Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

Nach dem riesigen Abenteuer, über den Nebelwald zu fliegen – alleine und nur mit einem Karabiner an einem Stahlseil festgemacht – brauchen wir erstmal eine kleine Stärkung. Es gibt leckeren Cappuccino und hausgemachten Kuchen. Wir genießen unsere kleine Siesta und reden immer wieder über dieses unglaubliche Erlebnis.

Dann besuchen wir das riesige Schmetterlingshaus, über das wir ja auch am letzten Canopy-Seil (hier im Film zu sehen links unten) geflogen sind. Es ist heiß und stickig im Haus. Die Kamera gewöhnt sich erst nach einer halben Stunde an dieses feuchtnasse Klima.

Mal ganz abgesehen davon , dass das evtl. nicht gesund sein kann für die Kamera: Weiß jemand, wie man diesen Vorgang verkürzen kann und dieses Anlaufen der Linse verhindert oder wenigstens verkürzt?

Zwischen hunderten verschiedenen tropischen Pflanzen stehen Futterstationen mit Bananenbrei, Häuschen mit mehreren hundert Schmetterlingspuppen, denen man beim Schlüpfen zuschauen kann, es gibt viele verfressene Raupen und unzählige bunte Schmetterlinge. Ganz oben wohnt einer roter Ara und begrüßt uns lautstark. Schön!

Nun wartet hier oben noch eine Sache auf uns und auch diese ist etwas ganz besonderes: Der Hummingbird Garden. Auf einer kleine Terasse stehen übermannshohe Futterstationen mit herunterhängenden mit Zuckerwasser gefüllten Tränken und rundherum schwirren Dutzende Kolibris. Und tatsächlich ist es ganz einfach, diese auf seiner Hand landen zu lassen. Sie müssen nämlich ihre langen Schnäbel in kleine Löcher stecken um an die Nahrung heranzukommen. Man braucht einfach nur etwas Geduld und seine Hand daneben halten und sie lassen sich kurz darauf nieder, nehmen diese Flugpause gerne an und schlürfen den süßen Saft. Ansonsten schwirren die hier im Nebelwald frei lebenden kunterbunt leuchtenden Kolibris in einem Affenzahn um unsere Köpfe herum, es klingt, als würde ein Hubschrauber vorbeifliegen. So nah war ich diesen wunderschönen Vögel noch nie.

330 Arten gibt es in ganz Nord- und Südamerika, 54 davon in Costa Rica. Die winzigen Vögelchen – der Kolibri ist der kleinste Vogel der Welt – bringen in kleinster Form nur 2 Gramm Körpergewicht auf die Waage, der Riesenkolibri erreicht nur leichte 20 Gramm.

Im Schwirrflug bewegen sie ihre Flügel bis zu 80 mal in der Sekunde und das nicht nur auf und ab sondern in Form einer liegenden Ziffer 8. Das ermöglicht ihnen, in der Luft zu stehen oder auch diese unglaubliche Wendigkeit ähnlich eines Hubschraubers. Das metallisch-bunt schimmernden Gefieder reicht ihnen noch nicht aus und so schmücken sich die Männchen noch mit rot, blau oder grün leuchtenden Kehlfedern. Ihr besonders langer und schmaler Schnabel sieht bei den verschiedenen Arten auch unterschiedlich aus, variiert in Länge und Breite und ist so auf den jeweiligen Blütentyp, von dem sich diese Kolibriart ernährt, angepasst.

Am Abend zurück in der Logde werden bei langen schönen Gesprächen aus einem Cocktail ganz schnell mehrere, wir essen noch eine Keinigkeit im Restaurant der Lodge und legen uns voller schöner Eindrücke in unsere Betten. Morgen nach dem Frühstück gehts heraus aus diesem üppigen Grün und an den Pazific.

Kommentare zu: "🇨🇷 Costa Rica – Tag 9: Ein Tag im Nebelwald – Teil 2 … Butterfly & Hummingbird 😊😊😊" (10)

  1. Ein Vogel wie ein Smaragd:-) 🙂 🙂

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  2. Die sehen wirklich umwerfend schön aus, also danke für deine Bilder. Ich hätte wahrscheinlich stundenlang auf der Lauer gelegen um die kleinen bunten Hubschrauber in jeder Position abzulichten. Wie wohl die Eier von Kolobris aussehen? Unfassbar 🙂

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    • Wir waren bestimmt 1 1/2 Stunden dort auf diesem kleinen Platz. Immer und immer wieder flogen sie um uns herum und das zu Dutzenden. Ganz wunderbar und einmalig.

      Zum Thema Colibrieier hab ich auch was im Netz gefunden:

      Die kleinsten Eier messen 11×8 mm (Bee Hummigbird aus Cuba) bis 20×12 mm (Giant Hummingbird, Anden). Gewicht 0.4 – 1.4 g, je nach Größe der Art.

      Im Verhältnis zur Körpermasse entspricht das ca. 17% der Körpermasse des Weibchens bei kleinen Arten und 7-8 % bei grösseren.

      Quelle:
      Schuchmann, K.L. 1999. Family Trochilidae (Hummingbirds). In: Hoyo, Elliot, Sargatal (eds.) Handbook of the Birds of the World
      Vol 5 p. 510. Lynx Edicions Barcelona

      Liebe Grüße Antje

      Gefällt 1 Person

  3. Liebe Antje, ich versuche es noch einmal. Ich kann leider auf deine Beiträge nicht mehr antworten.

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