Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

Am Morgen unseres 1. Tages in Costa Rica geht es recht früh los, doch das passt prima, denn die europäische Zeit steckt ja noch in uns und ich bin sowieso ab 4:30 Uhr wach. Nach einem guten costaricanischen Kaffee und kleinem Frühstück (die Ankündigung lautet: „Es gibt unterwegs ein ausgiebiges Frühstück.“) starten wir mit kleinem Gepäck – denn übermorgen Abend kommen wir wieder für eine Nacht hierher – Richtung Norden an die Karibikküste. Unser erstes Ziel ist der Tortuguero Nationalpark.

Seit 1930 existiert an der Karibikküste nur 40 km vor der Grenze zu Nicaragua mitten im Regenwald das Dorf Tortuguero, in dem sich damals eine kolumbianische Familie niederließ. Als man 10 Jahre später mit dem Abholzen des Regenwaldes begann, baute man kleine Flussarme zu Kanälen aus, um einen leichteren Abtransport des Holzes zu ermöglichen.

Nach 1 1/2stündiger Busfahrt durch den Braulio Carillo Nationalpark mit riesigen Regenwaldbäumen, Pflanzen mit Blättern so groß wie eine Haustür, Hängepflanzen, Aufsitzerpflanzen und 4 m hohen Farnen, die wir nur aus dem Botanischen Garten kennen, kommen wir vorbei am Rio Sucio. Da wir am Ende der Trockenzeit hier sind, führen die sonst reißenden Flüsse alle wenig Wasser, plätschern eher als Bächlein dahin. An der Stelle, an der wir den Rio Sucio überqueren, fließt dieser sedimentreiche „schmutzige“ Fluss mit dem sauberen Rio Hondura zusammen. Man kann es gut sehen!

Weiter gehts noch einige Kilometer durch tiefe überwucherte Schluchten bis zum angekündigten Frühstück mit Kaffee, dem heimischen herzhaften Pinto Gallo (Reis mit schwarzen Bohnen), Rührei, gebackenen Bananen und viel frischem Obst und Fruchtsmoothies. Nun geht es auf einer Buckelpiste weiter – vorbei an ewig langen Bananen- und Ananasplantagen, Manjok- und Papayafeldern. Unterwegs hält der Bus in einem der vielen kleinen Dörfchen nochmals an und Landfrauen kommen herein und verkaufen – man könnte ja schon wieder ein kleines Apptitchen haben – kleine süß oder herzhaft gefüllte und noch warme Quesadillas.

Nach einer weiteren Stunde kommen wir zum kleinen Hafen „Caño Blanco“. Jetzt heißt es: Umsteigen ins Motorboot. Unser Gepäck fährt in einem extra Boot und wir nun über eine Stunde bis zur Mawamba Lodge, einer Lodge mitten im Regenwald.

Und ab geht die wilde Fahrt!

Schon unterwegs staunen wir über den unglaublich üppig grünen Bewuchs, viele bunte Vögel, Snakebirds, die in der Sonne ihr Gefieder trocknen und die vielen bunten Blüten.

Angekommen erwartet uns das Personal mit kühlen Tüchern und einem erfrischenden Glas Saft. Wir können unsere hübschen Zimmer in kleinen Häuschen mit Hängematte auf der Terasse beziehen und sind zu einem kleinen leichten Lunch eingeladen. 

Danach schaue ich mich erstmal ein wenig um, besuchen den Karibikstrand, an den die Lodge grenzt und finde mitten im Garten der Lodge bunte, nie gesehene Blüten, Kiskadees – lautstarke freche Vögel mit knallgelbem Bauch – und den ersten und riesigen Iguana (Leguan). Es werden noch einige!!! dazukommen.


Am Nachmittags fahren wir mit dem Boot in das nahe der Lodge gelegene Dörfchen Tortuguero

und machen einen Spaziergang durch selbiges, kaufen unsere erste Kokosnuss und trinken sie aus, finden eine tollen Kalebassenbaum und spazieren am wunderschönen Karibikstrand zurück zur Lodge, immer die Füße im warmen Wasser. Aufgrund der starken Strömung ist es hier leider nicht erlaubt, schwimmen zu gehen, obwohl der weiße Strand und 28 Grad warmes Wasser dazu einladen. Gebadet haben wir dann noch im herrlichen Pool! Später genießen wir einen Cocktail und ein leckeres Dinner mit Salaten, typisch costaricanischen Gerichten und frischem Fisch.


Hier wird es schon gegen 18:00 Uhr dunkel, so dass wir durchaus sehr früh in die Betten fallen, morgen früh gehts schon vorm Frühstück 5:30 Uhr zur ersten Bootstour!

 

 

 

 

Kommentare zu: "🇨🇷 Costa Rica – Tag 1: Auf nach Tortuguero 🛥🌴🌺" (15)

  1. Ein abenteuerliches Eldorado für Fotografen 🙂

    Gefällt 2 Personen

  2. Das ist ein wahrer Traum liebe Antje:-)

    Gefällt 2 Personen

  3. Tolle fröhliche Farben! Da wäre ich jetzt auch gern …

    Gefällt 1 Person

  4. Was für ein Traum. Ihr seid wirklich zu beneiden. Fasziniert verfolge ich deinen Reisebericht.

    Gefällt 1 Person

    • Schön, dass Du mitliest. Ich werde wohl die Artikel etwas streuen und auch für einen Tag mehrere schreiben. Da ist sonst viel zu viel in einem und manche Sachen gehen unter. Ist ja auch schließlich mein Urlaubs-Tagebuch. 🙂

      Gefällt mir

  5. *Wow…
    das ist ja traumhaft liebe Antje und diese Farben, ich bin begeistert.

    Alles auch etwas abenteuerlich 😉

    und husch bin ich beim nächsten Eintrag 😉

    Gefällt mir

  6. Da haben schon so viele von einem Traum gesprochen dass ich es auch nicht noch tun muss !!! Es ist einer !!!!
    Das ganze sieht mir ein wenig so aus wie am Amazonas ect. einfach nach Regenwald und Dschungel !!! Wird dir ewig in Erinnerung bleiben ! LG Manni

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Schlagwörter-Wolke

%d Bloggern gefällt das: