Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

Die Symbole in Jüdischen Grabsteinen sind vielfältig, jedoch wird man niemals Personendarstellungen oder gar Porträtbüsten finden. Symbole stehen meist für Namen, Familienstände oder Berufe, Funktionen und Ehrenämter.

Die Wasserkanne steht für einen Verstorbenen auf der Familie der Leviten, die Beschützer und Diener des Tempels waren. Segnende Hände sind das Sinnbild eines Kohen, d.h. der Verstorbene geht auf eine altpriesterliche Familie zurück, deren Urvater Aaron, der Hoheprister und Bruder Mose war. Das Symbol eines Blasinstruments (gekrümmtes Widderhorn) weist auf das Ehrenamt des Schofarbläsers der Gemeinde hin. Der Schofar wird traditionell an Rosch Haschana, dem Jüdischen Neujahrsfest geblasen. Ganz rechts sehen wir das Symbol auf dem Grabstein von Rebekka Lämmle, der Mutter des in Laupheim geborenen Filmpioniers, Gründers und Leiters der Universal Studios, Gründervater von Hollywood Carl Lämmle. Im Ornament findet man die Anfangsbuchstaben ihres Namens in hebräischer Schrift.

Der Grabstein wurde von einem ebenfalls sehr berühmten Sohn Laupheims geschaffen, dem Künstler Friedrich Adler, der 1878 hier geboren wurde. Er war Architekt, Keramiker, Möbelgestalter und vor allem für seine Entwürfe für Metallarbeiten, Textildruckverfahren und später auch Haushaltsgegenstände bekannt. Friedrich Adler starb 1942 im KZ Auschwitz-Birkenau.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Schlagwörter-Wolke

%d Bloggern gefällt das: