Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

Noch einmal gemeinsam fr├╝hst├╝cken, noch einmal den Rucksack packen, noch einmal Blasen verkleben, noch einmal Motivation und noch einmal Loslaufen. Heute geht sie zu Ende – unsere 150 km lange Pilgerwanderung in 7 Tagen auf Brandenburgs Jakobsweg.

Wir laufen ├╝ber die Spree durch das Regierungsviertel, um die Museumsinsel, vorbei an hunderten Touristen, die uns mit unseren gr├╝nen TShirts und unseren Rucks├Ącken etwas komisch betrachten. An der Marienkirche am Alexanderplatz angekommen, k├Ânnen wir kaum glauben, dass das Ende unserer gemeinsamen Woche nun doch immer mehr naht. Den letzten Stempel in den Pilgerpass holen wir uns in der Kirche, in der wir auch nochmals etwas Ruhe finden k├Ânnen. Reiner hatte darum gebeten, sich – obwohl er nat├╝rlich bis zum Schluss mitlaufen wird – in unserer kleinen Runde von uns zu verabschieden und so tat er es auch in einem Kreis von jedem pers├Ânlich. So langsam wird es sehr emotional!

Nun kommen von einigen schon Angeh├Ârige, Kollegen, Eltern, Freunde, die Frauen einer Laufgruppe, Mitarbeiterinnen der Berliner Krebsgesellschaft … alle wollen mit uns die letzten Kilometer zum Brandenburger Tor pilgern. Entlang von viel Gr├╝n laufen wir kreuz und quer durch Berlin-Mitte und Kreuzberg, sehen noch viele sch├Âne Parks und Wasserfl├Ąchen, essen das letzte gemeinsame Eis bis wir tats├Ąchlich 15:00 den Tiergarten verlassen und aufs Brandenburger Tor zusteuern. Unsere Ankunft k├Ânnt ihr hier sehen. Danach gabs nur noch Tr├Ąnen der Freude!

… und wenn unsere gemeinsame Geschichte in diesen Tagen nur einem betroffenen Menschen, einem Menschen, der gerade in der Krebstherapie k├Ąmpft, sie vor sich oder kurz hinter sich hat und zweifelt oder ├ängste hat, einem Menschen, der seinen Angeh├Ârigen pflegt und unterst├╝tzt, hilft, dann reicht das schon, dann hat sich alles gelohnt. Und aus den vielen positiven R├╝ckmeldungen wei├č ich, dass dies bereits mehrfach geschehen ist.

Mir selbst hat die Woche mehr gebracht als gedacht, als erhofft! Ich habe wunderbare Menschen kennengelernt, die an die gleichen Grenzen sto├čen wie ich. Ich habe geweint und viel gelacht, habe getragen und bin getragen worden, habe in mich hineingeh├Ârt und kann wieder vertrauen. … angekommen am Brandenburger Tor nach 7 Tagen und 150 km Pilgern auf dem Jakobsweg durch Brandenburg ­čĺÜ mit unfassbar starken, mitrei├čenden, nachdenklichen und fr├Âhlichen Menschen. Ich danke Euch!!!

Kommentare zu: "Tag 7 unserer Pilgerreise … unglaubliche Gef├╝hle ­čĺÜ" (9)

  1. sehr emotional und wundersch├Ân geschrieben und erz├Ąhlt ! Ich kann mir sehr gut vorstellen dass hier ein schwerer Abschied stattgefunden hat und kann nur nochmals meine 100 %ig Bewunderung f├╝r alle Teilnehmer aussprechen. Eine Erlebniss dass du niemals in deinem Leben vergessen wirst das glaub kann ich mit Garantie einfach sagen !!! Ich bewundere auch die Organisation von einem Team die sowas auf die F├╝├če gestellt haben den dies geh├Ârt nat├╝rlich auch dazu. Soweit ich es beurteilen kann hat alles funktioniert und alle hatten trotz der Anstrengungen eine Menge Spa├č dabei !!!! Ganz ganz toll Antje !!!!! Ich denke ihr werdet auch weiterhin in Kontakt bleiben !!! LG Manni

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  2. Liebe Antje, vielen Dank f├╝r die inetressante Pilgerreise und das meine F├╝├če dabei verschont blieben ­čśÇ Ich hoffe deine sind wieder fit ­čśë

    Gef├Ąllt 1 Person

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