Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

Mitten in der Stadt Schwabach steht das bekannte Denkmal des Goldschlägers:

Im 16. Jahrhundert wurden mit der Nürnberger Handwerksordnung derartige Vorschriften verhängt, dass die ersten Goldschläger dort nicht mehr arbeiten konnten und nach Schwabach auswanderten, wo sie gute Bedingungen für ihr Handwerk vorfanden, besonders das für die Blattgold-Herstellung wichtige trockene Klima. Um 1900 stand das Blattschlägerhandwerk hier in voller Blüte. Es gab rund 130 Betriebe mit zeitweise bis zu 1.200 Beschäftigen. Heute gibt es in Schwabach und Umgebung noch 5 Goldschlägerwerkstätten.

Wie wird Blattgold hergestellt?
Zuerst wird das Gold geschmolzen; Zusatzstoffen wie Platin, Kupfer oder Silber sind für die unterschiedliche Farbe des späteren Blattgoldes verantwortlich. Aus dem geschmolzenen Gold werden Barren gegossen, diese zu Bändern gewalzt und dann in kleine Quadarate geschnitten. 400 bis 500 der ca. zeitungspapierdicken Quadrate werden übereinander in eine Quetsche gelegt.  In mehreren Arbeitsgängen wird das Gold nun immer wieder – früher mit Muskelkraft, heute mit Maschinen, geschlagen und beschnitten, bis es zum Schluss 8 x 8 cm und eine Dicke bzw. „Dünne“ von ca. 1/10.000 mm aufweist.

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