Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

Jörg Syrlin schuf 1469 bis 74 aus dunklem Eichenholz das 89 SitzplĂ€tze große ChorgestĂŒhl des Ulmer MĂŒnsters. Eine Frauen- und eine MĂ€nnerseite sind einander gleichberechtigt gegenĂŒbergestellt. Lebensgroße BĂŒsten, geschaffen vom Schnitzer Michel Erhart stellen auf der Frauenseite Sibyllen, also Seherinnen dar, auf der MĂ€nnerseite Dichter, Forscher und Philosophen. 

Eine kleine Anekdote erzĂ€hlte uns unser FĂŒhrer bei der nĂ€chtlichen FĂŒhrung durchs MĂŒnster:

Die erste BĂŒste beim Betreten des Chorraums auf der MĂ€nnerseite stellte den Dichter Vergil dar. Ihm gleichberechtigt erste auf der Frauenseite ist seine Ehegattin, deren Haube und die Hand in der aufgeschlagenen Bibel die reife Frau darstellt, die ihren Weg zu Gott gefunden hat.

Aber wen schaut Vergil an? Nicht sein etwas verhĂ€rmtes Weib! die ein wenig mĂŒrrisch dreinschaut. Nein! Sein Blick geht hinĂŒber etwa in die Mitte der Bankreihe zu einem jungen pausbĂ€ckigen unverheirateten MĂ€dchen, zu erkennen an geflochtenem Haar und Hut statt Haube.

Ein Schelm, wer Böses denkt! 😉

Kommentare zu: "Ein Schelm, wer Böses denkt! đŸ˜‰" (1)

  1. Kann ich stundenlang bewundern

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