Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

Scheinbar kennt JEDER! Palma de Mallorca. Bekannte fliegen „mal schnell“ hin und lassen am Ballermann „die Sau raus“. Andere gehen schon seit Jahren immer wieder in Mallorcas Norden in den Urlaub. Ich war noch nie in Deutschlands 17. Bundesland. Letztes Jahr haben wir einen wunderschönen Urlaub auf der Nachbarinsel Menorca verbracht, immerhin! 😉
Vor ein paar Tagen bin ich jetzt zum ersten Mal auf der Insel gelandet, jedoch nur, um mit dem Shuttlebus aufs Schiff zu kommen. Heute setzen wir wieder einen Fuß auf mallorquinischen Boden und laufen viele Schritte.

Das Panorama war ja schon am ersten Abend beeindruckend schön, besonders nachts, als die Kathedrale hell erleuchtet wurde. Diese ist auch heute unser erstes Ziel. Mit dem AIDA-Shuttle werden wir bis an den Fuß der Kathedrale gefahren und nach kurzem Weg sind wir auch schon da. Unterhalb ist ein angelegter mĂ€rchenhaft anmutender Teich mit einem hĂŒbschen Schwanenpaar, das wir erst einmal beim Sichputzen und SchnĂ€beln beobachten.

Die Kathedrale der Heiligen Maria oder auf katalan La Seu – der Bischofssitz – genannt, erhebt sich mĂ€chtig und nach einigen Dutzend Stufen stehen wir vorm beeindruckenden westlichen Haupteingang. Eintreten können wir jedoch nicht, es geht seitlich erst einmal in ein kleines Museum, das Reliquien und SchĂ€tze beherbergt und von Geschichte erzĂ€hlt. Der UmhĂ€nge-Museums- und KirchenfĂŒhrer mit Kopfhörern erlĂ€utert genauestens.

Eingetreten blieb mir fast die Spucke weg. Nicht ob der GrĂ¶ĂŸe oder der kĂŒnstlerischen Gestaltung. Nein. Durch das große, fast 12 m Durchmesser messende Rosettenfenster an der Ostfront schien die vormittĂ€gliche Sonne und zauberte auf WĂ€nde, SĂ€ulen und Boden bunte Regenbogenfarben. Wunderbar sah das aus.

Die gothische Kathedrale, der ein „richtiger“ Kirchturm fehlt, beeindruckt wirklich mit ihrer GrĂ¶ĂŸe. Sie ist 110 m lang und 33 m breit. Alleine das Hauptschiff ist 75 m lang und 44 m hoch. Über 3 Jahrhunderte wurde an der Kathedrale gebaut. Anfang des 20. Jahrhunderts beteiligte sich der Architekt Antoni Gaudi (Sagrada Familia in Barcelona) an einem Umbau und gestaltete den Hauptaltar.

Ein Rundgang scheint immer und immer wieder neue Blickwinkel zu eröffnen: bunte Fenster, wundervolle Holz- und Steinmetzarbeiten, der monumentale Altar, das imposante Taufbecken, die marmorne Kanzel oder Miquel Bacelós beeindrucke Keramiken im rechten Seitenschiff. Es lohnt sich unbedingt! 

Nach einem guten Kaffee ging es langsam durch kĂŒhle gepflegte Gassen in die Altstadt, vorbei an kleinen, hĂŒbsch dekorierten GeschĂ€ften mit mallorquinischer Mode und SpezialitĂ€ten, Fendi, Prada, kleinen Lokalen, einer tollen Markthalle und jeder Menge AndenkenlĂ€den. Bis uns der Shuttle wieder zum Schiff brachte, ruhten wir uns unter den grĂŒnen Arkaden am Fuß der Kathedrale neben kleinen Wasserspielen aus.

Auch wenn wir nur einen Bruchteil gesehen haben: Es war ein wirklich schöner Tag in einer schönen Stadt, die sich sommerlich leicht, frischgrĂŒn und duftend von ihrer besten Seite zeigte!

Kommentare zu: "Palma de Mallorca – Tag 4 unserer AIDA-Kreuzfahrt" (5)

  1. war bisher einmal in Mallorca im Urlaub ! Cala Radjada hieß der Ort ! Ein Touriort aber es hat mir dort eigentlich gut gefallen. Dann Ausflug zum Cap Formentor auch sehr schön.
    In der Stadt Palma war ich leider noch nicht. Hast du aber gut beschrieben und der letzte Fotoblock gefÀllt mir sehr gut. Dann auf weitere Stationen !

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  2. Zauberhafte Fotos:-)

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