Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

Die Vatikanischen Museen beherbergen die päpstlichen Kunstsammlungen und sind eine der wichtigsten und größten Kunstsammlungen der Welt. Man findet hier Sammlungen orientalischer und etruskischer Altertümer, der klassischen Antike, frühchristliche und mittelalterliche Kunst aus dem 3.–14. Jahrhundert, Kunst von der Renaissance bis ins 19. Jahrhundert und auch zeitgenössische Kunst sowie eine völkerkundliche Sammlung. Die unglaubliche Sixtinische Kapelle gehört ebenso dazu und darf bei einem Besuch nicht fehlen.

Wir gehen durch hunderte Meter lange bis ins letzte Eck kunstvollst verzierte Gänge,

durch ewig hohe Hallen mit wunderschönen Deckenkuppeln, in kleine Innenhöfe mit Brunnen, sehen hunderte bis zu 5 m hohe Statuen, laufen vorbei an 40 m² großen geknüpften Wandteppichen, auf denen jede Region Italiens dargestellt ist, können das alles gar nicht fassen und verarbeiten, was es hier zu sehen gibt.

Sicherlich reicht hier ein ganzer Tag niemals aus, sich ein Bild von alle dem zu verschaffen, was hier an den Wänden hängt oder auf Sockeln steht. Unglaublich! Nun haben wir aber leider nur ein paar Stunden und – was dem Ganzen dann doch etwas Abbruch bereitet: Wir sind hier mit hunderten anderer Besucher. Es ist ein unglaubliches Geschiebe und Gedränge. Wer auf die Idee kommt, da auch noch sein Kind im Buggy durchzuschieben – keine Ahnung!

Die Sixtinische Kapelle, 40 m lang, 13 m breit und 20 m hoch, ein unglaubliches Meisterwerk, zu sehen, war schon lange mein Wunsch und ich bin noch immer sehr begeistert von dem, was man dort sieht. Wenn man weiß, dass ein einziger Mann, Michelangelo Buonarroti, innerhalb von 4 Jahren zwischen 1508 und 1512 auf 520 m² die Genesis, das Jüngste Gericht und die berühmte Erschaffung Adams, bei der Gottvater Adam mittels seines ausgestreckten Fingers zum Leben erweckt, mit 115 über 3 Metern hohen überlebensgroßen Charakteren schuf, kann man nicht anders, als still beeindruckt sein.

Die Stimmung trüben sehr die Ordner in der Sixtinischen Kapelle, die jeden Besucher wirklich unfreundlich anherrschen, leise zu sein, keine Fotos zu machen und in die Mitte des Raumes und hinten wieder raus zu gehen. Wenn die Masse der Menschen, die dann dort etwas verweilen möchte, zu großen „Lärm“ macht, geht einer der Ordner zu einer Glocke, läutet diese und spricht dann in ein Mikrophon „Silencium“. Naja, hält auch nicht lang.

Wunderbare Kunst in unzählbarer Menge. Man kann kaum fassen, was hier steht, liegt oder an den Wände hängt. Gerne wäre ich hier noch einmal und dann viel länger … nur bitte umgeben von wesentlich weniger Leuten! ☺️

Kommentare zu: "Tag 4 unserer AIDA-Kreuzfahrt „Perlen am Mittelmeer“ – Rom – die Vatikanischen Museen und die Sixtinische Kapelle" (1)

  1. das ist ja fast wie in Neuschwanstein ! Hunderte Leute werden hier auch täglich durchgeschleußt ! Mit der Kunst hast du mich natürlich auch wieder auf dem falschen Fuss erwischt ! Das war nie mein Ding und wird es auch nie werden !!! Aber gehört habe ich natürlich schon von der Kapelle ! Sicherlich ein Highlight jeder Rom Reise und du hast dir ja deinen Wunsch erfüllt !!!!

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