Die ersten 10 000 Aufnahmen sind die schlechtesten. Helmut Newton

Ich hatte mir ja vorgenommen, einmal auch wachen Auges dabeizusein, wenn das Schiff frĂŒhmorgens einlĂ€uft. In Valencia wachte ich frĂŒh genug auf, die Sonne ging langsam auf und ich war auf Deck 10. Zwar schipperten wir am Containerhafen vorbei, es bleibt mir dennoch als einzigartiger Morgen in Erinnerung! Vor uns erschien immer deutlicher die Stadt Valencia, die mit 800.000 Einwohnern grĂ¶ĂŸte Stadt und Hauptstadt der Provinz Valencia.

Unser heutiger Ausflug brachte uns zuerst in die „Stadt der Wissenschaft und KĂŒnste“, ein neuer Stadtteil, in dem man einen großem GebrĂ€ude-Komplex aus FreizeitgebĂ€uden, Museen, dem Opernhaus und Europas grĂ¶ĂŸtem Aquarium findet. Der spanische Architekten Santiago Calatrava schuf hier GebĂ€ude, die zum Symbol der Stadt Valencia geworden sind. Der GebĂ€udekomplex zieht sich ĂŒber 2 km im ehemaligen und trockengelegten Flussbett des Turia enlang.

Der Fluss Turia floss mitten durch die Stadt Valencia und es kam immer wieder zu verheerenden Überschwemmungen. 1957 kamen dabei ĂŒber 100 Menschen ums Leben. Man beschloss also, ihn aus der Stadt zu verlegen und nutzt seit dem das alte Flussbett als Freizeitpark, Laufstrecke oder wie hier als Ort fĂŒr neue GebĂ€ude. Diese sind mehr als beeindruckend: Über dem gesamten Opernhaus, dem Palai de les Arts Reina Sofia, scheint eine geschwungene Feder zu schweben, der Palmengarten gleicht einem riesigen Skelett und das HemisfĂšric, das digitale 3D-Kino hat die Form eines halben Auges und sieht, wenn es sich im Wasser spiegelt auch genau wie eines aus.

Der Hobby-Fotograf in mir musste Fas weinen, als wir nach einer Stunde das GelĂ€nde wieder verließen. Da muss ich nochmal hin!

Weiter ging es entlang des ehemaligen Turia in die Innenstadt und dort nach kurzem Fußweg erstmal in die grĂ¶ĂŸte Markthalle, den Mercado Central. Da gibts nichts, was es nicht gibt und dazu noch eine wunderbare alte Architektur. Das Spanische Leben sprudelt nur so.


Wir wanderten durch die Altstadt, stiegen auf den Miguelete-Turm der Catedral de Valencia y El Miguelete, genossen von hoch oben einen unbeschreiblichen Blick ĂŒber die Stadt bis hin zur Stadt der Wissenschaft und KĂŒnste und zum Hafen und wieder unten das beste (und teuerste) Eis, das ich seit langem gegessen haben. 😉🍩👍

Vorm Aposteltor der Kathedrale tagt seit mehr als 1000 Jahren bis heute immer donnerstags öffentlich das Ă€lteste Gericht der Welt, das Wassergericht, dessen Urteile sofort verbindlich und endgĂŒltig gelten. Hier kann man dazu Interessantes nachlesen.

Wenns nach mir geht, sehen wir uns unbedingt wieder, Valencia! 💗
 

 

 

 

Kommentare zu: "Valencia – Tag 3 unserer AIDA-Kreuzfahrt" (3)

  1. super schöne Aufnahmen und eine tolle Beschreibung. Der Sonnenaufgang – traumhaft –

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