung. Manche davon weisen Schräglagen bis zu 40 cm über die Zimmerbreite auf. Die Betten sind allerdings waagerecht austariert und zeigen dank angebrachter Wasserwaage dem Gast, dass er horizontal liegt und „nur“ das Zimmer schief ist.

Das Schiefe Haus ist seit 1997 als das Schiefste Hotel der Welt im Guinness-Buch der Rekorde eingetragen. Man kann dort noch heute übernachten, gut frühstücken und am Wochenende nach Voranmeldung eine kleine Führung durch verschiedenen Räume nebst Kaffee und Kuchen bekommen.

… auch etwas, das ich nochmal tun möchte!

 

Kommentare zu: "Ulm – Das Schiefe Haus" (8)

  1. Sehr schön, die Neigung ist ja schon heftig. Da kommt unser schiefes Haus in Forchheim nicht mit.

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  2. Ich dachte mir schon, dass der Schlüssel die Neigung anzeigen soll, aber danke für die Info! Wer das sehenswerte Ulm mal besucht, wird feststellen, dass dort einige Häuser Schieflage haben 🙂

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    • … jede Menge. Der Metzgerturm in der Stadtmauer an der Donau neigt sich auch über 2 m in die Stadt hinein. Davon kommt dann auch noch ein Beitrag: Kennst mich ja! 🙂

      Gefällt 1 Person

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